Neon Inferno – im Test (Xbox Series X)

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2021
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New York City ist 2055 fest im Griff organisierter Kriminalität und korrupter Polizisten. Zwei Auftragskiller, Angelo und Mariana, sollen im Dienste der Mafia für Ordnung sorgen, indem sie den Sündenpfuhl von kriminellen Elementen befreien. Das Unternehmen wird zu einem wahren Blei- und Explo­sionsgewitter, bei dem nur schnelle Reflexe das Überleben garantieren. Alleine oder zu zweit rennen wir in bester 2D-Tradition die meiste Zeit nach rechts durch sechs Levels und ballern alles zu Klump, was sich uns in den Weg stellt. Der Clou: Wir müssen uns nicht nur um Gegner auf der ­Heldenebene kümmern, sondern auch den Hintergrund im Auge behalten. Feinden, die aus der Tiefe des Bildschirms schießen, rücken wir per Schultertaste in bester Wild Guns– oder Cabal-Manier auf die Pelle. Während wir den Hintergrund mit Kugeln eindecken, müssen wir aber stets auch den Vordergrund beachten und blitzschnell reagieren, wenn uns jemand aufs Korn nimmt. Besonders nützlich ist dabei die Plasma­klinge, mit der wir Projektile auf die Gegner zurückschleudern. Halten wir die entsprechende Taste beim Abwehren gedrückt, verlangsamt sich die Zeit, und wir können die Geschosse in eine beliebige Richtung dirigieren – sogar in den Hintergrund. Ab und zu steigen wir auf Motorräder oder einen Jetski um, während das Level selbstständig scrollt. Hier müssen wir zwischen zwei Ebenen wechseln, um etwa Hindernissen auszuweichen, während wir die ebenfalls auf Fahrzeugen anrückenden Feinde wegblasen.

Beim ersten Blick auf Neon Inferno möchte man denken: schon wieder eins dieser gefühlt monatlich erscheinenden Pixel-Art-Spiele, die uns ohne Erfolg vorgaukeln wollen, den Geist der Klassiker zu bewahren. Doch bereits nach einigen Spielminuten ist klar, dass die Entwickler hier mit viel Herz am Werk waren. Neon Inferno ist eine tiefe Verbeugung vor den Run’n’Gun-Perlen der 1990er. Reminiszenzen wie das Luftschiff, unter dem unsere Helden wie in Contra 3 auf dem Jetski nach oben ballernd und ­Beschuss ausweichend entlangfahren, oder der riesige Roboter, der wie in Contra: Hard Corps aus dem Hintergrund angreift, verraten einiges über die Retro-Vorlieben der Entwickler. Technisch mutet der cyber­punkige Action­titel wie eine Mischung aus Super Nintendo und Neo Geo an: Dank liebevoll gezeichneter Sprites, flüssiger Animationen, detaillierter Hintergründe und toller Effekte hat man den Eindruck, die Umsetzung eines Arcade-Automaten zu spielen, von dem bisher völlig zu Unrecht noch nie jemand gehört hatte.

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Remo
I, MANIAC
Remo

Die Demo fand ich klasse und habe mir daraufhin dann die physische Version bei LRG für die Switch vorbestellt. Freue mich schon drauf.