Castlevania – im Klassik-Test (N64)

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Der Zeit, in Castlevania schon immer ein wichtiges Element von mystischer Kraft, hat Konami diesmal besondere Sorgfalt zukommen lassen: Ähnlich wie in Zelda 64 verstreicht der Tag, wäh­rend Ihr Schluchten, Gärten und Hallen­ durchstöbert. Ir­gendwann trübt sich das helle Licht des Tages zur rötlichen Däm­merung, wenige Minuten später wird’s finster. Auch das Wetter kann sich plötzlich ändern: Wer im ersten Level zu lange herumirrt, wird von einem heftigen Regensturm und Blitzen überrascht, die Euch brennende Bäume in den Weg ­legen!

Zwei magische Karten, um die Tageszeit flexibel zu ändern, gehören somit ins (spärliche) Inventar von Castlevania 64: Wie Euer Fleisch und andere Objekte werden Mond- und Sonnenkarte im In­ventory abgelegt, das Ihr mit Druck auf die Start-Taste aufruft.

Da Konami in Castlevania 64 keine Automap mehr implementierte, benötigt Ihr die Start-Taste sonst nur selten, z.B. um eine Handlungseinspielung einfach abzubrechen: Geschieht etwas Bes­on­deres, verkleinert sich der Bildschirm zu einer kurzen 3D-Sequenz. Diese Ein­spielung könnt Ihr nicht beeinflussen, aber (wie erklärt) abbrechen.

Doch auch wenn die Drohungen und Tips der zahlreichen Castlevania 64-Protagonisten nicht so wichtig sind wie Metal Gear Solid-Dialoge, solltet Ihr Euch alles anhören, was andere Gestal­ten zu sagen haben. Denn nicht alle Bewohner des Schlosses sind Euch böse gesinnt, einige verfolgen ähnliche Ziele wie Ihr (z.B. der alte Exorzist Vincent), andere wollen Euch trotz Verwandtschaft zum Grafen gerne helfen. Leider gibt’s auch miese Typen, die Hilfsbereitschaft (oder Hilfs­be­dürftigkeit) nur vorgeben, um Euch später in eine tödliche Falle zu locken. Seid vorsichtig, denn Gut und Böse erkennt Ihr nicht auf den ersten Blick. Auf jeden Fall trauen könnt Ihr dem komischen Dämonen Renon, denn der schließt mit jedem Spieler einen unzerbrechlichen Pakt: Der seltsame Typ ist ganz friedlich, trägt Schlips und erscheint, sobald Ihr das Vertrags­per­ga­ment öffnet. Seinen Koffer mit Nahrung, Gegengift und anderen leckeren Sachen öffnet er Euch, wenn Ihr fleißig Gold­münzen gesammelt habt: Für zweihundert Stück gibt’s Frisch­­fleisch, ein All­heilmittel bietet Euch Re­non zum stolzen Preis von 3.000 Münzen.

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riccipicci
17. August 2019 10:43

Mir hat das Spiel damals echt richtig Spaß gemacht, genauso, wie der Nachfolger auch. Ich fand die Atmosphäre schaurig schön und Geheimnisvoll. Das Gefühl von den 2D-Teilen wurde gut übertragen und der Spielspaß (auch, wenn ich wohl einer der wenigen mit dieser Meinung bin) auch gesteigert.

Kann mich noch gut an die beeindruckenden Bosse und die oft gut versteckten Goldsäcke erinnern, die ich in jeder Ecke gesucht hatte.

Für mich auch mit einer der coolsten N64-Games überhaubt.

Max @ home
16. August 2019 11:14

: “Lords of Shadow” verdient den Namen “Castlevania” nicht. 😉

“Castlevania 64” fand ich trotz seiner Ecken und Kanten richtig gut. Ja, die Grafik war eher zweckmäßig, das Sprungverhalten etwas hakelig und einige Stellen haarig – atmosphärisch fand ich es (serientypisch) aber richtig gut. So gut, dass ich eine Konsolengeneration später nochmals auf den Titel zurückkam und ihn nachträglich durchspielte.

Seppatoni
15. August 2019 18:08

Der Titel war für mich damals mit ein Grund, weshalb ich mir das N64 geholt habe. Und ich wurde nicht enttäuscht, für mich neben Mario 64 und Zelda OoT ein weiteres Beispiel, wie man eine 2D-Serie hervorragend in die dritte Dimension brachte. Erst letztes Jahr habe ich den Titel mit beiden Charakteren wieder einmal durchgespielt. Trotsch Matschoptik und seltsamer Übersetzung hat der Titel nichts von seiner Faszination eingebüsst.

HASaldi404
15. August 2019 17:09

Die N64 Teile verdienen den Namen Castlevania nicht, zum Glück gabs SotN auf der PS1

MadMacs
15. August 2019 12:02

Es hatte ein paar fiese Sprungstellen. Ansonsten fand ich es nicht unfair.
Ich hatte meinen Spass damit obwohl es nicht an die 2D Teile herankam.

Rudi Ratlos
15. August 2019 11:20

Interessant, dass das hier so gut wegkommt – gerade auf US-Seiten wird sich ja recht häufig über das Spiel lustig gemacht. Oder war das der Nachfolger?!

SxyxS
14. August 2019 17:10

Konamis Umgang mit Klassikern ist heutzutage nicht wechselhaft sondern nichtexistent.
Es sei denn man bezeichnet PES als Klassiker,was es nicht ist.Das wäre ISS.
Ausser alten Ports machen die nichts.

Das Spiel hier war nicht schwer-nur ein paar Einlagen bei den Hängekäfigen-oder war das Teil 2.
Mir hats gut gefallen auch wenn erst Metroid u Batman das Leveldesign erfolgreich in die dritte Dimension portierten.

Bin eher gespannt wieviel Castlevania in Controle steckt was Levelaufbau angeht.

ghostdog83
14. August 2019 16:54

War mein erstes Castlevania. 🙂

@Schwierigkeitsgrad

Als sehr schwer habe ich es nicht empfunden. Die Lernkurve hat gepasst. Die dt. Texte war teils ziemlich mies. Wäre mein einziger Kritikpunkt, der mir hängen geblieben ist. 🙂

Tokyo_shinjuu
14. August 2019 16:24

Die Meinungen zu dem Spiel gehen ja weit auseinander. Ich fand es damals sehr gut, an Frustmomente kann ich mich aber nicht erinnern.

Konamis Umgang mit den hauseigenen Spiele­klas­si­kern ist wechselhaft.

Trifft heute mehr zu als je zuvor.^^