Octopath Traveler II – im Test (PS4 / PS5 / Switch)

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Trotzdem wird natürlich gekämpft – und das nicht zu knapp. In Anlehnung an die Klassiker der 1990er setzt Octopath Traveler II auf Zufallskämpfe, die Frequenz ist meist recht angenehm und lässt sich über erlernbare Skills auch beeinflussen. Die Gefechte laufen rein runden- und menü­basiert ab, wieder dreht sich alles um Boost- und Bruch-Manöver. Per Boost führt Ihr in einer ­Runde mehrere oder eine stärkere ­Aktion aus, zudem bekommt Ihr einen Extra-Boost-Punkt – bis zu vier davon könnt Ihr auf einmal einsetzen. Das ist vor allem hilfreich, um die Verteidigung des Gegners zu durchbrechen. Jeder Feind ist gegen gewisse Waffentypen oder Magie-Elemente empfindlich. Kassiert er genügend entsprechende Treffer, geht er in den Bruch-Status: Dabei kann der Gegner für eine Runde nicht agieren und nimmt noch viel zusätzlichen Schaden. Vor allem wenn Ihr
seht, dass ein Boss einen mächtigen Spezialangriff vorbereitet, ist es eine gute Idee, auf einen Bruch hinzuarbeiten und die richtigen Aktionen im Repertoire zu haben. Zum Glück sind die meisten Helden sehr flexibel: Dank ihres Monster-Fang-Talents hat etwa Ochette oft viele unterschiedliche Angriffsvarianten in petto und andere können dank freispielbarer Unterklassen bald ihr Repertoire gehörig erweitern. Trotzdem zieht sich mancher Bosskampf etwas in die Länge und gerade bei den ers­ten Endgegnern läuft es immer wieder auf den gleichen Bruch-Haudrauf-Rhythmus hinaus.

In Sachen Struktur ist ­Octopath Traveler II dafür weniger formelhaft als sein Vorgänger. Nicht jedes Kapitel folgt jetzt der Struktur Story-Dungeon-Boss-Story und noch wichtiger: Es gibt jetzt mehr Interaktion zwischen den acht sympathischen Protagonisten. Neben den bekannten individuellen Story-Kapiteln, bei denen stets eine Figur im Mittelpunkt steht, gibt es jetzt auch gemeinsame Abenteuer, bei denen auch mal ganz verschiedene Charaktere wie Inquisitor Temenos und Diebin Throné tatsächlich miteinander zu tun haben und zusammenarbeiten. Wie im Erstling gibt es erneut ein abschließendes Kapitel, bei dem die Figuren gemeinsam ins große Finale gehen – wechselt also regelmäßig die Heldentruppe durch und achtet dabei darauf, dass Ihr leveltechnisch keine Nachzügler ­mitschleifen müsst. Immerhin bringt jede der acht Figuren ein paar ebenso nützliche wie interessante Talente mit in die Gruppe.

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Rudi Ratlos
9. Mai 2023 11:44

Muss vorher noch den Erstling spielen, aber zumindest die Demo von Teil 2 war nicht schlecht. Hab die Diebin genommen und der Einstieg war ganz cool gemacht – hab aber ein wenig Sorge, dass man sich bei dem Spiel schnell verrennen kann, sobald alles offen ist und ich kenne meine mangelnde Bereitschaft mich dann an die Story zu halten 🙈 sind die Bosse eigentlich immer mit großen Figuren dargestellt? Das wirkte imo ein wenig befremdlich.

Max Snake
9. Mai 2023 7:49

Ich behalte es weiterhin im Auge. Allerdings auf der PS4, wegen der saubere Bildrate auf 60 frames.

Nipponichi
9. Mai 2023 7:02

Muß ich noch kaufen. Wahrscheinlich aber erst im Juli für die Switch, zusammen mit Bayonetta 3, das mir auch noch fehlt.

Dummerweise kommt im Juni ja auch auch noch Final Fantasy XVI und die Sonic Origins Collection für die PS5, sowie Street Fighter VI.

8. Mai 2023 22:36

Gern geschehen 🙂

Electrocker2000
8. Mai 2023 22:32

Super. Dankeschön 🙂

8. Mai 2023 20:09

Nein, beide Teile sind von der Story her völlig eigenständig.

Electrocker2000
8. Mai 2023 20:04

„Muss“ man den ersten Teil gespielt haben?

Eydrian
8. Mai 2023 17:01

Ein wirklich fantastisches Stück Software, welches derzeit meine gesamte Zocker(frei)zeit bekommt. Bin bei ca. 40 Spielstunden und in etwa der Hälfte der Story. Wer den ersten Teil mochte wird hier nochmals voll auf seine Kosten kommen! 👍🏼