Dark Cloud – im Klassik-Test (PS2)

0
6777
Zurück
Nächste

Seite 2

Wie oben beschrieben, erinnern die Dungeonstreifzüge stark an Blizzards Fließ­band-Metzelei: Vor jedem Kerkerbesuch wird die Architektur eines Stockwerks per Zufall generiert, eine komfortable automatisch mitgezeichnete Karte sorgt dafür, dass Ihr Euch nicht verlauft. Natürlich liegen die Atla-Kristalle nicht unbewacht in den endlosen Gängen und Kammern der Höhlen herum, eine abwechslungsreiche Monsterpalette versucht, Euch an der Mitnahme zu hindern. Ob Axt-schwingender Gnom, Giftäpfel werfende Hexe oder feuer-spuckende Echse – stolpert Ihr über ein Ungeheuer, lässt Toan auf Knopfdruck seine Schneide niedersausen. Haltet Ihr die Schlagtaste gedrückt, setzt Euer Held zur Sprungattacke an.

Zwar könnt Ihr die Feinde wie in Zelda per Lock-On anvisieren und deren Hieben ausweichen, außer einer Block-Bewegung hat Toan aber keine weiteren Angriffsmanö­ver auf dem Kasten. Stattdessen ist die Wahl Eurer Klinge entscheidend für den Sieg: Anfänglich nur mit einem Dolch ausgerüstet, stoßt Ihr im Lauf des Abenteuers auf zahlreiche Kurzschwerter, Säbel und Zweihänder. Der Clou dabei: Mit jedem Treffer gewinnt die aktive Waffe an Erfahrungspunkten. Ist die Leis­te voll, steigt die Schneide einen Level und mit ihm verbessern sich Attribute wie Wendigkeit oder Stärke. Zusätzlich verfügt jedes Schwert über eine bestimmte Anzahl Slots, in die Ihr gefundene Zaubersteine mit speziellen Fähigkeiten einsetzen könnt. Ein Feuerstein erhöht beispielsweise den Angriffswert gegen wasserelementare Wesen, der durch ein Anti-Untoten-Artefakt veredelte Stahl schmeckt vor allem Zombies und anderen Höllenbewohnern nicht. Erhöht sich der Waffenlevel, verschmelzen diese Bonus-Steine mit der Klinge. Ab einer bestimmten Ebene lassen sich auch die Schneiden selbst in Artefakte umwandeln. Setzt Ihr diesen Stein nun in ein anderes Schwert ein, geht ein Großteil der gespeicherten Fähigkeiten auf die neue Waffe über. Ganz nach Euren persönlichen Vorlieben lässt sich so im Lauf der Zeit der ultimative Todbringer züchten.

Aber Vorsicht: Mit jeder Benutzung wetzen sich die Klingen ab, eine Anzeige verrät, wie häufig Ihr noch zuschlagen dürft. Schartige Schwerter könnt Ihr zwar immer wieder mit einem magischen Pulver reparieren, einmal im Eifer des Gefechts gebrochen, ist aber auch die mächtigste Klinge für Euch hoffnungslos verloren.

Zurück
Nächste
0 Kommentare
neuste
älteste
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen