Der Puppenspieler – im Test (PS3)

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Damit Kinder (und ihre Eltern) zwischen Shootern und Sport nicht auf dem Trockenen sitzen, gibt es Der Puppenspieler. Das versucht, Klein und Groß zu begeistern.

Im Kern ist Der Puppenspieler ein einfaches 2D-Jump’n’Run, doch die Aufmachung verpasst dem simplen Spielprinzip eine frische Note: Das gesamte Spiel ist nämlich eine interaktive Theateraufführung. Mit einem Publikum, das klatscht, raunt oder Bösewichte ausbuht, einer Bühne samt rotem Vorhang, auf der das Geschehen stattfindet, einem Orchester sowie Gegnern und Welten, die aus Requisiten bestehen.

Der Mondbärenkönig hat die Kontrolle über den lunaren Himmelskörper erlangt und entführt nun Tausende von Kindern, um seine Macht zu vergrößern. Die Hauptrolle des Stücks übernimmt Kutaro, eines der entführten Kinder. Des Kopfes beraubt, macht sich Kutaro mithilfe von Ersatzköpfen auf den Weg, den Plan des Mondbärenkönigs zu vereiteln. Primäres Hilfsmittel ist Calibrus, eine magische Riesenschere, die als Waffe und Fortbewegungsmittel dient. Egal ob Spinnennetze, Wolken oder Teppiche – zerteilen lässt sich fast alles. So kann man z.B. dank fallenden Laubs Abgründe überwinden oder an Rauchfahnen entlangschneiden, um höher gelegene Orte zu erreichen. Parallel zu den Hüpfpassagen sucht Ihr mit Eurem fliegenden Begleiter (von Euch oder einem Mitspieler gesteuert) in Wimmelbild-Manier die Kulissen nach versteckten Köpfen oder Bonusleveln ab. Spezielle Passagen, bei denen Ihr auf Tieren reitet oder an Nähten entlangsaust, bringen Abwechslung ins Gehüpfe.

Der außergewöhnliche Stil täuscht nicht über diverse Makel hinweg: Kutaro steuert sich zu ungenau, ähnlich wie in LittleBigPlanet sind präzise Sprünge und Landungen schwer auszuführen, was so manche Stelle nervig gestaltet. Die Scherenmechanik nutzt sich nach einiger Zeit ab und auch hier fühlen sich die Kontrollen nicht richtig an. Trotzdem bietet Der Puppenspieler ein stimmiges Gesamtbild, das vor allem jüngeren Spielern und Gamern auf der Suche nach Außergewöhnlichem gefallen wird.

Philipp Karasek meint: Kreativkopf Gavin Moore wollte mit Der Puppenspieler ein Game entwickeln, das er problemlos zusammen mit seinem Sohn daddeln kann. Mit meinen jungen 20 Jahren stelle ich fest: Meine imaginären Kinder würden Der Puppenspieler mögen. Stilistisch top, wird mir allerdings spielerisch nur Standardkost aufgetischt. Die schwammige Steuerung erschwert das Spiel unnötig und der inflationäre Umgang mit der Schneidemechanik nimmt dem Schnippeln nach einiger Zeit den Reiz. Dank der Optik im Tim-Burton-Stil, die sich mit kindgerechtem Humor und viel Liebe fürs Detail paart, werden vor allem jüngere Gamer viel Spaß mit Der Puppenspieler haben. Aber auch Erwachsene grinsen kräftig über die ein oder andere Anspielung auf alte Filmklassiker.

  • 7 Akte mit je 3 Szenen
  • etwa 11 Stunden Spielzeit
  • außergewöhnliche Optik
  • Schneidemechanik erfrischend anders, wenn auch etwas zu ungenau

Optisch ansprechendes Jump’n’Run mit Mängeln in der Steuerung, welches besonders für das Spielen mit jüngeren Gamern geeignet ist.

Singleplayer71
Multiplayer
Grafik
Sound
donkiekung
I, MANIAC
donkiekung

Also Leute, 70 ist doch wohl ein schlechter Witz oder was? Hört nicht drauf und lasst euch verzaubern. Ein echtes Gesamtkunsterk.

Tinker Corps
I, MANIAC
Tinker Corps

Unterschreib ich absolut. Klar, das Spiel ist visuell ne echt schöne Abwechslung, aber das nutzt sich auch ab. Was dann bleibt ist das Gameplay, und das hinkt aktuellen Vertretern n großes Stück hinterher. Ne nette Aufmachung haben fast alle Platformer heute, Nintendos Kram mal ausgenommen, sorry Sony.

DerSebomat
I, MANIAC
DerSebomat

So den Überknaller find ich es jetzt auch nicht und ich war auch etwas enttäuscht davon. Aber 80 hätte ich schon gegeben. Das Design und die Präsentation sind absolut einmalig. Little Big Planet auf LSD eben.