Midnight Club II – im Klassik-Test (PS2)

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Meinung

Ulrich Steppberger meint: Die lange Entwicklungszeit hat sich gelohnt, Midnight Club 2 übertrumpft den tristen Vorgänger deutlich. Besonders optisch sieht die ­Raserei nun schicker aus: Bis auf seltene Bildrateneinbrüche bei besonders viel Verkehr geht’s ebenso flüssig wie flott ab. Abwechslungsreiche Texturen und Städtekonstruktionen sowie ansehnliche Lichteffekte wiegen die etwas faden Fahrzeugmodelle leicht wieder auf – allerdings ­wirken die Szenarien trotzdem etwas grobschlächtig. Weniger gelungen geriet die Soundkulisse, den guten Surroundeffekten steht eine arg progressive Musikzusammenstellung gegenüber. Die ausgesprochen arcade­lastige Fahrzeugkontrolle erlaubt ungehemmten Raserspaß, der aber von anderen Faktoren wieder gebremst wird. Besonders beim Schwierigkeitsgrad hat es Rockstar San Diego übertrieben: Schon in der ersten Stadt häufen sich die Frustmomente, ­zumal Ihr ohnehin oft mehrere Anläufe braucht, um überhaupt die beste Route zu finden – weniger Härte hätte hier viel bewirkt. Wer sich aber daran festbeißen will, ­bekommt ­einen ­gelungenen Vollgastitel, bei dem es viel zu entdecken und freizuspielen gibt.

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