Formel Eins 99 – im Klassik-Test (PS)

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Genreüblich bietet Formel 1 ’99 mit zwei unter­schied­lich realistischen Modi PS-Futter für Arcade- wie Simulations-Freaks. Beginnt Ihr ein “Schnelles Ren­nen”, so bleibt Euch einzig die Wahl des Wetters überlassen. Alle anderen Opti­onen, mit denen sich die Realitätsnähe justieren lässt, sind dem “Grand Prix”-Modus vorbehalten. Hier legt Ihr fest, ob Euer Wa­gen bei waghalsiger Fahr­weise Pirou­etten dreht oder Spoiler verliert, ob Ihr Treibstoff verbraucht, Reifen abnutzt oder mit defektem Motor liegen bleiben könnt.

Wie es sich für eine ordentliche Simulation gehört, fehlt auch das originale Flaggen- und Regelsystem nicht. Wählt Ihr die strengste Einstellung, wird jede Fahrlässigkeit umgehend mit einer Zeit­strafe geahndet, die Ihr in der Box ­abzusitzen habt. Leider haben die Ent­wickler nicht daran gedacht, die Dauer der Strafe auf die eingestellte Rundenan­zahl abzustimmen. Zehn Sekunden ­müsst Ihr in der Box warten, egal ob das Rennen nun drei oder zehn Runden lang ist. Solltet Ihr die ständigen Verwarnun­gen wegen Früh­starts oder überhöhtem Tempo in der Mecha­niker­gasse leid sein, stellt Ihr einfach Start- und Boxenhilfe ein. Die Lenk- und Brems­­unterstützung, die Anfängern sanft um jede Kurve hilft, dürft Ihr unabhängig vom gewählten Spielmodus zuschalten.

Gestaltet sich die Arcade-Variante aufgrund lahmer Konkurrenten und simpler Fahrphysik noch ziemlich einfach, steigen die Anforderung in den Grand-Prix-Rennen erheblich. Das liegt allerdings nicht am Realismusgrad, der selbst bei schwierigster Einstellung immer noch weit von einer ernsthaften Simulation entfernt ist. Nur selten dreht sich Euer Wagen in einer zu flott gefahrenen Kurve, aus dem Kiesbett kommt Ihr jederzeit heil heraus und das Rammen des Vorder­manns oder ein Ban­den-Crash enden nur selten mit dem Verl­ust von Spoiler bzw. Pneu.

Dafür haben es die Gegner in sich. Gewährt Ihr den Kon­kur­­renten den höchsten der vier Intelli­genz­­grade, lässt sich ein befriedigendes Ergebnis nur mit viel Übung und Geduld erreichen. Dennoch sind die CPU-gesteuerten Pilot­en nicht ohne Makel; wie in Wirklichkeit endet kein Rennen, ohne dass nicht einige Fahrer mit rauchendem Motor oder an der Bande klebend vorzeitig aufgeben. Dass dabei besonders häufig die unerfahrenen Piloten aus den technisch unterlegenen Rennställen wie Minardi oder Arrows dran glauben müssen, zeugt von der gelungenen Simulation der realen Vorbilder. Zu den Charakteristiken der Piloten gehört zudem eine individuelle Boxenstrategie. Auch Ihr dürft Euch vor dem Rennen für die Anzahl an Pit­stops und damit die Men­ge an gebunkertem Treibstoff entscheiden. Auf die Animati­on Eurer Boxen­crew wird aber im Ge­gen­satz zum Vor­gänger verzichtet: Wie von Geisterhand werden auf Euer Kom­man­do die Reifen gewechselt, der Tank gefüllt oder der Winkel eines Spoilers eingestellt.

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F197 Ist für mich bis heute das beste F1 Spiel
Gerade zu der Zeit da stimmte beinahe alles
Gerade die Kameraperspektiven waren bei den Nachfolgern nicht mehr so gut zu nah dran für mich