
Meinung
Ulrich Steppberger meint: Wenn Sonys Plan ist, mit Iron Man VR viele neue Fans für die VR-Brille zu gewinnen, dürfte der nur bedingt aufgehen. Spielerisch machen die Einsätze als Tony Starks Superhelden-Alter-Ego ordentlich Laune, wenn auch die geringe Abwechslung bei den Gegnern schnell offensichtlich wird. Zudem gibt es hier und da interessante Ideen zu entdecken, doch die Action-Einlagen dominieren eindeutig das Geschehen. Der optische Eindruck ist insgesamt gut, sieht man von einigen lieblosen Szenarien (hallo, Schanghai!) ab, und die Sprecher bringen die Story gelungen rüber. Der größte Reibungspunkt ist aber die Steuerung mit den Move-Controllern: Um sich mit der einigermaßen anzufreunden, braucht es lange, und selbst dann habe ich im Eifer des Gefechts immer noch öfters die falsche Aktion ausgelöst – schade, dass sich das nicht intuitiver lösen ließ.









@RYU
Gab ja ein Patch, der u.a. die Ladezeiten verkürzt.
Den Patch inkl. Inhaltsangabe, als Ergänzung des Tests, wäre nicht schlecht gewesen.
Ja, die Move Controller sind nicht der Hit. Generell für das Tracking hätte Sony auf eine andere Technik setzten sollen. Schon mit der PS3, waren die nicht toll.
Sony wollte wohl Entwicklungskosten sparen und hat auf alte Technik zurückgegriffen. Die Polster sehen z.B. genauso aus, wie bei ihrer Videobrille HMZ-T3.
Vorhin Borderlands mit AIM-Controller zocken wollen, aber da der AIM-Controller ständig am driften war, wieder beendet.
Das nervt.
Die Einführung scheint wirklich gut zu sein, die Optik für ein VR-Game ebenfalls, Sound gefällt und selbst die Sprecher kenn ich von woanders und treiben die Story vorran. Aber ohne es gespielt zu haben (nur Videos geschaut), denke ich ist das größte Problem für mich das Movement.
Auch wenn die Move-Controller sicher gut funktionieren, sind sie für mich, wie immer, genau der Knackpunkt in einem VR-Spiel. Wenn man seine Hände auch nach unten halten soll, wenn man nach oben fliegen will. Genau sowas will man ja um wie der Held in der Welt zu fliegen. Und ich denke jeder der die Dinger noch im Schrank hat kann schon irgendwie froh sein sie nochmal so intuitiv zu benutzen. Aber ich will einen VR-Controller auch loslassen können und auch nicht für alles einen Knopf bedienen müssen.
Direkt zum Beginn des Spiels; “Strecke deine Hände flach aus, um zu beginnen”, sagt eigentlich schon alles aus um die Immersion kaputt zu machen. Selbst auf dem Bildschirm werden flach nach vorne ausgerichtete Hände angezeigt. Was macht man selbst? Die Move-Controller halten, um gleich noch ‘nen Knopf zu drücken. VR kann doch soviel mehr, als weiterhin “das Gefühl des Pads” zu vermitteln.
Sony hat sich IMO hier keinen Gefallen getan immer noch keine vernünftigen VR-Controller anzubieten. Gerade bei einem Spiel wo man soviel direkt mit den Händen macht, und halt ein Iron Man im Heldenleben nicht für alles einen Knopf drücken braucht, hätte man das Gefühl mit VR Controller wie der Valve Index hier sicher besser transportieren können. Wer will hier nicht einfach die Handfläche wie Tony nach vorne halten um einen Schuß wie Iron Man abzufeuern? Nein, hier hält man sie wieder fest im Griff, diese Samba de Amigo-Controller, und drückt ‘nen Button.
Allein die Fortbewegung am Boden via Teleportation ist zumindest für mich ein No-Go. Ich hab halt >keinen< flauen Magen, schalte alle "Verschlimmbesserungen" ab und kann in VR Stunden verbringen. Es wäre nett gewesen dies optional anzubieten.
In den Lüften sieht es hier wieder viel besser aus! Man benötigt generell nicht einmal diese 45 Grad-Winkel bei den Einstellungen, da man sich hier komplett 360 Grad (flüssig) drehen kann (vorrausgesetzt man steht oder sitzt auf einem Drehstuhl) und kann zumindest die Vignettierung ausstellen. Fliegt man, scheints hier ein besseres Erlebnis als ein Panzer Dragoon zu sein.
Allein wegen den langen Ladezeiten hätten sie es schon direkt als PS5-Launch bringen sollen.^^ Aber ist wohl dennoch ein ordentliches Game geworden. Denke im allgemeinen ist die Wertung vertretbar.