Call of Duty: Modern Warfare Remastered – im Test (PS4)

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Infinity Wards Call of Duty 4: Modern Warfare aus dem Jahr 2007 hat das Ego-Shooter-Genre verändert wie kein Spiel seither – sowohl im Solo- als auch im Mehrspieler-Bereich. Weil die MW-Erfinder in diesem Jahr an einer neuen CoD-Episode schnitzen, kommt bei der Remastered-Edition das erfahrene Activision-Studio Raven zum Einsatz.

Wie das Original schickt Euch die Neuauflage in verschiedenste, über den Globus verteilte Anti-Terror-Militäreinsätze: Ihr stürmt gut bewachte Verstecke, schleicht durch die Pampa, sitzt an dicken Heli-MGs, liefert Euch brachiale Straßenschlachten und säubert mit dem Nachtsicht-Visier ganze Häuserblöcke. Dabei wechselt das Spiel munter die Charaktere durch und tischt Euch eine ordentliche, wenn auch sehr militaristische Geschichte auf. Wie in den zahlreichen Nachfolgern seid Ihr oft in einem Team unterwegs, lauft durch lineare Levelkorridore, feuert mit Dutzenden Schießprügeln, werft Granaten im letzten Augenblick zurück und erholt Euch in Deckung von Treffern.

Neu in der Remastered-Fassung ist die 1080p-Auflösung ansonsten ist Raven nicht sonderlich spendabel – frische Inhalte oder Trophäen gibt es nicht. Dafür wurde kräftig am Grafikregler gedreht: Im Vergleich zum PS3- und Xbox-360-Original bietet die Neuauflage stark verbesserte Texturen, Modelle und Umgebungen – CoD: MWR sieht teils wie ein anderes Spiel und dabei richtig gut aus. Und läuft natürlich stets flüssig, wie wir das gewohnt sind. Der Sound kann erwartungsgemäß nicht mehr mit den neueren Battlefield-Episoden mithalten, dafür sind die (abschaltbaren) Treffer-Effekte aus dem PS4-Controller ein netter Bonus.

Der Mehspieler-Modus schnurrt wie ein geölter Motor und fühlt sich im Vergleich mit den aktuellen CoDs sehr reduziert und geradlinig an. Altmodische Perks (z.B. ”Last Stand” oder ”Martyrdom”) treffen auf eingeschränkte Beweglichkeit (kein Rutschen, kein Wandlauf) und noch schnelleres Sterben bei Treffern. Das Kartendesign ist anders als in den letzten Jahren: Campen ist hier noch eine Option (Claymores!), es gibt öfter lange Sichtlinien für Sniper plus Gras zum Verstecken, dazu zig Mini-Räume oder Balkone. Zehn Originalkarten sind an Bord (Ambush, Backlot, Bog, Crash, Crossfire, District, Downpour, Overgrown, Vacant und Shipment) – letzere Map entpuppte sich bei einem Domination-Match 7-gegen-7 als kleines, aber unglaublich intensives Schlachtfeld mit Spawn-Kills im Sekundentakt und grandios-spaßigem Chaosfaktor. Als kleiner Bonus dürfen auf allen Karten jetzt auch ”Kill Confirmed”-Kämpfe abgehalten werden – die gab es 2007 noch nicht.

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