
Meinung
Oliver Schultes meint: Als Spielejournalist und Shoot’em-Up-Fan lernt man recht schnell, mit frustigen Momenten zu leben. Was bei Forbidden Siren allerdings über die virtuelle Bühne geht, bringt selbst mich zur Weißglut: Feinde, die durch dicke Nebelschwaden sehen und mit einem Schuss töten können, Abschnitte, die sich nur mit Auswendiglernen meistern lassen und als Krönung Storyschleifen, welche ausschließlich durch krampfhaftes Suchen nach dem alternativen Levelende umgangen werden können. All dies nagt kräftig an der schaurigen Grundstimmung – ich hatte mehr Angst vor dem plötzlichen Bildschirmtod als vor den psychopathischen Zombie-Killern. Eine ähnlich packende Atmosphäre wie in Silent Hill dürft Ihr Euch ergo nicht erhoffen. Schade, denn Keiichiro Toyamas Schleich-Horror bietet neben der gelungenen, an ”Ring” erinnernden Präsentation mit der ‘Feindsicht’ ein innovatives wie gleichermaßen spannendes Feature. Letzteres sorgt so auch für ein neuartiges Spielerlebnis mit großem taktischen Einschlag. Bleibt nur zu hoffen, dass bei einem potenziellen zweiten Teil die Abstimmung besser klappt – die coole Idee hätte es nämlich verdient!
Thomas Stuchlik meint: Das innovative Spielsystem zog mich anfangs schnell in den Bann. Um unbeschadet durch die Szenarios zu kommen, müsst Ihr Eure Route genau planen und fürs richtige Timing sorgen. Der Blick durch die Gegneraugen sorgt dabei für eine beklemmende Atmosphäre. Leider erweist sich das Prinzip nach längerem Spielen als äußerst frustrierend. Denn die beste Strategie hilft wenig, wenn Euch ein kilometerweit entfernt stehender Scharfschützen-Zombie plötzlich zielgenau abknallt. Die hampelig wirkenden Nahkämpfe enden zudem meist in tumbem Gekloppe – Gegner zu überrumpeln, ist des Öfteren reine Glückssache. Ebenfalls negativ: Auf der Karte wird Eure Position nicht verzeichnet – die ‘nur’ überdurchschnittliche Akustik tut ihr Übriges.









Ich hab das PS2 Original nie gespielt.
Dafür dann aber Siren – Blood Curse auf der PS3. Weiß jetzt gar nicht genau, ob das ein direktes Remake war.
Das war auf jeden Fall im Episodenformat und hatte auch das “Geistersichtfeature”.
Hatte seine Schwächen, aber auch seine Momente und war ziemlich japanisch typischer abgefahrer Horror.
Glaube ich habe damals in der Demo Version gespielt, verliert dabei die Geduld. Forbidden Siren wird die Meinung auseinander gehen.
“Trotzdem noch eine 68?”
Eigentlich ist das Spiel ja ziemlich stimmungsvoll und wären die im Test genannten spielerischen Mängel nicht, wäre es wahrscheinlich ein (Horror) Klassiker.
Hab es selbst auch gespielt aber aufgrund der Mängel nie beendet.
Trotzdem noch eine 68?