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Wer sich selbst nicht zur 2D-Action-Elite zählt oder allergisch aufs Level-Auswendiglernen ist, sollte sich nicht scheuen, den leichten Schwierigkeitsgrad zu wählen – hier erhaltet Ihr beim Continue eine Extrawaffe, habt zwei Leben mehr und kriegt die Bosse etwas schneller klein. Auf ”normal” müssen Solisten frustgestählt sein: Die teils von beiden Bildschirmseiten anrennenden Feinde und viele sehr schnelle Projektile werden Euch reichlich Leben rauben – selbstverständlich sind Eure Pixel-Recken bei einem Treffer sofort tot.
Blazing Chrome setzt auf ein simples, aber gut funktionierendes Extra-System: Aus Itemkisten erhaltet Ihr Granatwerfer, (Auflade-)Laser oder Plasma-Flammenwerfer sowie eine von drei Drohnen. Letztere sorgen für doppelte Feuerkraft, bauen einen Rundum-Schild auf oder machen Euch flinker – Ihr könnt aber stets nur eine mitführen. Das gilt nicht für die Extrawaffen: Einmal aufgesammelt, sind sie dauerhaft verfügbar – nur wenn Ihr sterbt und eine davon gerade ausgerüstet habt, verliert Ihr diese.
Die ersten vier Stages könnt Ihr übrigens in beliebiger Reihenfolge absolvieren, nur die Levels fünf und sechs müssen am Ende kommen. Und wer das Game einmal beendet, erhält zwei zusätzliche Charaktere, die auf feurigen Nahkampf statt auf Knarren setzen. Eine nette Dreingabe, die aber das Contra-Spielgefühl merklich schmälert.
Denn Blazing Chrome verdient sich unsere Liebe und die 83 Spielspaßpunkte vor allem durch das verboten gute Gefühl, mit ratternden Maschinenpistolen durch eine 2D-Welt zu rennen. Wir erledigen Standardfeinde im Dutzend, hangeln (Super Probotector lässt grüßen) über Treibsand und rasen auf Hightech-Motorrädern in den Sonnenuntergang, während wir gepanzerte Ninjas und Flugzeuge vom Himmel holen. GenreKenner freuen sich nicht nur über die deutlichen Contra-Anleihen, sondern erkennen auch etliche Metal Slug-Momente, etwa von der Höhlendecke fallende Krabbelgegner, Duellkämpfe wie mit Allen O’Neill oder einen Bossfight, bei dem Ihr nach oben Reißaus nehmt. Apropos Bosse: Die sehen fast durch die Bank toll aus und fordern Euch mit nachvollziehbaren, meist fairen Attacken. Netterweise versorgt Euch das Spiel mit unendlich Continues, Ihr dürft aber nicht direkt an Ort und Stelle weiterspielen, sondern startet an einem von zwei, drei Savepoints pro Stage mit neuen Leben.









Ein Hammer Spiel, dass ich nur jedem empfehlen kann, dem dieses Genre gefällt. Kurzweilig, fordernd und gut inszeniert. Und mit der Zeit “fuchst” man sich rein und das Spiel ist gar nicht mal so schwer, einzig der eine oder andere Boss ist ein wenig tricky. Die Bosse sind für mich das einzige Manko, langweilig oder schlecht kopierte Contra Bosse, ansonsten top!
@genpei tomate , ich würde mal sagen, ab einer gewissen Zeit gabs schon eine recht große Überschneidung, was Arcade und AMIGA anbelangt. Dank damals toller Hardware wurde ja oft genug auch versucht Arcade Titel zu portieren oder zumindest nachzubauen.
Später gings dann eher in Richtung Syntheciser. So zumindest mein Eindruck/meine Erinnerung.
@MontyRunner , ur welcome, Baldy! 😉
Danke für den Link, Cat. Geiles Teil!
Ja, gut getroffen, Nightrain, der Soundtrack ist zwar musikalisch tief in den Sounds der Arcades verwurzelt ( meinen die Entwickler zumindest), aber, wo du es sagst, Amiga passt auch sehr gut. So ab 35:36 ganz besonders.
Also ich finde den Soundtrack schon recht cool. Erinnert mich so ein wenig an meine seelige Amiga-Zeit …
https://www.youtube.com/watch?v=sVhJpBVwiMo
Finde es cool, bin aber inzwischen hart ungeduldig geworden – muss wohl noch mal einen Durchgang auf Leicht starten…
Das sind doch mal schöne Aussichten, “Blazing Chrome” von Limited Run (für PS4 und Switch) und “My Friend Pedro” von Special Reserve Games für die Switch. Beide Retail noch in diesem Jahr, bzw. “coming soon”… Cool… (Auf “Gris” von SRG warte ich ungeduldig und muss bei Gelegenheit unbedingt “Ruiner” ausprobieren.)
Da habe ich echt Lust drauf. Beim Betrachten der Screenshots kommen unweigerlich Erinnerungen an selige Probotector Zeiten auf. *Nostalgieflashback* Krass, dass dieses Indie-Projekt gerade mal von 2 Leuten entwickelt wurde. Der 16 Bit Grafik-Stil ist ebenfalls knorke. Schade, finde ich hingegen das der Soundtrack nicht rockt. Egal, wird irgendwann trotzdem gesaugt.
P.S Metal Slug befindet sich laut Gerüchten ja in der Pipeline. Hoffe das kommt ebenfalls im klassischen Bitmap-Look, statt im Flashgame-Stil daher.
@ChrisKong
Der Nostalgie-Bonus spielt keine Rolle: BC ist zwar durch und durch “inspiriert ( wie Greenwade richtig sagt: Nix The alien Wars sondern das MD-Corps ist eher der Pate) aber unausgereift sieht es nur auf Videos aus. Bin, vorsichtig ausgedrückt, mit ziemlich geringen Erwartungen ran gegangen, da ist wusste, das Ding kann unmöglich mit den Paten mithalten und wurde zum Glück enttäuscht.
Konami hätten mein Vertrauen wieder, würde Blazing C. von ihnen stammen!
Blazing Chrome ist aktuell, in dieser Gen, der womöglich beste Vertreter der Gattung, und solange Konami ihre eigene Marke nicht in den Griff kriegt ( die Demo zum neuen Contra fand ich…na ja, lassen wir das lieber…) kann man durchaus diese feine 2-Leute Produktion unterstützen, da ich in absehbarer Zeit kaum etwas sehe, das mithalten kann.
versteh nicht warum bei Blazing Chrome fast immer The Alien Wars als vergleich herangezogen wird, obwohl sich es eindeutig an der Mega Drive optik orientiert.
Das finde ich gar nicht mal soooo schlimm, mit dem “öfter sterben”. Solche Sachen wie Super Meatboy, die darauf ausgelegt sind wegen jedem kleinen Scheiß zu sterben, DAS mag ich nicht. Super Probotector oder Sunset Riders zocke ich hingegen heute immer noch gerne.
Sterben und Skil halten sich da meiner Meinung nach die Balance. Die Steuerung ist einfach und eingängig – und vor allen Dingen flutscht sie. Das Gameplay ist auch kurzfristig genug, um mich dabei zu halten und auch meist recht fair.
Bei storylastigen Sachen hingegen stört mich sowas dann schon.
Wundert mich, dass noch keiner der großen Hersteller auf die Idee gekommen ist, eine echte Retro Alternative zu den bestehenden Sachen anzubieten.
Genug Leistung, aber eben 2D und nicht zu teuer in der Anschaffung.* Mit gutem integriertem Online-Store, der für Indies interessant ist, über den man aber auch gegen Vorkasse z.B. die Titel zusätzlich on demand als physische Kopie mit Anleitung und Packung kaufen kann.
*Mini-Einplatinen-PCs gibts für um die 150 Euro, die sollten eigentlich reichen.
Hmm, ich frag mich manchmal ernsthaft, wie stark hier der Nostalgie-Bonus spielt. Sah für mich jetzt spielerisch nicht ausgereift oder interessant genug aus. Aber ist ja klar, wen das ansprechen soll. Hier wäre bei einem Test durchaus eine Meinung wünschenswert, wer kein Super Probotector gespielt hat.
Solche Spiele sind in der heutigen Zeit dann einfach maximal ungewohnt.
Aber da kommt man schon durch. Man ist es nicht mehr gewöhnt, öfter zu sterben.
Freut mich, dass es gut geworden ist. Bin zwar, wie Tobias, nicht sehr gut in diesem Genre, aber wenn es einen entsprechenden Schwierigkeitsgrad ohne Bestrafung gibt (nicht wie bei Super Probotector, wo es auf -einfach- mittem im Spiel aus war), überleg ich es mir noch, weil ich die “Idee” des Spiels mag.
@D00M82
@deRollEeinE
die kannte ich gar nicht.
@Smart1986
die auch nicht (bis auf Play Asia natürlich)
Merci
… und Red Art Games, Eastasiasoft (Play Asia), Super Rare Games, Hard Copy Games und First Press Games.
~ MfG Smart1986 ~
Und Special Reserve Games nicht vergessen 😉
Es gibt bei Facebook auch eine Seite/Gruppe die sich limited run news oder so ähnlich nennt. Dort wird immer gepostet wenn auf den diversen Seiten ein Spiel angekündigt wird. Zu torcid ergänze ich dann noch signature Games und Fangamer
Es gibt im eShop übrigens eine spielbare Demo-Version.
Bei Limited Run Games.
https://limitedrungames.com/blogs/news/lrg-e3-2019
@Grossmeister B
immer mal hier Ausschau halten. Wenn du auf jeden Fall physisch haben willst.
https://www.strictlylimitedgames.com/ (Deutschland)
https://limitedrungames.com/ (USA)
Ist genau mein Ding. Aber ich wage nicht zu hoffen, dass es auch physisch für PS4 kommt…