Kalimba – im Test (XOne)

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Dreiecke sind Trumpf bei Kalimba, setzen sich doch alle Landschaften und Charaktere der abstrakt-originellen 2D-Welt nur aus ihnen zusammen – das steht dem Abenteuer gut zu Gesicht und gaukelt trügerische Leichtigkeit vor.

Dass dem nicht so ist, stellt Ihr aber schnell fest: Ihr führt in jedem Level zwei blockige, unterschiedlich gefärbte Totemteile durch die hindernisreichen Umgebungen und müsst stets beide im Auge behalten – denn sie bewegen sich gleichzeitig. Wenn also z.B. eins davon hüpfen soll, springt auch das andere automatisch.

Bereits dieser Zusammenhang sorgt dafür, dass Ihr besser -doppelt aufpasst – aber die Entwickler fügen kontinuierlich Gemeinheiten hinzu: -Bunte -Energiefelder lassen nur das farblich korrespondierende Totem durch, während das andere sofort verbrutzelt wird – zum Glück könnt Ihr deren Positionen auf Knopfdruck tauschen. Später folgen zahlreiche andere Fähigkeiten, die zeitweise aktiviert werden: Magische Siegel lassen ein Totem wachsen, drehen für einen Klotz die Schwerkraft um oder verleihen ihm Flügel. Auch die Umgebung wird kniffliger: Zerbröselnde Plattformen oder vereiste Rutschflächen sind nur ein Bruchteil der Gefahren.

Kalimba wird schnell fordernd, aber nie unfair: Neue Elemente werden nach und nach eingeführt und es piesacken Euch immer nur eine Handvoll auf einmal. Und auch wenn es oft vorkommt, dass Ihr die Lösung zu einer kniffligen Situation nur nach mehrfachem Ableben entdeckt, bleibt der Frust gering – viele Checkpoints minimieren die Laufwege und beim nächsten Mal winkt eine bessere Punktezahl. Wer die Levels nicht einfach nur abfrühstückt, findet zudem neun optionale Herausforderungskammern, die mit -Miniaufgaben locken und dann auch direkt anwählbar sind.

Die Solo-Levels spielen sich ausgesprochen launig, aber es gibt auch die bei so einem Spielkonzept naheliegende Couch–Koop-Kampagne. Für diese solltet Ihr Euch jemanden suchen, mit dem Ihr Euch wirklich gut versteht, denn ohne sehr gute -Absprache gibt es schnell Zoff: Ihr steuert jeweils zwei -Totems, was die Rätsel- und Geschicklichkeitseinlagen nochmals deutlich komplexer macht. Leider wurde in diesem Modus an Umfang gespart und auch auf einen Bossfight -verzichtet.

Ulrich Steppberger meint: Die Klotzkerle von Kalimba und ihre kniffligen Einsätze haben mich rundum überzeugt: Hinter der etwas eigentümlichen Grafik steckt ein feines Abenteuer, das gleichermaßen Grips wie Geschick fordert und es meisterlich versteht, Frustmomente durch großzügig gesetzte Checkpoints zu entschärfen. Der schnörkellose wie charmante visuelle Stil und eine kluge Kameraführung wie auch die punktgenaue Steuerung unterstützen Euch zusätzlich. Gerade wer das thematisch recht ähnliche ibb &amp obb auf der PS3 kennen sollte, der weiß, wie schwer es ist, all das unter einen Hut zu bekommen. Die stetig neuen Elemente und Situationen halten bis zum Finale bei der Stange und danach ist die Motivation hoch, die eigene Leistung zu optimieren. Das klappt nur mit viel Übung und tröstet darüber hinweg, dass man die 24 Solo-Levels relativ flott absolviert hat.

Kenneth Burgess meint: Was haben Ulrich und ich zusammen gelacht und geweint bei diesem Spiel – so toll kann Koop sein! Klar, man muss grübeln und sich absprechen, wann wer mit welchem Totem wohin hüpft, aber es macht Spaß! Und wenn der Eifer mit einem goldenen Totem belohnt wird? Umso besser. Auch der Solo-Modus überzeugt mit abwechslungsreichen Rätseln, die sowohl Kopf als auch Geschicklichkeit auf die Probe stellen. Tolle Optik und pfiffige Bossfights komplettieren das Paket – leider fehlen Endkämpfe in der Koop-Kampagne. Nach und nach gesellen sich mehr Elemente zu den Rätseln, die oft auch Umdenken und Kreativität erfordern. Auch die versteckten Herausforderungen sind nett, vor allem wenn Hoebear (Euer Wegweiser durchs Spiel) unterhaltsame Kommentare zum Besten gibt.

Tolle Knobel-Hüpferei mit fordernden Levels und witziger Optik.

Singleplayer9
Multiplayer
Grafik
Sound
kevboard
I, MANIAC
kevboard

nice, klingt doch toll 🙂

Max Snake
I, MANIAC
Max Snake

Werde ich holen.