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Alleine in ”Arts Traum” sind so viele Genres und Stile enthalten, dass man daraus drei bis vier vollwertige Titel machen könnte. Aus rein spielerischer Sicht wäre das vielleicht auch besser gewesen, denn egal ob Ihr Euch mit Art durch Adventure-Szenen rätselt, mit seinen Kindheits-Spielzeugen Foxy & Francis in märchenhaften Plattformwelten herumballert und -hämmert oder mit den beiden Robotern D-Bug & Ele-D Geschicklichkeitspuzzles knackt: Abwechslung wird großgeschrieben, Spieltiefe eher klein.
Das liegt einerseits an der bereits in Media Molecules LittleBigPlanet-Spielen kritisierten Schwamm-Steuerung. Charaktere schwanken wie Marionetten an Gummibändern durch die Gegend. Andererseits legen die Entwickler einfach einen klaren Fokus auf erzählerische Inspiration und weniger auf knackige Rätsel. Das geht im Finale von ”Arts Traum” auch voll in Ordnung, wenn toll animierte Musical-Szenen und traumhaft ausgeleuchtete Rail-Shooter-Sequenzen nahtlos ineinander fließen und in einer emotionalen Botschaft kulminieren, die als Motto für sämtliche ”Dreams”-Aktivitäten nicht passender sein könnte: Nur mit Herzblut und Teamwork lassen sich Träume verwirklichen!
Theoretisch könnt Ihr alle Positionen einer Kreativproduktion in Dreams selbst besetzen. Nachdem Ihr ”Arts Traum” durchgespielt habt, bietet Euch die esoterisch säuselnde Herrin der Träume eine Reihe von Workshops und Tutorials an, die Euch die Grundlagen des ”Traumformens” unterhaltsam und spielerisch motivierend beibringen. Ihr pinselt eine idyllische Jagdhütte für einen Waldspaziergang à la Bob Ross, lernt Beleuchtungs- und Nebeleffekte in einer an Tim Burton erinnernden Gruselszene und geht Eure ersten Schritte als Charakter-Editor in einer ulkigen Talentshow. Das alles ist noch sehr kurzweilig und befeuert weiter Euren Kreativmotor, falls Ihr noch ohne konkrete eigene Vorstellung durch die Traumwerkstatt streunt. Wenn Ihr jedoch mit einem bereits ausgearbeiteten Spielprinzip, einer Filmidee oder sonstigen konkreten Plänen für eine Szene ans Traumformen geht, zeigen sich etwaige Editor-Wissenslücken oder falsche Vorstellungen von der Einfachheit mancher Arbeitsschritte sehr schnell. Das ist nicht zwingend als Kritik zu verstehen. Media Molecule haben sich alle Mühe gegeben, möglichst jedes Spielgenre und jeden Kunststil in Dreams abzubilden. Im Gegensatz zu LittleBigPlanet seid Ihr hier eben nicht mehr auf die 2,5D-Perspektive und den liebevollen, aber auch kindlichen Rupfen-Look des Sackboy-Universums festgelegt.









@Oliver Schultes
Na sowas wollte ich hörn! Danke an euch! 🙂
Ich spiele mal den Übermittler für Tester Max:
“Hey Ryu,
Danke fürs Feedback.
Zu Deinen Fragen:
1. Ja, ist allerdings zeitaufwändig. Du kannst in „Dreams“ sämtliche Physik-Parameter von Objekten anpassen, bei Spielfiguren auch Lauf-Geschwindigkeit, Sprungweite bis hin zu individuellen Animationen. Allerdings musst Du Zeit fürs Feintuning und Testen mitbringen. Die von Media Molecule mitgelieferte Standard-„Puppe“ verfügt wie im Test geschrieben über die aus „Little Big Planet“ bekannte Gummiband-Marionetten Physik.
2. Nach aktuellem Stand soll ein kompletter VR-Modus von „Dreams“ irgendwann als kostenloses Update kommen. Aktuell gibt es hierfür aber keine gesichertes Erscheinungsdatum.”
Guter Test, hätte dazu nur noch zwei Fragen:
1. Wie man weiß steuert sich ein Mario anders als ein Little Big Planet. Kann man für seine Kreationen die Art und Weise wie sich die Spielfigur steuert, von träge bis flott, Einstellung der Deadzone von Sticks, Höhe eines Sprungs, whatever, selber mit Parametern einstellen?
2. Wird VR (irgendwann) unterstützt? Kreationsmodus, wie für kreierte Spiele selbst?
Ich hab’s aufgegeben. Ich hab die Geduld nicht, die ich als Student hatte. Stundenlang saß ich vor dem RPG Maker 2K3 und hab Kampfanimationen gepixelt, Events geschrieben, Werte von Ausrüstung und Items angepasst, etc. pp.; heute schaffe ich nicht einmal die Fertigstellung einer einfachen Figur in Dreams. Es deprimiert.
Ich hab’s jetzt geordert. Bin gespannt.
Primär hole ich mir den Spielebaukasten, um interessante Kreationen der Spieler zu erleben.
Ich werde wohl auch mal in das Herzstück von Dreams, den Creator-Part, reinschauen, aber dort werde ich mich (so wie ich mich kenne) dann vermutlich nicht lange aufhalten, da zu komplex. 🙂
Mal eben an 1-2 Abenden ‘ne Far Cry 5-Map basteln ist ja noch in Ordnung, aber wochen- oder monatelang für Lau ein ganzes Spiel zusammenschustern…ach, neeee, lass ma !
Also cool fand ich Mario und co in manchen Videos Aber das würde ja untersagt!
Was da von manchen so auf die Beine gestellt worden ist ist echt fantastisch! Definitiv einen Blick wert. Ich hoffe der Nachschub bleibt gesichert. Meine Lieblinge sind “Taken By The Rust” (1+2!) und “Mimeo Prophecy” (von einem Deutschen gemacht).
Ich muss zugeben, dass ich irgendwann nur noch die ( Fantastischen!!) Kreationen der Community ausprobiert habe und mich die Lust verlassen hat, mit dem Dual Shock irgendwas zu basteln, da, ganz in Media Molecule Tradition, vieles an der Bastelei ein einziger Krampf ist.
Dennoch: Vielleicht eines der schönsten “Spiele” von der Art, bei dem ich gespannt bin, wie weit die User die Engine ausreizen werden. Brauche Shmups!! 😛