Monster Hunter Rise – im Test (Switch)

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Möglich macht das eine ­zentrale Neuerung: der Seilkäfer. Zwei Exemplare des kleinen Krabblers habt Ihr stets dabei, einen temporären dritten könnt Ihr in den jeweiligen Jagdmissionen auflesen. Der Einsatz des Seilkäfers ist so spaßig wie physikalisch haarsträubend: Per ­Schultertaste aktiviert Ihr die Zielfunktion und schickt auf Knopfdruck den Käfer los. Der hinterlässt einen stahlharten Seidenfaden, an dem Ihr Euch horizontal oder vertikal durch die Levels schwingt. Das macht nicht nur Spaß, es erweitert Euren Bewegungsspielraum auch kolossal. Selbst wenn die neue Mechanik serientypisch zunächst nicht ganz einfach von der Hand geht, mit etwas Übung wird der Seilkäfer zu einem unverzichtbaren Helfer. Auch im Kampf kommt ihm eine wichtige Rolle zu: Mit seiner Hilfe könnt Ihr Monster nun zeitweise bewegungsunfähig machen und sogar zureiten. Hier baut Monster Hunter Rise auf den im Vorgänger etablierten Revierkämpfen auf. Treffen sich zwei oder gar mehr große Monster, gehen die sich gegenseitig an die Gurgel – und geht eines zu Boden, ist Eure Stunde gekommen: Ihr springt auf den Rücken, nutzt die Käfer-Fäden als Zügel und habt nun selbst für einen Moment die Kontrolle über Zähne, Klauen und Zacken der mächtigen Kreaturen.

Mehr als 30 große Monster bietet Monster Hunter Rise in seiner jetzigen Form, Abwechslung wird dabei großgeschrieben. Natürlich sind einige alte Bekannte dabei: Den schlammigen Barroth, den giftigen Pukei Pukei oder den Eierdieb Kulu Ya Ku habt Ihr schon früher gejagt. Aber dazu kommen etliche neue Kreaturen, die oft von mythologischen Yokai-Kreaturen inspiriert sind: Der Izushi erinnert mit seinem Sichelschweif an die Kamaitachi-Wiesel, während der amphibische Tetranodon vom grünen Kappa inspiriert ist und der elegante Bishaten Züge des Tengu in sich trägt.

Mit neun neuen dicken Brocken steht Monster Hunter Rise ordentlich da und es ist eine wahre Freude, diese fantastischen Krea­turen in Aktion zu erleben. Ihre Moves und Verhaltensmuster sind komplex und fordern Euch den ganzen Kampf hindurch. Vor allem sind es aber die Bewegungen, die begeistern, die Animationen wirken natürlich und fließend – ­Capcoms Künstler haben es seit dem Seriendebüt zu einer wahren Monster-Meisterschaft gebracht. Wenn Ihr das erste Mal den mächtigen Rathalos oder den Magnamalo, das Monster-Aushängeschild des neuen Teils, in Aktion erlebt, reibt Ihr Euch staunend die Augen.

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bupple
30. Juni 2021 10:22

Moin,

das Spiel ist richtig gut – keine Frage. 400 Stunden etwa habe ich versenkt. Leider wird es auch dabei bleiben, obwohl ich in Monster Hunter World 2500 Stunden versenkt habe. Warum ist das so? Für mich war ein zentrales Element der Langzeitmotivation das Zusammenspiel in der Jagdgruppe und das ausfüllen der Gildenkarte – sprich alles auf 999.

Das Zusammenspiel auf der Switch ist ein Krampf. Das Cap der Gildenkarte haben sie auf 9999 gesetzt – unfassbar. Irgendwie ist mir die Motivation direkt flöten gegangen…

Gruß,
bupple

Fuffelpups
29. Juni 2021 14:19

Monster Hunter 4U lief auf dem NN3DS mit nahezu 60 FPS. Es war nicht perfekt, aber besser die unstabilen 30 FPS mit dem N3DS. Wenn die Switch Pro kommt, dann spätestens mit der Ultimate Erweiterung wird das Spiel die neue Hardware komplett nutzen.

Capcom hat mit biegen und brechen Monster Hunter Rise in drei Parts aufteilen müssen, damit es noch vor dem FY 2020 veröffentlicht werden konnte. Je nachdem wie gut das Team aktuell die Arbeiten an der Erweiterung aufnehmen konnte, macht es eventuell Sinn erst mit der Erweiterung ein größeres Update für die neue Hardware zu veröffentlichen.

Die bessere CPU sollte einigen Spielen direkt einen kleinen Boost geben. Monster Hunter Rise hat leider ein 30 FPS cap. Es braucht ein Update speziell für die neue Hardware, damit es drastische Änderungen gibt.

T3qUiLLa
29. Juni 2021 9:38

komme mit den 30 fps wunderbar klar. kenne monsterhunter nicht anders…es sei denn man spielt world auf der ps5 oder xsx. und unterstützt wird das auch nicht. ist nur der abwärskompatibelmodus, ein richtiges update wird es für die next gen konsolen eher anhand eines vollkommen neuen teils kommen.
warte noch ein, zwei jahre dann kommt world 2 oder so. solang geb ich mich mit dem grandiosen rise zufrieden. ist in meinen augen auch besser als world, da wenige komplex, was für viele ja sehr ansprechend ist. die entschlackung wirkt für den handheld wunder und motiviert ins unendliche.

28. Juni 2021 23:30

hoffe der Switch Pro wird dies in 60fps zum Laufen bringen (aber wird Nintendo bzw. 3rd Hersteller so “Upgrades” für den Switch Pro auch unterstützen, wie bei Xbox SX & PS5?.., falls der Switch Pro wirklich demnächst kommt.., und genug Power hat MWR in 60fps zu darstellen)