Forced: Slightly Better Edition – im Test (PS4)

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Seit über zwei Jahren erfreuen sich PC-Spieler am als Studentenprojekt begonnenen Koop-Action-Titel, nun kommen auch Konsoleros in den Genuss. Spielerisch wie optisch erinnert Forced ein wenig an die Lara Croft-Abenteuer: Ihr seht das Geschehen aus isometrischer Perspektive im Diablo-Stil, schlachtet Gegnerhorden und knackt Kopfnüsse. Die 25 Levels sind zwar deutlich kleiner als bei Laras Abstechern, dafür aber wesentlich fordernder. So schwächt Ihr Gegner erst durch leichte Attacken, bevor Ihr mit Spezialangriffen richtig Schaden macht. Zudem könnt Ihr Euch meist nicht rein aufs Kämpfen konzentrieren, sondern müsst nebenbei Rätsel lösen. Zentraler Bestandteil der Knobeleien ist Euer ständiger Begleiter Balfus: eine redselige, schwebende, blaue Kugel, die Ihr per Tastendruck an Eure aktuelle Position ruft. Da einige Schalter und Objekte ausschließlich auf ihn reagieren, müsst Ihr Balfus ständig über Heil-Schreine fliegen oder durch Gegner-Brutstätten schmettern lassen. Alleine ist das alles machbar, kann aber schnell überfordern: Spielt Ihr mit bis zu drei Freunden (lokal oder online), offenbart sich Euch ein wunderbar anspruchsvolles, taktisches Abenteuer, bei dem Rollenverteilung, Absprache und Planung unerlässlich sind.

Apropos Rollen: Zwischen den Levels dürft Ihr jederzeit zwischen vier Charakteren wechseln – mal eignet sich der Fernkämpfer besser als der starke Nahkämpfer, mal ist der flinke Heiler gefragter als die Mischklasse. Pro Level erspielt Ihr bis zu drei Upgrade-Kristalle – die sind charakterübergreifend und lassen sich jederzeit neu verteilen.

Denis Kuckmann meint: Einige Spiele lassen mich zwar gemeinsam mit Freunden gegen KI-Schergen kämpfen, haben mit Kooperation aber nur wenig zu tun: hier mal einen Schalter drücken, dort mal den Kameraden wiederbeleben. Nicht so bei Forced, hier ist ständige Kommunikation essenziell. Vor allem wer die beiden optionalen Herausforderungen pro Level schaffen und sich weitere Upgrades sichern will, kommt um Absprache und Planung nicht herum. Spiele ich alleine, fehlt dieser Aspekt, und die Multi-Tasking-Schraube zieht spürbar an: Forced wird noch schwerer und macht mir deutlich weniger Spaß. Für die nur zweckmäßige Story entschädigt der charismatische, gut vertonte Begleiter die altbackene Technik fällt dank stimmigem Grafikstil nicht weiter ins Gewicht.

Fordernde Koop-Action mit viel Krawall und knackigen Rätseln.

Singleplayer9
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