Just Cause 4 – im Test (PS4 / Xbox One)

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Nachdem Just Cause 3 nicht ganz überzeugen konnte, gelobt Teil 4 Besserung. Wir schlüpfen erneut in die Haut von Ober-Chaot Rico ­Rodriguez und sagen der ­Militärorganisation ”Schwarze Hand” unter der Führung der unberechenbaren ­Gabriela Morales den Kampf an. Da Rico seit jeher auf Krawall gebürstet ist und zudem die Spuren seines Vaters direkt zu eben jener ­Organisation führen, zögern wir nicht lange und sorgen auf der riesigen Karte für ein bisschen ­Action. Begleitet vom dünnen roten Faden der Story verschlägt es uns in schneebedeckte Berge, saftig grüne Graslandschaften, karge Wüstenareale und dicht bewachsene ­Regenwälder, die von der überarbeiteten ­Avalanche Apex-Engine ­befeuert ­werden. Diese sorgt zwar mit tollen Lichteffekten, eindrucksvollen Explosionen und ­imposanten ­Wetterwechseln für eine ordentliche Portion Open-World-­Atmosphäre, der Rest enttäuscht hingegen mit altbackener Grafik und hölzernen ­Animationen. Immerhin garantieren die Tornados, Sandstürme und Blizzards nicht nur optisch, sondern auch spielmechanisch staunende Blicke. Während die Naturgewalten meist gescriptet durch die Landschaft fegen und alles zerstören, was ihnen in die Quere kommt, darf Rico interaktiv mitmischen. Windkanonen zu zerstören, mit der die ”Schwarze Hand” Wirbelstürme & Co. beeinflusst, steht dabei ebenso auf unserem Plan wie das ­Surfen auf dem Zyklon.

Möglich macht das wieder der multifunktionale Greifhaken, der sich wie schon in Just Cause 3 als abgefahrenes Spielzeug entpuppt. Neben der Option, alle möglichen und unmöglichen Dinge via Kabel aneinanderzubinden oder zu zerlegen, dürfen wir nun auch explosive Geschosse oder Ballone mit extremer Tragkraft damit verschießen. Je mehr Unfug wir anstellen, desto weiter füllt sich der Chaos-Balken, mit dessen Hilfe wir Rebellentruppen rekrutieren, die via Verlegung im Kartenreiter für ein feindfreies Gebiet und Nachschublieferungen sorgen. So bleibt ausreichend Zeit, um sich den seichten, aber kurzweiligen Haupt- und repetitiven Nebenmissionen zu widmen, das spaßige Waffenarsenal ­inklusive Sekundärfunktionen zu testen oder zahllose Herausforderungen zu meistern. Nach und nach sammeln wir so neue Fahrzeuge, Knarren und Modifikatoren, die den Greifhaken beispielsweise mit Wasserstoff-Ballonen oder Ferndistanz-Schubkanonen ausstatten. Da die Just Cause-Reihe für abgedrehte Sandbox-Action steht, nutzen wir zudem mit Freude den Wingsuit-Fallschirm, der Rico in Kombination mit dem Greifhaken zu einem Akrobaten der Lüfte werden lässt. Dank überarbeiteter Steuerung gelingen uns so spektakuläre Manöver, die Batman wie einen Windbeutel aussehen lassen. Vom Boden aus katapultieren wir uns direkt in eine Sturmböe, schreddern aus der Luft eine ­unschuldige Brücke, gleiten hinab zur nächsten Feindbasis, räumen dort auf und funktionieren dank Greifhaken einen Panzer mit ­Ballonen und Schubdüsen zur fliegenden Festung um. Warum? Just (be)cause eben.

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5 Kommentatoren
CaptainFuture01MaverickChrisKongdaMattRudi Ratlos Letzte Kommentartoren
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CaptainFuture01
I, MANIAC
Anfänger (Level 2)
CaptainFuture01

Teil 2 fürn 5er gekauft und auf ne echte Perle und GTA-Alternative gestoßen.Teil 3 war bombastischer,cinematischer und chaotischer und Teil 4 wirft jetzt das Basen erobern raus und legt ein bischen mehr Wert auf ein runderes Gameplay,ich liebe diese Spielereihe und ich will auch gar nix moderneres,anderes oder sonstwas vermurkstes…..was dabei rauskommt,sieht man ja bei diversen Spieleserien…..

Greetz

Cap

Maverick
I, MANIAC
Maniac (Mark III)
Maverick

Hab bei teil 3 durch ps plus mal reingeschaut.
War für mich genauso wie mad max ein totaler rohrkrepierer.
Selten so einen käse gespielt.

ChrisKong
I, MANIAC
Epic MAN!AC
ChrisKong

Nun ja, mit dem Wingsuit kam in Teil 3 halt noch mal ein cooles und sinnvolles neues Gadget.

Nicht so cool wie die Ladezeiten, welche der Hauptgrund für mich war, die Finger vom Spiel zu lassen. Schade, Teil 2 machte so viel Spass. Aber irgendwann hat man sich daran satt gespielt. Ich glaube nicht, dass Teil 3 oder 4 die interessanteren Missionen bieten.

daMatt
I, MANIAC
Profi (Level 1)
daMatt

Nun ja, mit dem Wingsuit kam in Teil 3 halt noch mal ein cooles und sinnvolles neues Gadget. Wogegen sich Teil 4 einfach nur nach “more of the same” anfühlt und nix interessantes neues mit einbringt. Das extreme Wetter hatte nie wirklich auch nur einen Hauch von Einfluss auf das Gameplay – außer in einer Hand voll, weniger Story Missionen – als uns die PR im Vorfeld weiß machen wollte.

Auch hat mir die reine Zerstörung und die Open-World Elemente in JC3 persönlich viel mehr Spaß gemacht.

Rudi Ratlos
I, MANIAC
Maniac (Mark III)
Rudi Ratlos

Auch eine Serie, die von Teil zu Teil egaler wird. Bin überhaupt überrascht, dass es jetzt schon vier Teile gibt, eigentlich war nach Teil 2 schon alles gesagt.

daMatt
I, MANIAC
Profi (Level 1)
daMatt

Im direkten Vergleich zwischen Teil 3 und 4 würde ich Teil 3 vorziehen.
Beide Spiele machen für sich absolut Spaß. Aber wer dachte, dass Collectible Zeugs sei in JC3 sei schon übertrieben, der hat Teil 4 mit den unzähligen, nutzlosen “Challenges” (die alles andere als Herausfordernd sind” nicht gespielt.