Observation – im Test (PS4)

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Fans von ”2001: Odyssee im Weltraum” hören hier direkt mit dem Lesen auf und greifen zum Geldbeutel.

Ihr seid noch da? Dann kennt Ihr Stanley Kubricks und Arthur C. Clarkes Science-Fiction-­Meisterwerk entweder nicht oder mögt es nicht. In diesen Fällen wäre der Genuss der rund fünf bis sechs Stunden Observation genau das richtige Heilmittel. Die Mischung aus Tacoma, Adr1ft und einem Spritzer Night Trap entführt Euch auf eine Raum­station, auf der nach einem mys­teriösen Vorfall nur noch die Wissenschaftlerin Emma zu leben scheint. Um das Rätsel um die verschwundene Crew zu lösen und vielleicht nach Hause zu kommen, benötigt sie die Hilfe des Bordcomputers – und da kommt Ihr ins Spiel. Ihr mimt nämlich nicht Emma, sondern die künstliche Intelligenz SAM. Das bringt einige spielerische Eigenheiten mit sich: Nur ab und an seid Ihr mithilfe einer schwebenden ­Roboterkugel in der Lage, Euch frei zu bewegen. Normalerweise blickt Ihr durch die Linse einer der zahlreichen Kameras, die in den verschiedenen Modulen der Raumstation installiert sind. Ähnlich wie in den Hacking-Passagen von Watch_Dogs zoomt Ihr an Laptops, Schleusen und Terminals heran, bis Ihr mit ihnen interagieren könnt. Manchmal hilft auch einfach ein waches Auge, um Klebezettel mit Zugangscodes und Hinweisen zu erspähen.

Um Emma zu helfen, müsst Ihr Zugänge öffnen und technische Probleme beheben, was Ihr spielerisch in Form kleiner Rätsel und Geschicklichkeitsaufgaben erledigt. Dabei ist anfangs nicht immer klar, was man überhaupt zu tun hat, einige Aufgaben erweisen sich dagegen als eher nervig statt schwierig. Trotzdem treibt Euch die leicht gruselige ­Geschichte zum Weitermachen. Verraten wollen wir Euch nur so viel: Es geht um typische Science-Fiction-Themen wie die Evolution künstlicher Intelligenz, die Möglichkeit außerirdischer Existenzen und die Frage, ob unsere Realität wirklich die einzige ist. Und das klingt jetzt vorhersehbarer, als es ist – über das Ende und einige Wendungen lässt sich formidabel diskutieren.

Im Gegensatz zu vielen anderen Indie-Titeln muss sich ­Observation auch technisch nicht verstecken. Die Raumstation lädt mit vielen Details zum Erkunden (und Verirren) ein, die Armaturen wirken plastisch, die Lichteffekte sorgen für Stimmung. Und auch der Ton überzeugt mit verstörenden Elektrosounds und hervorragender englischer Synchronisation. Wer diese nicht versteht, greift auf etwas zu kleine deutsche Untertitel zurück.

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