Kingdom Hearts II – im Klassik-Test (PS2)

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Meinung

Robert Bannert meint: Längst nicht jeder wird diese eigenwillige Genre-Mischung lieben – aber der Faszination von sterbensschönen Figuren und einer herzerwärmenden Geschichte kann sich selbst der größte Niedlich-Verweigerer schwer entziehen. Verzichtbar sind dagegen die Design- und Kontroll-Schnitzer, die sich Square-Enix einmal mehr geleistet hat: Dank deutlich verbesserter Feindauswahl gehen Euch die Kämpfe leichter von der Hand. Jedoch: Wirklich spaßig ist die unausgegorene Kombi aus Action-Chaos und größtenteils überflüssigem Rollenspielballast noch immer nicht. Ähnlich verhält es sich mit den Szenarien: Durch die Straßen von Agrabah oder Port Royal zu schlendern – das bringt besonders Freunden der Vorlage eine Menge Spaß, aber mit dem rudimentären Leveldesign geben sich höchstens ganz junge Abenteurer zufrieden. Square-Enix und Disney liefern also einmal mehr ein toll aufgemachtes, aber viel zu geradliniges Alibi-Abenteuer ab, das letztlich nicht mehr bietet als Zwischensquenzen in rauen Mengen, knuffige Charaktere und so penetrant viele ­Kämpfe, dass selbst der Zufallsbegegnungs-gestählte Final Fantasy-Profi die Lust verliert.

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Rudi Ratlos
23. Januar 2024 22:39

Puh, ganz schön harte Wertung. Fand es damals ziemlich klasse, aber ab dem zweiten Teil nahm der Schwurbel-Anteil schon zu. Da konnte wahrscheinlich auch noch keiner ahnen, welche irren Auswüchse die Handlung noch annehmen sollte…

KVmilbe
23. Januar 2024 16:07

Für mich nen grandioses Game und eine schöne Erinnerung an eine simplere Zeit 😄