Painkiller: Hell Wars – im Klassik-Test (Xbox)

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Vergesst alles, was Ihr über ­moderne Ego-Shooter wisst: ­Vergesst Schleichmanöver, vergesst Heimlichtuerei, vergesst taktische Kniffe – und vergesst auch alles andere, was das ehemals auf nackter, ­roher Gewalt basierende Genre in den letzten Jahren zu einer immer realistischeren Kampferfahrung hat werden lassen. Denn mit der PC-­Umsetzung Painkiller (inklusive der Level-Erweiterung Battle out of Hell) kehrt das Genre zu seinen Wurzeln zurück: Sagt einer ganzen Heerschar von Dämonen und grotesken Bestien den Kampf an, pfählt sie, durchlöchert sie, zerschnetzelt sie. Kurzum: Ihr kämpft Euch Volldampf voraus durch die düstersten, schmierigsten sowie stinkigsten ­Kavernen der Hölle und ballert dabei auf alles, was sich bewegt – ganz so, als gäbe es kein Morgen mehr. Dabei geht es viel weniger um die Frage nach Eurer irdischen Zukunft (denn die endete bereits vor langer Zeit bei einem spektakulären Autounfall) als um das ‘Oben oder Unten’. Will heißen: Nur dann, wenn Ihr im Auftrag von höchs­ter Stelle Luzifers Generälen den Garaus macht, verdient Ihr Euch das Frei-Ticket in den Himmel – und rettet damit obendrein die ­unsterbliche Seele Eures ebenfalls veblichenen Frauchens.

Dafür tretet Ihr einen Vernichtungsfeldzug an, über den selbst Genre-Begründer id (Doom) Freudentränen vergießen würde: Nagelt die zombifizierten Insassen einer infernalischen Klapsmühle an die blutverschmierten Krankenzimmerwände, pustet auf dem Zwischenwelts-Friedhof frisch dem Grab entstiegene Skelett-Schwertschwinger um, zerfetzt beim Durchstreifen einer höllischen Kapelle Mönchen die Kutte und räumt mit glühendem Lauf in einer ausrangierten Haftanstalt auf!

Painkiller präsentiert sich als zwar effektvolles, aber ansonsten durch und durch minimalistisches Schlachtfest. Durch Korridore und Katakomben hasten, als wäre Euch der Leibhaftige persönlich auf den Fersen, dabei munter Munition in den Monsterpulk schicken sowie dann und wann einen flinken Hopser riskieren, um dezente Höhenunterschiede oder eine Schlucht zu überwinden: Mehr hat der Krieg gegen das Böse nicht zu bieten, aber mehr benötigt er auch nicht, um sein diabolisches Potenzial zu entfalten und Euch jederzeit auf Trab zu halten.

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