Legaia 2: Duel Saga – im Klassik-Test (PS2)

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Zum Ende der PSone-Hochzeit brachte Sony mit Legend of Legaia in PAL-Gefilden einen Genre-Vertreter auf den Markt, der weniger wegen seiner schwachen Inszenierung als vielmehr durch ein untypisches, Beat’em-Up-ähnliches Kampfsystem aus der Masse vergleichbarer Titel herausstach. Kommerzieller Erfolg war dem Epos nicht beschieden, bei altgedienten RPG-Fans steht das Werk von Wild Arms-Produzent Takahiro Kaneko aber noch heute hoch im Kurs. Gut zwei Jahre später schlägt der PS2-Nachfolger spielerisch in die gleiche Kerbe.

Wie schon beim 32-Bit-Erstling gerät auch bei Legaia 2: Duel Saga die Rahmenhandlung zur Nebensache: Die Otto-Normal-Bevölkerung des namensgebenden Fantasy-Reichs sieht sich dem Untergang geweiht. Denn die geheimnisvollen ‘Mystics’ – eine privilegierte Rasse, welche über ‘Origin’-genannte Zauberdämonen gebietet – planen die Unterwerfung der gewöhnlichen Men­schen. Und so zieht der ‘gute’ Mystic Lang mit einer Gruppe Gleichgesinnter aus, das Treiben der bösen Brüder zu stoppen. Der Spielablauf selbst gestaltet sich ähnlich traditionell wie die Story: Von der obligatorischen Weltkarte aus zieht Eure Party durch Polygon-Städte und -Dungeons, knackt versteckte Schatzkisten und stattet sich gegen klingende Münze mit frischer Bewaffnung aus. Die Dämonenkumpane der Helden leisten dabei gute Dienste: Auf Tastendruck schlägt etwa Langs Feuer-Origin hinderliche Felsbrocken zu Klump, das Beschwö­r­ungs­biest von Heilerin Ma­ya lässt zarte Pflänzlein binnen Sekunden wachsen – über mächtige Rankenleitern erreicht Ihr so auch höhergelegene Plateaus.

Trotz dezentem Rätseleinschlag liegt der Schwerpunkt des zweiten Legaia eindeutig auf Kampf-Action: Nach klassischem Zufallsprinzip fallen die zahllosen Monstrositäten über Euch her, in der Arena geht’s an­schließend strikt rundenbasiert zur Sache. Wie im Vorgänger stellt Ihr physische Angriffe aus den vier Schlag­regionen oben, unten, links und rechts zusammen. Anfänglich dürft Ihr lediglich drei Klopprichtungen aneinander reihen, mit steigender Erfahrung erhalten die Recken aber immer mehr dieser Prügelslots. Flei­ßiges Kombinieren ist dabei der Schlüs­sel zum Sieg. Nur so entdeckt Ihr die besonders mächtigen ‘Art’-Manöver, ohne die Ihr gegen spätere Gegner keine Chance habt. Zusätzliche Taktikwürze erhält das Epos durch reichhaltige Modifi­kations­mög­lich­kei­­ten: Aus diversen Lebensmitteln kocht Ihr temporär statusverändernde Spei­sen oder peppt alte Klingen durch gefundene Mineralien auf.

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Rudi Ratlos
4. August 2021 10:36

Das war überraschend unterhaltsam, bis auf die optionale Arena müsste ich da damals sogar alles gemacht haben.

belborn
3. August 2021 17:44

Obwohl ich den Vorgänger sehr gemocht hatte,hab ich Legaia 2 komplett ausfallen lassen.Waren die durchwachsenen Tests die mich abgeschreckt hatten.