Kingdom: New Lands – im Test (XOne)

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Auf den ersten Blick sieht Kingdom: New Lands wie ein beliebiges Sidescroll-Abenteuer Marke ”Hauptsache Retro-Look” aus, doch verkehrter könnte der Eindruck nicht sein. Hinter der etwas grobschlächtig anmutenden, aber stil- und stimmungsvollen Pixelkulisse steckt vielmehr eine Aufbausimulation, in der Ihr mit einfachen Mitteln Euer Fantasy-Reich erweitert und (hoffentlich) vor Attacken mystischer Kreaturen sicher macht. Euer Alter Ego sitzt hoch zu Ross, reitet nach links und rechts, sammelt Kapital ein und gibt Aufträge – mehr direkten Einfluss habt Ihr nicht. In Camps gewinnt Ihr neue Untertanen, teilt ihnen durch die Erstellung von Hammer (Handwerker), Bogen (Jäger) und Sense (Landwirt) Aufgabenbereiche zu, damit etwa neue Gebäude und Schutzwälle entstehen und frische Einnahmequellen erschlossen werden. All das erledigt Ihr mit nur einem Knopf, doch ohne kluge Planung sehr Ihr schnell alt aus: Wer etwa zu früh alles Geld in Steine steckt, dem geht ziemlich sicher das Geld und damit die Möglichkeit zum weiteren Agieren aus. Besonders fatal wird das, wenn die Tage vergehen und nächtens feindselige Wesen aus einem Portal strömen und Eure Siedlung angreifen. Mittelfristig ist Euer Ziel, die Siedlung zu schützen und ein Bootswrack zu reparieren, damit die Fahrt weitergeht zur nächsten, größeren Insel mit mehr Möglichkeiten. Leicht fällt das nicht, denn Kingdom erklärt wenig, weshalb Ihr neue Erkenntnisse nur durch Ausprobieren und Beobachten gewinnt. Und verliert Ihr Eure Krone an die Feinde, muss jedes Mal wieder die erste Insel besiedelt werden, erst danach stehen andere erschlossene Gebiete offen.

Ulrich Steppberger meint: Kingdom gefällt mir ausgesprochen gut, denn obwohl viel taktische Tiefe drin steckt, ist die Bedienung unkompliziert. Und wenn Ihr die Logik der spielinternen Vorgänge begriffen habt (was einige Fehltritte und Sackgassen auf dem Weg dahin beinhaltet), ist es eine Freude, die eigenen Pläne reifen zu sehen – zumal die etwas grobschlächtige Pixel-Kulisse jede Menge Charme ausstrahlt. Nur ein Aspekt dämpft mein Wohlwollen dezent: Kingdom ist ganz schön zeitaufwendig und nicht leicht – statt immer wieder die erste Insel überstehen zu müssen, wären ”richtige” Spielstände einfach angenehmer gewesen.

Trügerisch simpel wirkende, aber fordernde, taktische Aufbau-Simulation im Retro-2D-Sidescroller-Gewand.

Singleplayer77
Multiplayer
Grafik
Sound