Raving Rabbids: Die verrückte Zeitreise – im Test (Wii)

1
471
Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:
Erhältlich für:
USK:
Erschienen in:

Schon zum fünften Mal lässt Ubisoft seine chaotischen Hasen auf Wii-Spieler los. Nach dem misslungenen Go Home-Experiment vom letzten Jahr haben sich die Entwickler besonnen und kehren zur Ursprungsformel zurück: Diesmal konkurriert Ihr wieder in knapp zwei Dutzend Minispielen gegeneinander. Diese sind in sechs Kategorien aufgeteilt – nach grundlegendem Konzept oder der benutzten Steuerung. So benötigt Ihr für ein paar Aufgaben mit einer Angelrute den MotionPlus-Aufsatz, bei einer anderen Rubrik flattert Ihr mit Remote und Nunchuk, um die Flügel Eures Rabbids zu bewegen – vor allem Letzteres ist aber ziemlich zickig und nervt deshalb schnell.

Ebenfalls im Sortiment zu finden sind Zielkreuz-Ballereien oder Hüpfereien in der Seitenperspektive. Die Entwickler haben sich sichtlich Mühe gegeben, ordentlich Abwechslung zu erzielen, allerdings fallen die Mehrheit der Spiele tendenziell langatmig oder kompliziert aus.

Der Charme der kreischenden Langohren ist dagegen ungebrochen und kommt in witzigen Parodien auf historische Ereignisse gut zur Geltung, auch wenn die Bildqualität der Videos mäßig ausfiel.

Zwischen den einzelnen Spielchen tummelt Ihr Euch in einem großen Museum, das mit Gimmicks vollgepackt wurde: Einfache Reaktionstests findet Ihr hier ebenso wie ein Quiz, ”Just Dance“-artige Tanzeinlagen und Gesangsrunden. Wer nicht genug Hasenfreunde vor der eigenen Glotze versammeln kann, freut sich über die Möglichkeit, erstmals online anzutreten.

+ gewohnt launiger Rabbids-Humor
+ solide Auswahl an Minispielen
+ nette Gimmicks zu entdecken

– nicht alle Disziplinen handlich zu steuern
– einige Aufgabe zu langatmig
– Videoqualität schwach

Ulrich Steppberger meint: Die Rückkehr zur klassischen Minispiel-Sammlung tut den Rabbids gut, trotzdem ist irgendwie die Luft raus: Die Videoschnipsel sind witzig wie immer, aber die einzelnen Aufgaben fallen überwiegend zu bemüht aus. Teilweise ärgert Ihr Euch über die fummelige Steuerung, andere Spiele werden nach einem Durchgang langweilig. Mit Freunden ist es dennoch wieder gelungenes Partyfutter, mehr aber auch nicht.

Humorvoll inszenierte Minispiel-Sammlung mit ordentlichem Umfang – es fehlt aber die Leichtigkeit der früheren Teile.

Singleplayer64
Multiplayer
Grafik
Sound
1 Kommentar
neuste
älteste
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Dr. Mario
9. Dezember 2010 14:16

Ist es nicht eine Schande? Da hat Ubisoft mit den Hasen endlich einmal echte Charakterköpfe im Angebot, die sich als Hauptfiguren wohltuend von dem üblichen Mördergesocks abheben, und sie bekommen es nicht hin, ein gutes Spiel drumherum zu entwickeln.