F1 2013 – im Test (PS3)

0
851
Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:
Erhältlich für:
USK:
Erschienen in:

Wenn sich infernalische Töne über verschlungene Asphaltbänder ausbreiten, ist es wieder Zeit für die Formel 1. Wie immer liefert Codemasters F1 2013 pünktlich gegen Ende der realen Formel-1-Saison aus. Streckentechnisch hat sich 2013 nichts geändert: Ihr rast über dieselben Kurse des Vorjahrs mit der Ausnahme, dass diesmal der Nürburgring statt dem Hockenheimring im Kalender steht. Vertraut wirkt auch der Einstieg ins Spiel, denn wieder stellt Ihr Euch dem ”Young Drivers Test” in Abu Dhabi. Diese einführenden Fahrprüfungen fallen aber umfangreicher aus. Für gekonntes Kurvenfahren oder Überholen winken Medaillen sowie Angebote von Rennteams.

Vor der Weltmeister-Karriere stehen zahlreiche Grand Prix mit wählbarer Rennlänge, kurzem oder komplettem Qualifying sowie optionale Trainingssessions an. Auf der Strecke helfen Einsteigern die einblendbare Ideallinie sowie Fahrhilfen, die 19 Kurse zu meistern. Wie in den Vorjahren überzeugt das Fahrverhalten mit viel Anspruch sowie einem empfindlicheren Reifenmodell – ganz wie in der Realität. Wieder mit an Bord sind die Hilfssysteme DRS und KERS, die bessere Überholmöglichkeiten bzw. kurzzeitig mehr PS ermöglichen. Das eigene Vehikel lässt sich übrigens mit einem Lenkrad noch besser am Limit bewegen, schließlich sorgen Force-Feedback-Effekte für ein stimmiges Fahrgefühl.

Hitzig geht es vor allem beim Start mit 22-köpfigem Fahrerfeld zu: Die KI-Piloten passen gut auf, machen Platz, aber lassen sich im Getümmel zu simpel überholen. Allerdings heimst Ihr schnell Zeitstrafen ein, wenn Ihr abkürzt oder Rivalen abdrängt. Doch wie gewohnt spult Ihr das Geschehen einige Sekunden zurück, um Fahrfehler zu annullieren. Das Schadensmodell konfrontiert Euch mit Plattfüßen, abgerissenen Spoilern oder Aufhängungsschaden. Neben der Karriere finden Ungeduldige in der ”Saisonchallenge” eine verkürzte Meisterschaft, in der Ihr Rivalen anderer Teams herausfordert, um deren Cockpit zu übernehmen. Die größte Neuerung der 2013er-Auflage ist aber alt, denn erstmals liefert Ihr Euch Rennen in klassischen Rennwagen aus den 1980ern. Mit Williams, Ferrari oder Lotus heizt Ihr über die antiken Kurse von Jerez oder Brands Hatch. Wer mehr Lust auf Retro hat, der besorgt sich die teurere ”Classics Edition” mit Autos und Pisten der 1990er.

Thomas Stuchlik meint: Codemasters’ abermaliges Update gibt wenig Anlass zur Kritik. Umfang und Karriere-Modus bieten genug Abwechslung, auch das Fahrverhalten überzeugt. Optisch bewegt sich die Engine offenbar am Limit, denn bei vollem Fahrerfeld bricht die Bildrate ein wenig ein. Dafür zeugen Grafikeffekte wie Hitzeflimmern oder Regentropfen auf der Kamera von Detailliebe. Richtig spaßig wird’s in den alten F1-Rennern, die sich schwammiger steuern und mehr rutschen. Leider ist die Umsetzung etwas halbherzig, denn eine klassische Saison fehlt. Ebenso fraglich ist die Aufteilung in zwei Editionen. Dennoch lohnt sich das Spiel für jeden F1-Begeisterten, für Vorjahresbesitzer gibt es aber kaum Neues.

  • alle aktuellen Saisondaten enthalten
  • erweiterte Einführungstests
  • Standard und Classics Edition erhältlich
  • beide enthalten klassische Inhalte
  • online oder per Splitscreen spielbar

Die gelungene Neuauflage ­modernisiert die Saisondaten und bringt mit klassischen Wagen frischen Wind ins innovationsarme Spielkonzept.

Singleplayer84
Multiplayer
Grafik
Sound
Gast

liebe redaktion: sind die klassischen rennwagen auf disc oder “”nur”” als dlc verfügbar?

Anonymous
Gast
Anonymous

Definitiv was für den kleinen Niki Lauda in mir.Bin nach dem Film “”Rush”” richtig heiß auf das neue F1.Aber erst, wenn es irgendwo billiger zu haben ist oder aus zweiter Hand. Bin für die Last Gen nicht mehr bereit, Vollpreis zu bezahlen.