Super Smash Bros. 3DS – im Test (3DS)

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Wenn sich die Helden von Nintendo treffen, dann nicht auf eine Tasse Kaffee und einen netten Plausch. Seit Super Smash Bros. vor 15 Jahren erstmalig die Charakter-Prominenz von Big N auf dem N64 versammelte, steht bei solchen Treffen nur eins auf dem Programm: eine riesige Keilerei. Das aktuelle Super Smash Bros. for 3DS ist dabei der erste Handheld-Ableger der Reihe und noch dazu das erste von zwei Spielen – die Wii-U-Version erscheint im November.

Insgesamt 36 Figuren stehen bereit, in der Arena loszuprügeln: Mario und Bruder Luigi, Yoshi, Link, Zelda, Marth, Kirby Donkey Kong, diverse Pokémon und sogar die Wii Fit-Trainerin vertreten dabei Nintendo. Doch auch andere Videospiel-Größen wie Pac-Man, Mega Man oder Sonic sind mit von der Partie! Mit den von Beginn an wählbaren Kämpfern ist aber nicht Schluss, denn weitere Prominenz wartet darauf, freigespielt zu werden.

Grundsätzlich hat jeder Charakter Sprung, normalen Angriff sowie diverse Spezialattacken in petto. Letztere sind typisch für den jeweiligen Helden: Link packt den Bumerang aus, Kirby greift zum Hammer und Mega Man nutzt seinen Blaster. Zusammen mit simplen Richtungsbewegungen der Analogscheibe löst Ihr verschiedene Moves aus, um die anderen Kämpfer richtig zu traktieren. Auf diese Weise füllt Ihr eine Prozentanzeige – habt Ihr genug Schaden angerichtet, fegt Euer Kämpfer den Gegner aus der Arena, was Euch einen Punkt einbringt. Wer am Ende die meisten auf seinem Konto hat, gewinnt den Kampf. Der kleine Stick des 3DS offenbart hier mitunter Schwächen, da Eure Eingaben nicht immer sauber interpretiert werden. Eine Umstellung auf Digikreuz-Steuerung ist nicht möglich. Bei Prügeleien zu viert zoomt dazu die Kamera teilweise sehr weit weg, was Euren Charakter zum winzigen Punkt verkommen lässt und Übersicht raubt.

Ein ausgedehnter Story-Modus wie noch in Super Smash Bros. Brawl erwartet Euch diesmal nicht, dennoch bietet das Spiel diverse Möglichkeiten zum Hauen und Hüpfen. Ein guter Einstieg ist der ”Smash”-Modus: Hier vermöbelt Ihr bis zu vier CPU-Gegner nach Standard- oder selbst gewählten Regeln: Verändert die Rundenzeit, verseht die Kämpfer mit einem Handicap und wählt Eure Lieblings-Stage aus. Befinden sich andere menschliche Spieler in Eurer Nähe, könnt Ihr via StreetPass gegen sie antreten und besondere Gegenstände gewinnen. Unter dem Menüpunkt ”Online” geht es dann gegen Spieler aus aller Welt.

Hinter der Option ”Smash-Abenteuer” verbirgt sich eine Mischung aus Dungeon-Erkundung und Arena-Fight. Nachdem Ihr Euren Liebling ausgewählt habt, geht es in Jump’n’Run-Manier fünf Minuten lang durch ein verzweigtes Level. Dort trefft Ihr auf Feinde wie Gumbas, Lakitus, Shy Guys und mehr. Räumt Ihr diese aus dem Weg, lassen sie Upgrades fallen, mit denen Ihr Angriffskraft, Verteidigung und weitere Charakterwerte steigert. Die Verbesserungen werden nach Ablauf des Zeitlimits wichtig: Nur gestärkte Charaktere besitzen in dem anschließenden Kampf eine Chance, schließlich haben auch die drei CPU-Kontrahenten zuvor fleißig Boni gesammelt.

Unter ”Weitere Modi” versammelt sich eine Reihe zusätzlicher Betätigungen. Prügelt den Sandsack aus dem Stadion oder zerstört mit einer Bombe ein Konstrukt aus Zielscheiben und Balken. Der ”Multi-Smash” schickt Eure Fighter zurück in die Arena: Kloppt mal 10, mal 100 Gegner aus dem Bild oder versucht, einen ”Endlos-Smash” so lange wie möglich zu überstehen.

Wer genug von Sandsäcken und Feindwellen hat, probiert ”All-Star” aus. Hier steigt Ihr mit Videospiel-Legenden verschiedener Jahre in den Ring: In den 1980ern tretet Ihr unter anderem gegen Zelda, Bowser und Luigi an, Anfang der 1990er trefft Ihr etwa auf Fox McCloud und Sonic. Mehr als eine Energieleiste nebst einer Handvoll hilfreicher Items habt Ihr dafür nicht. Wer scheitert, beginnt den Modus von vorn. Bei der Spielart ”Klassisch” läuft Euer Held automatisch eine Strecke entlang, bei der Ihr an Knotenpunkten entscheidet, ob es nach links, rechts oder geradeaus weitergeht. Insgesamt sechs Kämpfe müsst Ihr absolvieren, bevor es im Finale gegen die Meisterhand geht.

Teamspieler zocken gemeinsam ”Smash”, ”Smash-Abenteuer”, ”All-Star” und ”Multi-Smash”. Dank Charakter-Editor erstellt Ihr eigene Mii-Kämpfer, ansonsten verändert Ihr die Move-Sets der bekannten Figuren. Überdies wird Fan-Service einmal mehr großgeschrieben: Ihr haut Euch auf einer F-Zero-Strecke, hüpft durchs Pac-Man-Labyrinth oder besucht den Brinstar aus Metroid – alles verpackt in hübscher Optik und mit tollem Sound unterlegt. Natürlich fehlen bei all dem weder witzige Gastauftritte noch durchschlagskräftige Items.

Sascha Göddenhoff meint: Super Smash Bros. for 3DS gefällt mir dank vieler Spielmodi, massig Star-Potenzial und genialen Stages. Es gibt auch wieder jede Menge freispielbaren Kram wie Statuen, Münzen und Artworks. Gegen- oder miteinander rockt das Teil sowieso mächtig – so gehört sich das auch für die Serie. Wäre die Stick-Steuerung etwas präziser und dazu ein umfangreicher Solo-Modus mit an Bord, würde ich den 3DS nicht mehr aus der Hand legen. So bin ich zwar sehr zufrieden mit dem kleinen Klopper, erhoffe mir von der Wii-U-Version dennoch einen umfangreichen Story- bzw. Kampagnen-Modus. Und dank GameCube-Pad läuft’s dann auch mit der Steuerung rund.

Kenneth Burgess meint: Ich hatte mir etwas mehr von Super Smash Bros. for 3DS erhofft: Ich vermisse altbewährte und motivierende Features wie einen längeren Abenteuer- oder Story-Modus sowie eine Art Lostrommel, durch die ich Sammelfiguren gewinnen kann. Klar, so zwischendurch macht das Beat’em-Up Laune – vor allem zusammen mit den besten Freunden auf der Couch. Für Einzelkämpfer sind meiner Meinung nach jedoch nicht genug Optionen vorhanden. Nach einigen ”All-Star”- und ”Klassisch”-Durchgängen war meine Prügellust dahin.

  • 36 Videospiel-Größen plus freischaltbare Figuren
  • spielt allein, mit- oder gegeneinander
  • Truhe enthält u.a. gesammelte Trophäen, Videos und Tipps

Nintendos Prügel-Party bietet ein überzeugendes Paket, dem nur ein großer Solo-Modus sowie Übersicht bei Mehrspieler-Kämpfen abgeht.

Singleplayer82
Multiplayer
Grafik
Sound
Tomatenmann MofD
I, MANIAC
Maniac (Mark III)
Tomatenmann MofD

Finde es nach wie vor Geil..nur die Wii U Version ist nen ganzes Stück besser ^^ !

captain carot
I, MANIAC
Epic MAN!AC
captain carot

Kann mit Smash Bros. nach wie vor nix anfangen. Auf die Wertungsdiskussionen zu beiden Serienablegern bin ich aber mal gespannt.

Lord Raptor
I, MANIAC
Maniac (Mark II)
Lord Raptor

@SeppaSpiel Smash doch mal zusammen mit Freunden, dann machts auch Spaß. xD

Seppatoni
I, MANIAC
Profi (Level 3)
Seppatoni

Die 3DS Version war in meinen Augen schon eine kleine Enttäuschung. Vor allem ein fehlender Story-Modus oder ein vernünftiger Allstar-Modus wie bei Melee fehlt, um den Solo-Spieler bei Laune zu halten. Das mässig spassige, aber weitgehend sinnfreie Smash-Abenteuer bietet in dieser Hinsicht deutlich zu wenig.Noch schlimmer ist es bei der WiiU-Version, hier wurde sogar der Classic-Modus komplett verhunzt und gegen das völlig Überflüssige Brettspiel sieht sogar der 3DS-Abenteuermodus grossartig aus. Lediglich die Aufgaben und Missionen halten bei der Stange, ansonsten das imo mit Abstand schwächste Smash Bros. seit dem N64-Erstling. 🙁