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Zitierte Level-Anstiege hängen keinesfalls nur von steter Feind-Malträtierung ab, vielmehr schlagen auch Rätsel- bzw. Quest-Erfüllung zu Buche: Da wollen Computer-Systeme geknackt, Wachdroiden per Fernsteuerung ausgeschaltet, antike Maschinen in Gang gesetzt, Bodenplatten aktiviert, mathematische Zahlenfolgen ausgeknobelt oder komplexe Schalterpuzzles gelöst werden. Als ob das nicht schon genug wäre, warten fernab der recht linearen Hauptstory zahlreiche Nebenstränge auf ihre Entdeckung. So lernen redselige Zocker hunderte von CPU-Gesellen kennen, die per Sprachausgabe spannende Geschichten verzapfen respektive Euch nur zu gerne für ihre Dienste einspannen möchten. Wer ausreichend Geduld mitbringt, hilft armen Passanten aus der Banditen-Patsche, sucht nach verschollenen Ehemännern und löst als Anwalt sogar einen verzwickten Mordfall samt Gerichtsverhandlung. Teufel oder Engel?
Der geniale Clou daran: Sämtliche optionalen Taten beeinflussen das Seelenleben Eures Recken. Als angehender Jedi-Ritter pendelt dieser nämlich zwischen heller und dunkler Macht: Schlachtet Ihr ergo unschuldige Zivilisten ab oder tretet bei Dialogen als unfreundlicher Grobian auf, driftet Euer Alter Ego immer mehr Richtung Bösewicht ab. Solcher Stimmungswandel spiegelt sich alsdann in Euren Zauber-Fähigkeiten wieder: Während erleuchtete Jedi Heil- wie Schutzmagie erlernen, nutzen dunkle Halunken ihre ‘Macht’ für fiese Würgeangriffe – Darth Vader lässt fies grüßen. Das Wechselspiel von Gut und Böse geht schließlich so weit, dass für jedwede Mission mehrere Lösungswege existieren: So reparieren friedliebende Rollenspieler via komplizierter Knobelei eine Erntemaschine, während faule Schufte den Apparat als Giftschleuder missbrauchen – der ansässige Riesenhai gibt in beiden Fällen klein bei.
Je nachdem, welchem Jedi-Gemütszustand Ihr nachgeht, variiert auch das letzte Story-Drittel: Nach ca. 30 Stunden (Nebenstränge nicht mitgerechnet) erwartet Euch der große, zweigeteilte Showdown – mehrmaliges Durchspielen wird demnach wärmstens empfohlen.









Hatte es mir für die Switch geholt und bin da bei Nightrain.
Es spielt sich sehr behäbig und man merkt dem Spiel sein Alter deutlich an.
Ohne die Star Wars Lizenz würde da heute niemand mehr drüber reden, denke ich.
@ rudi
KOTOR 1 kannst du ruhig spielen. das spiel braucht keine nostalgie um zu gefallen. es ist einfach ein richtig gutes spiel das spaß macht. nicht so überladen wie heutige spiele, trotzdem genug tiefgang. abwechslungsreich und atmosphärisch.
@nightrain Danke für die Warnung. Hab die beiden Kotors damals verpasst und überlegt, die vielleicht irgendwann mal anzugehen, aber ohne Nostalgie-Bonus klingt das ja recht finster ?
ich habs vor ein, zwei jahren nochmal durchgespielt und es hat genauso viel spaß gemacht wie damals. richig gut gealtertes spiel! der aus heutiger sicht detailarme, dafür cleane look lässt raum für die eigene fantasie. ein remake brauchts eigentlich nicht. die gepimpte version auf der Xbox one reicht aus.
Nachdem Fable im September 2004 verschoben war, hat ich mir Kotor zugelegt. War ein tolles westliche RPG und ein spannendes Story mit moralische Entscheidung. Übrigens fand ich das Kampfsystem aus bekannten Pen and Paper großartig, das auch bei Final Fantasy XII eingesetzt wurde.
Habs damals acht Mal durchgespielt. Hintereinander. Mit allen möglichen Enden und Pfaden.
Leider ist es nicht gut gealtert. Die Dialoge sind zwar allesamt vertont, die Figuren stehen aber stocksteif da und – auch wenn es zu SW dazu gehört – das Gesabbel der Aliens nervt irgendwann und klingt wie wenn jemand rückwärts kotzt.
Das Kampfsystem ist auch nicht sonderlich spannend und für ein Remake müssen sie echt viel anfassen, um dabei nicht völlig neben der Zeit zu stehen.
KOTOR war definitiv ein genial umgesetztes Star Wars. Coole Story, massig Entwicklungsmöglichkeiten und keine Ahnung wie viele Stunden Spielzeit – Bioware eben 🙂
Ich bin mal auf das remake gespannt irgendwann