Super Mario Galaxy – im Klassik-Test (Wii)

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Im März 1997 stellte Super Mario 64 die Welt auf den Kopf: Zum ersten Mal funktionierte ein Hüpfspiel im dreidimensionalen Raum perfekt – neuem Analogstick und perfektem Leveldesign sei Dank. Doch der Hüpfspielkönig sollte für die nächsten Jahre Fluch und Segen zugleich sein: Segen, weil bis heute damit Kohle gescheffelt wird (DS, Virtual Console). Fluch, weil selbst Nintendo beim Versuch scheiterte, den enormen Erfolg zu wiederholen.

Zwar ließ der GameCube-Nachfolger Super Mario Sunshine die Qualität des Vorgängers stellenweise aufblitzen (z.B. in den Bowser-Levels), der harsche Schwierigkeitsgrad und das gewöhnungsbedürftige Insel-Setting verhinderten jedoch einen ähnlichen Kultstatus. Außerdem musste man eingestehen, dass das Super Mario 64-Spielgefühl nicht wiederholbar ist – den Sprung von 2D auf 3D gibt es eben nur einmal.

Fünf Jahre nach Sunshine stellt sich dieses Eingeständnis als falsch heraus: Wenn Ihr Super Mario Galaxy spielt, fühlt Ihr Euch wie ein kleines Kind, das zum ersten Mal die Faszination erfährt, die von Videospielen ausgeht. Woher kommt‘s? Hinter alldem steckt eine brillante Idee: das Planeten-Prinzip. Anstatt dem Spieler ‘nur‘ eine einzige Welt vorzusetzen, erforscht Ihr hier gleich mehrere Galaxien. Und so fügt sich eines zum anderen: Mario läuft kopfüber, umrundet Himmelskörper mit wenigen Schritten und kämpft mit unterschiedlicher Schwerkraft. Doch der Reihe nach…

Die Story ist in wenigen Sätzen erzählt: Bowser entführt Peach. Mario gefällt das nicht. Mario nimmt die Verfolgung auf. Es kommt zum Showdown zwischen Mario und Bowser. Dass es die beiden Zankhähne bei ihrem neusten Zwist ins All verschlägt, spielt storytechnisch keine Rolle, für das Spiel dagegen schon.

Ein kleiner Komet ist Ausgangspunkt Eurer Weltraum-Odyssee. Hier betre­tet Ihr Sternwarten, von denen Ihr wiederum Zugriff auf sechs verschiedene Welten (hier: Galaxien) habt. Während Ihr in manchen Abschnitten nur einen einzigen Stern findet, könnt Ihr auf anderen Himmelskörpern bis zu sechs ergattern. Wie bei Super Mario 64 startet Eure Sternensuche oft auf einem etwas weitläufigeren Planeten, den Ihr auf traditionelle Art und Weise erkundet – von auf dem Kopf laufen ist zu diesem Zeitpunkt noch nichts zu spüren. Ein Unterschied zum 64-Bit-Vorgänger ist, dass Ihr nur selten die gleichen Pfade abgrasen müsst, meist nehmen Eure Wege schon nach wenigen Metern einen anderen Verlauf.

Über ein Sternenkatapult (das Ihr durch einen Remote-Schüttler aktiviert) werdet Ihr in den Weltraum geschossen. Jetzt geht‘s rund: Von der Gravitation gehalten, umrundet Ihr kopfüber kleinere Planeten. Das sorgt anfangs nicht nur für ein flaues Gefühl in der Magengegend, sondern auch für perspektivische Probleme: Als ob es nicht schon schwer genug wäre, Schurken im 3D-Raum gezielt auf den Schädel zu springen, müsst Ihr jetzt auch noch mit Oberflächenkrümmungen und unterschiedlichen Ansichten zurecht kommen.

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8 Kommentatoren
MarioAlexRiffmaster_RickKnightWolfD00M82MadMacs Letzte Kommentartoren
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MarioAlex
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n00b
MarioAlex

Where have all the good times gone?
Man merkt bei diesen Spielen einfach die Liebe der Entwickler.
Wer es verpasst hat. unbedingt nachholen!

Riffmaster_Rick
I, MANIAC
Anfänger (Level 2)
Riffmaster_Rick

M! macht den Zeitsprung und bringt die Tests aus den allerersten MAN!ACs nun online – dieser hier stammt aus der Ausgabe 01/08.

Hmmm… Irgendwie zähle ich Hefte, die mehr als 14 Jahre nach der ersten Maniac erschienen sind, nicht zu den “allerersten MAN!ACs”. Aber wer bin ich den schon…

KnightWolf
I, MANIAC
Maniac (Mark III)
KnightWolf

Galaktisch gutes Mario Spiel. Das Weltraumszenario brauchte frischen Wind in die Serie. Dann die vielen genialen Ideen die in dem Spiel steckten. Der meteoritenspeiende Bowser auf seiner Festung und über ihn der rote Sternennebel, dass sieht so geil aus. Zurecht hat das Spiel damals eine so astronomisch hohe Spielspaßbewertung erhalten. Ich warte ja sehnsüchtig auf eine Version die sich mit einem ganz normalen Controller spielen läßt, da ich die Fuchtelsteuerung schrecklich unkomfortabel finde.

D00M82
Moderator
Epic MAN!AC
D00M82

Ich fand die Galaxy-Teile im Großen und Ganzen auch immer gut, wobei ich nur den ersten gespielt habe.
Das einzige was mich gestört hat, war die Limitierung der Planeten. Große Welten wie bei Sunshine oder 64 gefallen mir einfach besser.

MadMacs
I, MANIAC
Maniac
MadMacs

Die beiden Teile von Mario Galaxy waren genial. Und man konnte sehen was an Grafik die Wii leisten kann, wenn man sich anstrengt.

Takeda44
I, MANIAC
Intermediate (Level 3)
Takeda44

Was für ein schöner Test, den habe ich noch gut in Erinnerung. Insbesondere bei Matthias’ Meinung spürt man wie sie von Herzen kommt!

Habe leider beide Galaxy-Teile verpasst, welch Schande. I hoffe insbrünstig auf HD-Remakes!

Gannicus jr
I, MANIAC
Profi (Level 3)
Gannicus jr

Ein weiteres Spiele Brett aus dem Hause Nintendo

AkiraTheMessiah
I, MANIAC
Gold MAN!AC
AkiraTheMessiah

Was für eine Perle! … das Spiel habe ich damals hoch und runter gespielt.

Wenn ich bedenke, wieviele Spielstunden ich an der Wii verbracht hatte .. Da waren meine Spielstunden an der WiiU Meilenweit entfernt.