Fe – im Test (PS4)

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Überhaupt solltet Ihr etwas Geduld mitbringen, wenn Ihr zur Erkundung aufbrecht: Nicht nur Sammelobjekte sind gerne an entlegenen Orten versteckt und auch nicht ohne Weiteres zu entdecken. Zwar könnt Ihr jederzeit eine grobe Karte einblenden und dort auf Wunsch zumindest das nächste ”Missionsziel” angezeigt bekommen. Wie Ihr dorthin kommt, bleibt Euch überlassen – das ist oft gar nicht so leicht ­herauszufinden.

Nur mit athletischen Künsten kommt Fe zudem nicht besonders weit: Er muss auch das halbe Dutzend Sprachen der anderen Tiere erlernen, indem er erwachsene Exemplare befreit, um jederzeit bestimmte Hilfsmittel aktivieren zu können. Nur mit dem richtigen Dialekt öffnen sich zum Beispiel Pflanzenblüten, die als Trampolin oder Katapult dienen, oder es bieten sich Vögel als Transportmittel an. Auch die einzige Möglichkeit der aktiven Abwehr von Ungemach bekommt Ihr so: Mit Knospenbomben sprengt Ihr klebrige Käfige und Sperren weg, die ”Silent Ones” hinterlassen haben. Direkt attackieren kann Fe die Feinde nicht, aber manchmal hilft ein aggressiver Bär, der sich in ein Gegnernest führen lässt…

Daraus entspinnt sich ein ­interessantes Abenteuer, bei dem aber in kniffligen Momenten ­Steuerung und ­Kamera nerven können: Wenn Fe etwa durch die Luft gleitet, wendet er recht störrisch. Verliert Ihr dann die Übersicht, wo sich der nächste ansteuerbare Baumwipfel findet, plumpst Ihr schon mal runter und müsst erst wieder mühsam den Weg zurück finden. Zum Glück werdet Ihr aber beim Ableben meistens wieder einigermaßen nahe abgesetzt. Den möglichen Frust über Irrwege und die ­Frage, wo und wie man die nächste Aufgabe findet (und was es genau zu tun gibt), lindert die schicke Präsentation: Die traumhafte, ­etwas abstrakte Welt und ihre ­Wesen werden in einer Mischung von klaren, pastelligen Farben und viel Schatteneinsatz sehenswert inszeniert, auch wenn die Bildrate gelegentlich leicht wackelt. Dazu gesellt sich ein angenehm sphärischer Soundtrack, der in spannenden Stellen ordentlich ­anschwillt und die Dramatik ­unterstreicht.

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