
Meinung
Denis Kuckmann meint: Gerne würde ich Steep so richtig mögen: Die Atmosphäre ist toll, die Optik flimmerfrei, bunt, stimmig. Zudem gefällt mir die Idee des völlig offenen Skigebiets. Aber ich vermisse eine Art Karriere-Modus oder zumindest ein Menü, das mich bequem Events und Orte anwählen lässt – die Bergansicht ist mir zu vollgepackt. Gleiches gilt für die Bildschirmanzeigen, die in Kombination mit umherfahrenden Mitspielern die Übersicht rauben. Das größte Problem habe ich mit Steuerung und Physik: Selbst nach etlichen Stunden hatte ich nicht das Gefühl, verstanden zu haben, warum mein Boarder einige Sprünge perfekt steht und bei anderen strauchelt. Zudem gewinne ich oft trotz Stürzen und misslungener Sprünge die Goldmedaille – merkwürdig.
Matthias Schmid meint: Denis’ Kritikpunkte sind richtig und angebracht – mein Spielerlebnis haben diese Mankos aber kaum beeinträchtigt. Mir hat Steep einen fast perfekten Winterurlaub beschert, nie zuvor bot ein Videospiel eine so weitläufige, schöne Bergwelt. Steep verzaubert mit traumhaftem Pulverschnee und atemberaubenden Gipfelkulissen. In Kombination mit drei gelungenen Sportarten, der guten Steuerung und der Reisefreiheit ergibt das für mich ein herrlich entspanntes und zwangloses Alpen-Erlebnis – auch nach knapp 20 Stunden verspürte ich keine Langeweile. Mehr Mühe dürfte sich Ubisoft Annecy aber noch beim Füllen des riesigen Sportplatzes geben – ich vermisse belebte Liftanlagen, dörfliches Leben und Tiere. Wie cool wäre es gewesen, wenn mir ein schrulliger Bergbauer ein Spukschloss im hintersten Alpental gezeigt hätte oder ich mit der Fotokamera Jagd auf Schneehühner oder Gämsen hätte machen können?









Steep ist einfach nur ein Open world Wintersport-Spiel. Was daran jetzt aussergewöhnlich sein soll, nur weil wir ein paar Jahre kein Spiel mit solcher Thematik hatten, erschliesst sich mir nicht.Und dass viele Konsumenten sich über Always-On oder rein digitale Distribution keine Gedanken machen, oder noch schlimmer: es ihnen sogar egal ist, macht den Umstand auch nicht besser.Grundsätzlich ist alles “”Böse”” was ActiVision oder EA und Konsorten verzapfen rein wirtschaftliches Vorgehen. Und wo wir heute wäre wenn wir alles brav schlucken würden kannst du dir hoffentlich selbst denken.
Eben darum unterstütze ich ein Spiel wie Steep. Für mein Empfinden wiegt das außergewöhnliche Spielkonzept/Setting den Always On Negativpunkt auf. Außerdem sollte man bedenken, dass nicht alle Videospieler die selben Interessen verfolgen. Einigen wird nicht einmal bewusst sein, dass ein bestimmtes Spiel nur online verfügbar ist, genauso gibt es mit Sicherheit einige, die sich an diesem Konzept nicht stören.Eine Vergünstigung von digitalen Spielen gibt es zwar nicht regelmäßig, durch die Sales jedoch relativ häufig. Grundsätzlich ist das Sache des Produzenten. Wenn sich Leute finden, die Spiele digital für 60 Euro kaufen, werden sie eben auch für diesen Preis angeboten. Dahinter sehe ich keine böse Firma, sondern schlicht marktwirtschaftliches Vorgehen eines Unternehmens.
Ausserdem geht es nicht darum künftig alle Spiel zu meiden sondern mit konkreten Kaufentscheidungen die Publisher zu erziehen. Damit man wieder Spiele kaufen kann ohne sich ärgern zu müssen. Und würden alle einem Strang ziehen wär das auch nicht schwer.
Ja, zum Glück gibt es die. Gäbe es nämlich nur die nichtshinterfragenden Konsumlemminge würde uns die Videospiel-Industrie ausnehmen wie jede andere auch. Alleine schon die Frechheit für ein digital zu erwerbendes Spiel den gleichen Preis zu verlangen wie für das Retail-Counterpart ärgert mich sehr.In den traditionellen 60-70€ Releasepreis sind nämlich alle andere Kostenpunkte wie Transport, Produktion, Händlermargen, Lagerung miteinkalkuliert. Ein reduzierter Preis von maximal 40€(vielleicht sogar 30€) für die digitale Version wäre einfach nur fair. Dass dies aber nicht so ist sagt ja schon alles.
Ich bin sehr gerne ein Schaumschläger, anstatt an Prinzipien festzuhalten, die dafür sorgen, dass ich in Zukunft keine Ubisoft Spiele kaufen kann. Meine Grundeinstellung, tolle Spielkonzepte mit einem verkauften Exemplar mehr zu belohnen, kann auch der Always On Missstand nicht ändern. Aber zum Glück gibt es noch ein paar Ritter der Tafelrunde, die die Videospielindustrie retten.
Sollen Sie mal versuchen. Die verlieren einen nicht unerheblichen Teil der Spielerschaft. Ich gehöre jedenfalls zu den Leuten die ihre Drohung auch wahrmachen und dann tatsächlich nicht kaufen. Im Gegensatz zu vielen Schaumschlägern die im nachhinein dann doch ein Spiel kaufen nur weil es dann vielleicht billiger geworden ist. Always-On wird von mir kategorisch boykottiert. Ich hab immer jeden Need4Speed Teil gespielt, den letzten nicht. Natürlich wegen Online-Zwang. Der Patch der im nachhinein kam hat mich dann schon nicht mehr interessiert. Pech hehabt, EA. Beim nächsten mal besser direkt ohne diesen Blödsinn.Bei For Honor das selbe. Was hab ich mich auf das Spiel gefreut. Und jetzt hats nen Online-Zwang.Da kann ich noch so Bock auf das Spiel haben, ich werds mir nicht holen. Ich verkauf doch meine Prinzipien nicht nur wegen blödem Spielekonsum. Da verarsch ich mich doch selber.
Das ist ärgerlich. Könnte auch an Xblive liegen. Lofwyr hat in nem anderen Thread was darüber geschrieben, dass es in letzter Zeit wohl ziemlich rumzickt. Trotzdem kann ich deine Sorge verstehen. Ein Offline Patch wäre eine feine Sache. Habe allerdings keine Ahnung, ob das auf technischer Seite so einfach möglich ist, oder ob es schlicht an Ubis aktueller Firmenpolitik liegt. For Honor ist wohl das nächste Always On Spiel. Schon lustig, dass Microsoft 2013 dafür derart Schelte kassiert hat, jetzt aber die Publisher das geschmähte Konzept nach und nach doch durchdrücken.
Ich weiss nicht warum, verliere aber seit Tagen im Minutentakt die Verbindung zu xblive (nur zu xblive, LAN, WLAN, providerseitig alles ok). D.h. ich würde ständig aus dem Spiel geworfen werden wegen so einem Zwang. Ich würde die Krise bekommen.
Provider- oder Serverprobleme sind während meiner 40 Stunden Spielzeit nicht einmal aufgetreten; und das, obwohl ich meinen Internetanschluss mit 4 Leuten teile. Wenn es eine Sache des Prinzips für dich ist, lässt du dir eh nicht reinreden. Andernfalls solltest du dir dieses Spiel nicht entgehen lassen.
Und nur wegen Frustrationmilderung bei Provider- oder Serverproblemen nicht spielen zu können. Na viel Spass. Ich seh da weiterhin keinen Sinn und bleibe lieber fern. Habe mehr als genug anderes zum zocken.
Der Online Zwang ist in diesem Spiel sogar relativ sinnvoll. Komplett alleine hat man eben eine andere Spielerfahrung, als mit einer Reihe von anderen Mitspielern. Eine Challenge 30 Mal zu versuchen und dabei die immer gleichen Spieler scheitern zu sehen, kann die Frustration deutlich abmildern. @Sebomat:Wir werden sehen 😉
Sehe es so wie mein Vorredner. Wintersportspiel? – ja ,geil, juchu. Hat aber Online-Zwang. Was? Echt? Och nee, lass mal stecken!
Leider hat UBI die doofe angewohnheit spiele welche wunderbar offline unktionieren würden, mit online zwang zu versehen. Deshalb wird das Spiel wohl nie in einer meiner Konsolen drehen. Ausser es gibt mal einen offline patch 🙂 oder eine GotY edition ohne online zwang…
Für mich als leidenschaftlicher Wintersport-Fan das mit Abstand beste Wintersportspiel, das jemals gemacht wurde. Man merkt dem Spiel deutlich an, dass wirkliche Sportler daran beteiligt waren. Fast schon wie eine Liebeserklärung an die Berg- und Winterwelt wirkt das manchmal. Vor allem bei den Berggeschichten, bei denen der Berg mit einem spricht.^^Mein einziger Kritikpunkt bei dem Spiel ist, dass es, gerade zum Ende, halt echt schwierig wird. Sehr schwierig sogar. Überall Gold zu holen ist wohl ein Ding der Unmöglichkeit.[quote=Denis Kuckmann]Aber ich vermisse eine Art Karriere-Modus oder zumindest ein Menü, das mich bequem Events und Orte anwählen lässt[/quote]Das wurde reingepatcht! 😉