Formel Eins 99 – im Klassik-Test (PS)

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Die Königsklasse des Motor­sports ist immer für Überraschungen gut. Kaum glaubt man die Saison zur Halb­zeit entschieden, schon kommt alles anders als gedacht. Auch dieses Jahr hat sich wieder gezeigt, dass technische Domi­­nanz und fahrerische Genial­i­tät noch lange nicht den WM-Thron garantieren. Zufall, Glück und menschliche Schwä­chen machen das von Natur aus fade Kilo­meterfressen stets aufs Neue zum Spek­takel.

Nicht weniger spannend ist die alljähr­liche Frage, ob Psygnosis diesmal eine Formel-1-Simulation auf die Beine stellt, die halten kann, was im Vorfeld versprochen wurde. Wie ein roter Faden durchziehen Designmängel die prinzipiell gelungenen Titel der Formel 1-Reihe. Als Entschul­di­gung für grafische und technische Unzulänglichkeiten musste bislang immer der Zeitdruck herhalten, unter dem die Programmierer standen.

Auch an Formel 1 ’99 wurde mit Hoch­druck gearbeitet, um zum gewohnten Herbst­termin auf den Markt zu kommen. Doch schon die ersten Runden in den ­lizenzierten Boliden zerstreuen die Befürchtung, dass hier ein weiteres Mal mit zu heißer Nadel gestrickt wurde.

Auffälligste Neuerung bei Formel 1 ’99 ist die komplett überarbeitete Grafik in einer Auflösung von 512×256 Bild­punk­ten. Auf den hochglanzpolierten Renn­wägen spie­gelt sich die Um­gebung, Ecken und Kanten mussten den sanften Rundun­gen der Karosserie weichen. Trotz etlicher kleiner Details wie Glanz­effekten auf den Reifen, spritzendem Kies, wabernden Gum­mi­wölkchen und sprühender Funken, bleibt der Auf­bau der Umgebungsgrafik angenehm flüssig. Ruckeln und Pop-Ups, die bei den Vor­gän­gern den größten Unmut hervorriefen, gehören beinahe vollständig der Vergan­genheit an.

Wählt Ihr für die Hatz über den As­phalt aus den vier Blick­win­keln die Fah­rer­­per­spek­tive, entdeckt Ihr eine weitere langersehnte Neu­e­­rung. Endlich besitzt Euer Un­ter­satz funk­ti­onierende Sei­ten­spiegel, über die Ihr heranbrausende Kon­kur­ren­ten wahrnehmt. Fahrt Ihr allerdings in ­einer der beiden Außen­perspektiven, so kommt wieder der obligatorische und unhandliche Blick nach hinten zum Einsatz. Dank einblendbarer Karte habt Ihr aber auch ohne pausenloses Um­guck­en Eure Positi­on ständig im Auge.

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F197 Ist für mich bis heute das beste F1 Spiel
Gerade zu der Zeit da stimmte beinahe alles
Gerade die Kameraperspektiven waren bei den Nachfolgern nicht mehr so gut zu nah dran für mich