Endless Ocean Luminous – im Test (Switch)

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Dass Nintendo bei der ”Abschiedstour” der Switch einen Nachfolger der 2007 und 2009 auf Wii erschienenen Endless Ocean-Tauch­abenteuer im Sortiment haben würde, hatte bestimmt niemand auf dem Zettel. Umso größer die Überraschung, als das auch diesmal wieder bei Arika entstandene, mit dem Namensanhängsel ”Luminous versehene Projekt nicht einmal drei Monate vor der Veröffentlichung erstmals präsentiert wurde.

Wieder schlüpft Ihr in einen Taucheranzug und erkundet die Welt unter Wasser, allerdings fokussiert sich diesmal alles (zu) sehr auf das Nötigste. So erwartet Euch nur ein Schauplatz, der dafür ziemlich weitläufig ausfällt und zudem bei jedem neu gestarteten Ausflug zufällig generiert wird. Aber während es mit knapp 600 Lebewesen und Hunderten ”Schätzen” (die an leuchtenden Punkten ausgebuddelt werden) jede Menge zu entdecken und einzusammeln gibt, wurden sämtliche Adventure- oder Missionsaspekte fast spur- und ersatzlos entsorgt. Konkret könnt Ihr entweder einen freien Tauchgang machen oder eine spärliche Story erledigen, die nur ein Minimum an Aufgabenabwechslung liefert, was Ihr Euch aber mit viel Aufwand erarbeiten müsst.

Denn für spätere Kapitel wird unter anderem verlangt, dass Ihr Tausende Fische mit Eurem Scanner erfasst, was viel Zeit erfordert und schnell monoton wird. Gleiches gilt für das Aufspüren von unbekannten Lebensformen, denn die tauchen erst auf, wenn Ihr vorher eine gewisse Zahl ­Fische entdeckt, die ungewöhnliche elektromagnetische Wellen ausstrahlen. Zwar wird deren ungefährer Ort auf der Karte markiert, aber die wiederum müsst Ihr zunächst mühsam Feld für Feld ”freischwimmen” respektive aufdecken. Kurzzeitig weckt das den Entdeckergeist, wandelt sich aber auch rasch in lästige Pflichtarbeit. Getoppt wird das noch kurz vor dem Finale davon, dass zuerst bestimmte Kreaturen, Wahrzeichen oder Schätze entdeckt werden sollen – was ein Stück weit vom Zufall abhängt.

So wundert man sich letztlich, warum ein vielversprechendes und visuell durchaus attraktives Fundament gebaut wurde, um dann kaum mehr draus zu ­machen als eine Art virtuelles Riesenaquarium.

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