Kingdom Hearts II – im Klassik-Test (PS2)

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Der Versuch des Final Fantasy-Entwicklers, die Anime-Helden aus seiner erfolgreichsten Serie ­homogen in die Kino-Kosmen von Entertainment-Multi Disney zu importieren, ist nach wie vor umstritten. Trotz aller Kritik am süßlich-­klischeehaften Look gelingt dies so ­erfolgreich, dass Square-Enix und ­Dis­ney jetzt mit einer vorbildlich lokalisierten Kingdom Hearts-Fortsetzung nachlegen. Nach wie vor zeichnet für den possierlichen bis ­quirligen Action/Rollenspiel-Hybriden kein Geringerer verantwortlich als Tetsuya Nomura – der Designer-Vater von populären Final Fantasy-Frontmännern wie Cloud, Squall und Tidus. Entsprechend begegnen Euch in den über kosmische Arcade-Shooter-Straßen verbundenen Welten nicht nur Disney-Charaktere, sondern außerdem Nomuras bekannteste Helden: So steht Euch eine kunterbunte Mischung aus Final Fantasy 7 & 8-Truppen zur Seite – darunter sogar das im siebten Teil verblichene Blumenmädel Aeris Gainsborough.

Diesen Rollenspiel-Berühmtheiten nicht eben unähnlich, aber ein paar Jährchen jünger ist Held Zora: Anders als in Teil 1 begleitet Ihr das schlak­sige Kerlchen mit den übergroßen Tretern aber nicht von Anfang an – vielmehr startet Ihr in der Rolle des mysteriösen Roxas durch und erkundet zusammen mit seinen kindlichen Kumpels (die Euch im Kampf leider nicht beistehen) die zwielichtige Twilight City. Hier kommt nicht nur die Story in Gang, außerdem habt Ihr reichlich Zeit, Euch in die Steuerung einzuarbeiten. Weil dieses luxuriöse ‘Tutorial’ aber keinen Grundkurs in Sachen ‘Menü-Umgang’ beinhaltet, stehen Euch später nicht selten (wie Eurem alter Ego) die Haare zu Berge. Was Dreikäsehoch Roxas mit Zora zu schaffen hat, wie die mysteriöse ­‘Organisation XIII’ ins Bild passt und warum es die Herzlosen einmal mehr geschafft haben, die Disneyworld-­Königreiche zu überrennen – das findet mal schön selber raus!

Das ausführliche Einführungskapitel beweist: Einmal mehr hat man sich darum bemüht, insbesondere jüngere Zocker-Semester behutsam an Steuerung und Regelmechanismen des Rollenspiel-inspirierten Echtzeit-Gewusels heranzuführen. Schade ­allerdings, dass Square-Enix ins­besondere Letztere bei diesen ‘Schulstunden’ etwas vernachlässigt hat: So verwendet man zwar viel ­Energie darauf, Euch Steuerungsfinessen wie Sprung, Angriff und besondere ­Button-Kombinationen einzupauken – aber die Fülle an Spezialfertigkeiten, Verwandlungsformen, Sonderwaffen und Zaubern, die Eurem Comic-haften Trio anschließend zu Gebote stehen, kann der Spaziergang durch Twilight City nicht vermitteln.

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Rudi Ratlos
I, MANIAC
Rudi Ratlos

Puh, ganz schön harte Wertung. Fand es damals ziemlich klasse, aber ab dem zweiten Teil nahm der Schwurbel-Anteil schon zu. Da konnte wahrscheinlich auch noch keiner ahnen, welche irren Auswüchse die Handlung noch annehmen sollte…

KVmilbe
I, MANIAC
KVmilbe

Für mich nen grandioses Game und eine schöne Erinnerung an eine simplere Zeit 😄