James Bond 007: Alles oder Nichts – im Klassik-Test (PS2 / GC)

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Meinung

Thorsten Küchler meint: Zwar kein Nichts, aber auch kein Alleskönner: So sehr sich Mister Bond auch ins Zeug legt, seinem neuesten Konsolen-Auftritt fehlt’s einfach am nötigen Feinschliff. Einerseits erstickt die schiere Anzahl der unterschiedlichen Missionsarten jede Langweile im Keim, andererseits wirkt kein Spielelement wirklich rund. Während etwa die Baller-Einlagen an einer verwirrenden Kamera kranken, tendieren Auto- wie Helikopter-Passagen zum Frust – wer den Weg nicht auswendig kennt, steht zumeist auf verlorenem Posten. Die Schleichereien geben sich schließlich wie ­eine Light-Variante von Splinter Cell und machen nur selten spielerischen Sinn. Dass Electronic Arts’ Lizenz-Fabrikat dennoch gehobene ­Un­terhaltung garantiert, liegt vornehmlich an der herrlichen Atmosphäre: Spektakuläre Zwischensequenzen, charismatische Charaktere und gewitzte Auftragsziele verdienen sich das Prädikat ‘Kinofilm zum Mitspielen’. Schade allerdings, dass der Online-Modus komplett ­ge­strichen wurde und die exzellenten Originalsprecher in der deutschen Version fehlen. Deshalb mein Fazit: Fans des England-Agenten sowie Action-Freunde greifen zu, der Rest spielt vorher Probe.

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