Skylanders SWAP Force – im Test (360)

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Seit zwei Jahren kann niemand mehr Activision vorwerfen, nur mit den jährlichen Call of Duty-Fortsetzungen Kasse machen zu wollen. Denn inzwischen funktioniert das für den Konzern auch ganz vorzüglich mit kinderfreundlicher Abenteuer-Kost, deren genialer Kniff darin besteht, die Helden auch als physische Sammelfiguren anzubieten. Wer zu diesen Skylanders noch keinen Kontakt hatte und sich darüber wundert, wieso sich das Produkt als Milliarden-Goldgrube entpuppt hat, dem sei gesagt: Hinter dem Konzept steckt nicht einfach nur Raffgier – es wurde tatsächlich dafür gesorgt, dass auch mehr als ausreichend spielerische Qualität vorhanden ist.

So ist es kein Wunder, dass mit Skylanders SWAP Force der dritte Teil parat steht und sich wenig um die inzwischen durch Disney Infinity entstandene Konkurrenz kümmert: Die etablierte Spielwelt wurde behutsam ausgebaut und mit schlüssigen Verbesserungen (sowie natürlich jeder Menge neuer Figuren) erweitert. Auf potenziell überambitionierte oder raffgierige Mätzchen wie Welten-Editoren oder in undurchsichtigen Tütchen verkaufte Extrakräfte verzichtet das neue Abenteuer dagegen.

So hört es sich im ersten Moment fast banal an, was die wichtigste Neuerung von SWAP Force ist: Die bunten Stars können nun springen!

Das beherrschten Spyro, Gill Grunt, Trigger Happy &amp Co. bisher nur in ihren Handheld-Ausflügen, die vom Entwicklerstudio Vicarious Visions gefertigt wurden – genau das löst diesmal Toys for Bob ab, wo die ersten beiden Episoden entstanden. Wie sich diese Fähigkeit auf das Spielgeschenen auswirkt, wird schnell klar: In den frischen Levels bewegen sich die Spielzeug-Stars generell freier und regelmäßig eingestreute Plattform-Abschnitte oder z.B. auch Rutschpartien ähnlich den Gleitfahrten eines Ratchet &amp Clank sorgen für mehr Frische und Abwechslung. Hand in Hand geht das mit einer optischen Generalüberholung: Die Charaktere glänzen mit detaillierterer Modellierung, die bunten Umgebungen wirken organischer und die virtuellen Kameras setzen das quirlige Geschehen dynamischer in Szene.

Natürlich gibt es in SWAP Force auch Neuerungen, die sich auf Euren Geldbeutel auswirken – stolze 56 frische Figuren sind diesmal im Angebot, aufgeteilt in Neuauflagen alter Lieblinge, Debütanten sowie Lightcore (mit Leuchteffekten) und SWAP Force (siehe Kasten links). Wie üblich könnt Ihr auch die für Spyro’s Adventure und Giants erworbenen Helden benutzen, was für einen Großteil des Abenteuers tatsächlich reicht: Die Hauptstory lässt sich mit diesen und den im Starter-Pack (das diesmal wegen eines neuen Portals für jedermann Pflicht ist) enthaltenen Charakteren absolvieren. Doch Skylanders-Fans wollen natürlich auch die zahlreichen Nebenaufgaben erkunden.

Die fallen in SWAP Force abwechslungsreicher aus als bisher, was vor allem an den 16 Figuren der namensgebenden Gattung liegt: Bei denen lassen sich nicht nur beliebig Ober- und Unterkörper kombinieren, sie bringen auch spezielle Fortbewegungsmethoden mit, auf die jeweils Minispiele zugeschneidert wurden – klar, dass Ihr einen kompatiblen Skylander braucht, um sie freizuschalten. So wird unter Zeitdruck mal geschlichen, geflogen, gekrochen, geklettert oder teleportiert – und habt Ihr eine Aufgabe einmal bestanden, wird sie bequemerweise künftig direkt anwählbar, wenn Ihr Eure alten Bestleistungen übertreffen wollt.

Neben der gewohnt launigen Geschichte rund um Fiesling Kaos legten die Entwickler Wert darauf, dass Geheimgegenstände diesmal kniffliger versteckt wurden und damit die Erkundung der Umgebung mehr Sinn ergibt. Auch für Mehrspieler-Aktivitäten fällt das Angebot größer aus, allerdings bleibt Online-Koop weiterhin ein Tabuthema.

Letztlich erweist sich SWAP Force als rundum gelungene Fortsetzung, das auch bisherige Skylanders-Abstinenzler mit Bereitschaft für die nötige Investition überzeugen könnte – denn die Qualität stimmt.

Ulrich Steppberger meint: Im Duell der Sammelfiguren-Abenteuer geht SWAP Force als klarer Sieger vom Platz – zwar hat es nicht die kreativen Basteloptionen eines Infinity, dafür sitzt der Rest wie angegossen und macht nach Giants einen weiteren Schritt nach vorne. Dank Hüpffähigkeit fallen die Levels interessanter aus, die namensgebenden Kombinier-Charaktere haben nicht zuletzt durch ihre eigenen Minispiele mehr Existenzberechtigung als letztes Jahr die Giganten. Dazu gesellt sich die optische Frischzellenkur und der erneut löbliche Umfang des Gesamtpakets. Zwar ist SWAP Force trotz allem eher qualitativ hochwertige Routine-Kost denn Innovations-Feuerwerk, aber was soll’s? Junge wie jung gebliebene Zocker können damit viel Spaß haben.

  • 17 umfangreiche Levels gespickt mit Sammel- und Nebenaufgaben
  • 56 neue Figuren: 16 SWAP Force, 8 Lightcore und je 16 reguläre Debütanten und Neuvarianten von Altstars

Optisch aufge­hübschtes und nicht nur dank der neuen Figuren­gattung auch spielerisch gelungen erweitertes Sammelhelden-Abenteuer.

Singleplayer83
Multiplayer
Grafik
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Mettmardigen
26. November 2013 18:09

Finde ich auch, bin zwar 30+ aber das Spiel macht troztdem Spaß. Die Versuchung sich neue Figuren zu kaufen ist aber groß. 😉 bisher konnte ich allerdings wiederstehen. Damals hatten wir He-man und der konnte in keinem Videospiel mit spielen:-D

DonCurrywurst
26. November 2013 17:12

Ich freue mich jedes mal, wenn ein Kunde bei uns ein Starterpaket mitnimmt. Es ist zwar nicht mein Spiel, aber alleine die Idee mit Sammelfiguren und dem Spiel als Kombi finde ich genial (klar, ist natürlich Marketing, aber ich mag es trotzdem).Als Kind hätte ich mir sowas auch gewünscht. Tolle Sache das 😀