
Meinung
Steffen Heller meint: Nur wenige Titel schaffen es, dass sich prozedurale Inhalte als spürbarer Mehrwert erweisen. Dass Gunfire Games das Kunststück gelingt, liegt vor allem daran, dass ich beim ersten Durchgang überhaupt nur durch Details im Spielverlauf bemerke, dass die Welt nicht vollkommen kohärent ist. Fans des Vorgängers können daher spätestens nach einigen Patches ohne Bedenken zugreifen. Auch Shooter-Freunde und Serien-Einsteiger, die härteren Spielen nicht abgeneigt sind, sollten sich Remnant II nicht entgehen lassen. Dass die Balance jedoch nicht perfekt ist, merken vor allem Solo-Spieler, die ohne Wiederbelebungs-Klasse die Welt erkunden. Da die Checkpoints jedoch großzügig gesetzt sind und potenzielle Online-Helfer auch ohne Cross-Play in Fülle beitreten, hielt sich mein Frust während des Tests jederzeit in Grenzen.
Fabiola Günzl meint: Ich muss zugeben, dass meine Vorfreude groß war – und glücklicherweise wurde ich nicht enttäuscht. Die Vielfalt an Archetypen lässt massig Raum für eigene Vorlieben und kombiniert dynamisch Nah- mit Fernkampfwaffen, einzigartige Fertigkeiten und eine noch tiefgründigere Spielmechanik zu einem starken Gesamtpaket. Auch die atmosphärischen, prozedural generierten Welten erzeugen einen regelrechten Sog. Stunde um Stunde verbringe ich mit meinen Build, löse Rätsel, erkunde die verwinkelten Karten und bestreite knallharte Bosskämpfe. Kleinere Macken wie verwaschene Texturen, gruselige Dialoge oder die lahme Story trüben den Wiederspielwert nur wenig – immerhin gleicht kein Durchgang dem anderen. Selten hat sich ein Spiel so (be-)lohnend und zugleich fordernd angefühlt wie Remnant II.









@Steffen Heller Vielen Dank für die Info! 🙂
@PlayingOldKid: Wenn ich es noch richtig im Kopf habe: Es ist im Detail zwar etwas anders geregelt als im Erstling, aber jup, Arche-Level und Ausrüstung machen grob die Skalierung der Gegner aus. Im Multiplayer kommen dann noch paar andere Faktoren hinzu.
Außerdem war es so, dass neu betretene Areale das aktuelle Powerlevel annehmen und dieses dann dauerhaft beibehalten. Wenn man ein Areal mit Level 7 betritt, dann müsste es also auch später noch dieses Powerlevel haben (die aktuell spielenden, die den Titel gerade noch etwas präsenter haben, dürfen mich mich gerne korrigieren^^).
Leveln hier eigentlich die Gegner wie im ersten Teil mit. D.h., je besser und stärker meine Ausrüstung ist, desto stärker werden auch die Feinde und Bosse?
@Bort
Ja kann man aber ich spiele die Games heutzutage eigentlich immer auf “Hard”, da auf normal meistens viel zu easy. Und in-game wechseln ist mir dann einfach zu billig, dann breche ich lieber ab. Ist halt so ne Macke von mir. Zu 8/16 Bit-Zeiten gings als erstes immer gleich in die Optionen und dann ab auf den höchsten Grad, was anderes gab es nicht 🙂
schöner test. das spiel macht freude und ich lege es – wie den vorgänger – auch gerne zwischendurch mal wieder ein.
Konnte man den S-Grad nicht runterstellen? Auf Veteran wär mir der auch zu heftig gewesen.
Hab’s auf Veteran gespielt und da ist der Endboss zum Heulen und macht 0% Spass. Aber ja, manchmal klappt’s und man schafft es nach paar Versuchen weil’s grad passt, wofür man sonst Stunden braucht.
Das Hin und Her Gespringe zwischen den Welten ging mir beim Endboss ziemlich auf den Sack. Zum Glück hatte ich ihn nach ein paar Versuchen.
Schade war etwas, dass nicht alle Welten schick aussahen. Die neblige Ödnis war echt lahm und die Gegner dort fand ich auch nicht wirklich gelungen.
Ansonsten echt ein feines Spiel, dass mich eine Weile beschäftigt hat. Das Ballern hat wieder ordentlich gerockt. 😊
Ist für mich mehr Roguelike als Soulslike, da mit der richtigen Waffe die normalen Gegner Kanonenfutter sind. Hatte viel Spass damit und die Stimmung war recht einzigartig und hebt sich klar von den Souls-Games ab. Da hat man nicht das Gefühl ein Copy/Paste zu spielen, mein Grund weshalb ich keine Soulslike anrühre. Allerdings wieder mal ein Game welches ich wegen dem letzten Boss nicht beendet habe. Stundenlanges, stupides auswendig lernen, kommt in letzter Zeit immer wieder vor. Die Kunst des fordernden, letzten Bosses der nicht den Spielspass killt ist anscheinend eine schwierige.