Der Herr der Ringe: Der Krieg im Norden – im Test (PS3/360)

0
169
Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:,
Erhältlich für:,
USK:
Erschienen in:

Im Osten geht nicht nur die Sonne auf, dort liegt in Mittelerde auch Mordor, das karge Land des dunklen Herrschers Sauron. Dorthin zieht es im Herr der Ringe-Buch Frodo, Aragorn und die klassischen Gefährten. Doch was passierte zur gleichen Zeit eigentlich im Rest von J.R.R. Tolkiens Fantasy-Welt? Das neueste Werk der Snowblind Studios (Champions of Norrath) zeigt Euch jetzt, wer Gandalf und Co. im hohen Norden den Rücken freihielt und dabei verblüffend ähnliche, aber deutlich blutigere Abenteuer erlebte.

Im Verlauf der Reise, die Ihr entweder als Zwergenkrieger, Elfenmagierin oder Waldläufer antretet, bereist Ihr neben den aus den Büchern bekannten Ruhepunkten Bree und Bruchtal unter anderem die Ruinenstadt Fornost, den schneebedeckten Gundabad-Berg, den spinnenverseuchten Düsterwald und die alte Zwergenfestung Nordinbad. Damit auf dem Fußmarsch zur Festung des Bösewichts Agandaur keine Langeweile aufkommt, stellen sich Euch die Schergen Saurons in überraschender Vielfalt entgegen. Nicht nur Orks und Uruk-Hai wollen Euch an die Lederrüstung, auch Trolle, Untote, Barbaren und Spinnen warten darauf, sich mit Euch im Kampf zu messen. In den Schlachten seid Ihr meistens zahlenmäßig unterlegen, was das Heldentrio durch zahlreiche freischaltbare Spezialfähigkeiten wettmacht, die sich prima miteinander kombinieren lassen: Während der Zwerg mit einem Kriegsschrei seine Angriffswerte verbessert und die Aufmerksamkeit der Gegner auf sich zieht, schützt ihn die Magierin per Schutzschild vor Pfeilbeschuss. Ist die Horde auf diesem Wege abgelenkt, schleicht sich der temporär unsichtbare Waldläufer an Fernkämpfer und feindliche Magier heran. Spielt Ihr allein, übernimmt die ordentliche KI die beiden anderen Helden. Dann sind vor allem die Bosskämpfe schwerer, da Ihr Eure Aktionen nicht gezielt koordinieren und Euren Kollegen lediglich eine defensive oder offensive Haltung vorgeben könnt.

Die Suche nach immer besserer Ausrüstung, die in Diablo-tauglichem Ausmaß von Gegnern fallen gelassen wird und in Kisten und Schutthaufen versteckt ist, motiviert und bekommt dadurch noch mehr Würze, dass jeder der Helden eine andere Art versteckter Räume entdecken kann, in denen sich noch mehr Beute befindet. Allein der Zwerg sieht brüchige Wände und Goldadern, dafür bemerkt der Dúnadan Spuren am Boden, die zu geheimen Plätzen führen. Erst wenn Ihr zu dritt spielt, entreißt Ihr also der Umgebung alle Geheimnisse.

Die Kämpfe gestalten sich durch fehlende Combos etwas abwechslungsarm und behäbig, werden aber im späteren Verlauf durch die unterschiedlichen Gegnertypen und die größere Auswahl an Fähigkeiten fordernder. Kritische Treffer belohnt Der Krieg im Norden mit blutigen Amputationen in Zeitlupe. Den gut inszenierten Kämpfen stehen auf den ersten Blick hübsche Umgebungen gegenüber, welche aber mit unsichtbaren Wänden, teils groben Texturen und sich häufig wiederholenden Levelobjekten bei längeren Sitzungen eintönig werden.

+ toller Koop-Modus…
+ …sogar für 3 Spieler
+ New Game + Modus
+ spielt im Herr der Ringe-Universum

– Solospieler langweilen sich
– schwächelnde Grafik

Tobias Kujawa meint: Vorletzten Monat landete mit Space Marine ein Spiel auf meinem Schreibtisch, das ich als Fan des Universums sehr mochte, dem ich als Kritiker aber doch viele Schwächen bescheinigen musste. Bei Der Krieg im Norden geht es mir genauso: Mittelerde-Pendler freuen sich über viele Orte und Personen, die sie aus den Büchern kennen und vergessen dabei, dass sie eigentlich die ganze Zeit das Gleiche machen. Action-Rollenspieler, die die Qualität eines Mass Effect oder Elder Scrolls wollen und mit den Namen Radagast sowie Carn Dûm nichts anfangen können, machen dagegen lieber einen großen Bogen. Was das Spiel aber dann doch für mehr Gamer interessant gestaltet, ist der gute Koop-Modus: Sich zu dritt durch Orks zu hacken und um Beute zu feilschen, macht einfach Spaß!

Koop-Liebhaber freuen sich über viel Gemetzel und noch mehr Beute, Solospieler sollten zumindest Fans der Bücher sein.

Singleplayer74
Multiplayer
Grafik
Sound
Doublefine
I, MANIAC
Maniac
Doublefine

Hab das Spiel seid circa nen halbes Jahr bei meinen Bruder und ich vermiss es(obwohl ich sau gerne mit meiner Frau Coop spiele) so garnicht. Es gibt sagenumwobene nie erreichte drei Skills. Die Kämpfe fordern nicht mals einen autistischen 3Jährigen und das Lootsystem wird durch die Beiligenden DLC sowie so unnötig, da man als erstkäufer sofort ernstzunehmendes Equip hat.Hätte ich das Geld dafür in den Rhein geschmießen, hätte ich noch sehen können wie es weg schwimmt das hätte mehr Spass gemacht.

DerPanda
I, MANIAC
Maniac (Mark II)
DerPanda

habs mal aus der videothek ausgeliehen um im ko-op en bissl zu zocken aber als es mir in 20 minuten spielen 3 mal die konsole abstürzen lassen hat hab ich keine lust mehr gehabt.

johnny.walker
I, MANIAC
Intermediate (Level 1)
johnny.walker

Gibt es übrigens heute im Amazon-Adventskalender.

Gast
n00b

Ich habs neulich Abend ein paar Stunden mit einem Freund im Split-Screen gezockt. War auch ganz lustig mit dem Computer als drittem Char (Zwerg) im Bunde. Bis da dieser eine Boss kam, den garantiert noch keiner besiegt hat :)Im Ernst: Ich glaube, im Singleplayer ist das Spiel wesentlich einfacher, weil die beiden Computer beim Wiederbeleben untereinander und auch von meinem Char so gut wie nie von Gegenern gestört werden. Das ist ganz anders, wenn sich zwei reale Spieler gegenseitig wiederbeleben. Das klappt gerade bei Bossen nur selten und nervt tierisch.