F-1 World Grand Prix – im Klassik-Test (N64)

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Mit Vollgas durch die vergangene Saison: Da sich Psygnosis die 98er FIA-Lizenz exklusiv unter den Nagel riß, blieb Nintendo nichts anderes übrig, als das N64-Rennspektakel mit den 97er-Daten zu füttern. 3D-Entwickler Paradigm beweist, daß das nicht unbedingt ein Nachteil ist: Alle Grand-Prix-Läufe der abgeschlossenen Saison wurden penibel analysiert, die gewonnenen Da­ten wanderten aufs 128-Mbit-Modul. Erinnert Ihr Euch noch an die haarsträubenden Ausfälle von Schuhmacher? Hef­tet Euch via N64 an seinen Auspuff, und Ihr seid live dabei, wenn er in der entscheidenden Runde wegen Motor­schaden aus dem Rennen fliegt. Falls es Euch nicht gelingt, ­einen Startplatz in der vorderen Reihe zu ergattern, greift Ihr auf die akkurate Startauf­stellung des jeweiligen 97er-Rennens zurück. Ebenso richtet sich das Wetter nach den Bedingungen der letzten Saison – wollt Ihr Überraschungen, stellt Ihr den Klima-Realismus im Optionsmenü ab.

Bis die Ampel auf Grün schaltet, tüftelt Ihr an Team- und Motor-Einstellungen. Zuerst entscheidet Ihr Euch für einen der 22 Formel-1-Profis und den dazugehörigen Boliden. Im ­damals blauen Williams röhrt noch das Renault-Trieb­werk, mit den routinierten Piloten Frentzen und „Willi On“ habt Ihr beste Chancen auf den Pokal. „Willi On“ kennt Ihr nicht? Da Formel-1-Exzentriker Jacques Villeneuve sein eigenes Lizenz-Süppchen kocht und dem N64-Renn­zirkus fernbleibt, ist „Willi On“ der einzige Pilot, dessen Namen Ihr beliebig ändern dürft.

Die Rennställe und ihre Autos unterscheiden sich in Aerodynamik (sogar die ­mittlerweile verbotenen Tyrell-Tower sind noch montiert), Motor­leis­tung und Verläß­lich­keit. Die Pilo­ten werden mit Werten in Ge­schwin­dig­keit, Kurven­fahren, Aggres­sivität und Regenbeherr­schung charakterisiert – Schumacher ­rangiert dabei natürlich im Vorderfeld.

In vier unterschiedlichen Rennmodi geht Ihr an den Start: Im Schaurennen spult Ihr Eure Runden auf einem beliebigen der 17 Kurse ab, im Zeitrennen tretet Ihr gegen den Ghost-Fahrer der schnellsten Runde an, unter „Grand Prix“ erlebt Ihr die Härte einer kompletten Saison aus der Fahrer­perspektive. Freies Training, Freitags-Training, Quali­fying, Warmup und (wenn Ihr wollt) die volle Runden­dis­tanz der Renn­strecke erwarten Euch.

Je nach eingestelltem Schwie­rig­keitsgrad fällt das Zusammen­spiel von Gas und Bremse aus: Anfänger werden durch Brems­hilfe und ­Spurkontrolle vor Botanik-Ausflügen bewahrt, nur Profis oder Cham­pions ist es nicht erlaubt, auf elektronische Hilfen zurückzugreifen.

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Doomguy
Mitglied
Maniac
Doomguy

Naja, ich hatte mich ja auch drauf gefreut, vor allem, weil die Grafik auf Screenshots wirklich gut aussah. Letztlich war’s dann aber im Konsolenbereich doch schwächer als “Formel 1 ’97” auf der PlayStation. Die Grafik war zwar schön, aber nicht schnell genug. Die Gegner-KI verdiente kaum diese Bezeichnung und insgesamt war es einfach nicht realistisch genug. Es gab z.B. keine technischen Defekte und die eckigen Kurven waren auch nicht gerade schön anzusehen.
Nach der anfänglichen Begeisterung spielte ich das Ding jedenfalls irgendwann gar nicht mehr, weil ich doch zu ernüchtert wurde. “Formel 1 ’97” jedoch spielte ich auch danach noch ganz gerne und am allerliebsten war mir auch zu dieser Zeit natürlich immer noch “Grand Prix 2” auf dem PC, dagegen konnten die ganzen Konsolenspielchen sowieso einpacken.
Aber für’s N64 war’s damals schon ganz nett, da es sowas bis dahin ja kaum für die Kiste gab. 6 von 10 Punkten.

torcid
I, MANIAC
Profi (Level 3)
torcid

Tolles Spiel! Hatte ich damals auch. Besten F1 Spiel zu der Zeit…

Monaco war grafisch damals ziemlich beeindruckend. Auch die tausend tuning und Abstimmungsmöglichkeiten.

Zack1978
Mitglied
Profi (Level 3)
Zack1978

Hab ich damals sehr gerne gespielt.
Ich weiß noch wie genial ich die Cockpit Perspektive fand, wo ich immer die realistisch animierten Fahrerhände auf dem Lenkrad bewunderte. Sowas in der Art hatte ich vorher noch nie in einem F1 Spiel gesehen.