Sudeki – im Klassik-Test (Xbox)

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Seite 3

Wer seine Zeit nicht mit brotlosen Dialogen verplempern möchte, rennt hingegen schnurstracks zum nächsten Händler. Beim stets geizigen Ladenbesitzer Kamo tauscht Ihr Eure Goldmünze gegen ­diverse Tränke – vom heilenden Gebräu über Beschleunigungs-Mixturen bis hin zum schützenden Nektar.

Waffenfanatiker finden ihre Erfüllung unterdessen in der örtlichen Schmiede: Der ansässige Schlosser veredelt sowohl Rüstungen als auch Waffen mit Magie-Effekten, Ihr müsst nur die entsprechende Rune mitbringen.

Wenngleich hitzige Keilereien sowie Auflevel-Orgien im Mittelpunkt von Sudeki stehen, fordert der Fantasy-Exkurs auch Euer Hirnschmalz. Ein ganzes Füllhorn an Rätseln wartet darauf, von cleveren Xbox-Zockern gelöst zu werden: Schiebt mit Kraftprotz Tal hölzerne Kisten umher, lasst Ailish magische Täuschungen entlarven, fliegt als Elco per Jetpack zu entfernten Plattformen und nutzt Bukis Kletterkrallen. Die eigentlichen Aufträge geben sich indes unspektakulär bis simpel: Mal soll Euer Trupp einen Dungeon erforschen, mal müsst Ihr ein unschuldiges Fräulein eskortieren. Damit sämtliche Story-Missionen ­sowie Nebeneinsätze stets im Gedächtnis bleiben, liefert das Hauptmenü ein praktisches Quest-Tagebuch – hier lest Ihr alle aktuellen Ziele bzw. Hinweise nach. Wer sich nicht strikt an die Vorgaben hält respektive vom Lösungsweg abschweift, entdeckt ­einige lohnenswerte Extras: So warten beispielsweise vier Altäre darauf, dass Ihr ihnen ein Opfer bringt – zum Dank gibt’s magische Kugeln sowie einige exklusive Waffen. Forscher ­suchen außerdem stets nach ­versteckten Schatzkisten, in denen zumeist wertvolle Klunker lagern.

Schade bloß, dass Sudeki trotz allem Drumherum niemals die Komplexität von Final Fantasy & Co. erreicht. Nach dem Durchspielen werdet Ihr nämlich sträflich allein gelassen – Extras wie Bonus-Charaktere, Zusatz-Szenarien oder wenigstens ein paar Videos fehlen gänzlich.

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