Dragon Quest XI: Echoes of an Elusive Age – im Import-Test (PS4)

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Spielerisch bleibt Dragon Quest XI der Serie treu. Selbst im grafisch aufwendigen, mit der Unreal Engine 4 erstellten PS4-Abenteuer sind die ­Menüs im ­Prinzip dieselben wie in den 8-Bit-Episoden. Auch die Kampfsteuerung hat sich nicht geändert, wohl aber die Inszenierung. Gegner laufen sichtbar umher und mit einem sauberen Treffer ­verursacht Ihr schon vor dem Kampf ein wenig Schaden. Das eigentliche Gefecht ist aber klassisch rundenbasiert, doch dieses Mal finden die ­Kämpfe direkt in der üppig dargestellten Umgebung statt. Ausgenommen sind nur etwa enge Gänge in einem ­Dungeon, die haben dann doch eine eigene Kampfarena. Eure Charaktere entwickeln sich einer­seits über ein klassisches Levelsystem, gleichzeitig verdienen sie aber auch Talentpunkte. Die können in einem übersichtlichen Menü in verschiedene Charakter­aufwertungen, aber auch unterschiedliche Kampfstile investiert werden. Camus setzt beispielsweise auf Dolche oder den Bumerang, Martina kämpft mit Speer oder Klauen. Veronica verbessert mit einem Zauberstab ihre Magie­werte, kann aber auch mit der Peitsche in den Kampf eingreifen. Abgerundet wird das Spiel durch ein durchdachtes Crafting-System, verschiedene Minispiele und die Möglichkeit, auf Mons­tern zu reiten – das verleiht Euch ­gerade in den Dungeons mitunter ganz neue Bewegungsoptionen.

Inszenatorisch setzt Dragon ­Quest XI auf eine höchst eigenwillige Mischung. Da gibt es aufwendig modellierte und animierte Helden, Monster und Passanten mit vielen Details und oft verschwenderisch gestalteter Kleidung sowie wunderschöne und abwechslungsreiche Umgebungen. Auf der normalen PS4 wird das alles mit 900p und sauberen 30 Bildern pro Sekunde dargestellt. Auf der PS4 Pro gibt es sogar eine Auflösung von 3.072 x 1.728 Pixel, die dann auf 4K hochgerechnet werden – kurzum, das Spiel ist eine Augenweide.

Auf Sprachausgabe wird dagegen verzichtet, und abgesehen vom üppigen Rendervorspann ist das komplette Spiel mit gut ­komponierten, klanglich aber oft dünnen und zudem recht repetitiven Midi-Klängen untermalt – auch das wohl im Sinne der ­Tradition. Während die spielerischen Uralt-Tugenden auch nach 30 Jahren noch voll ­überzeugen, dürfte Square Enix bei der für 2018 angekündigten ­lokalisierten Fassung gerne mit den akustischen Traditionen brechen – dem achten Teil auf PS2 hat das schließlich auch nicht ­geschadet.

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Doomguy
28. März 2018 16:23

40/40 in der Famitsu.