Tenchu: Returm from Darkness – im Klassik-Test (Xbox)

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Ein Jahr nach dem PS2-Original kommt die dritte Tenchu-Episode auf die Xbox: Statt Wrath of Heaven schmückt allerdings Return from Darkness den Titel – neu sind zwei Levels, die darin residierenden Feinde und der Xbox-Live-Modus in dem bis zu vier Spieler zu Coop- und Deathmatch-Modus antreten.

Tenchu entführt Euch ins mittelalterliche Japan: Drei Ninjas besuchen zwölf Areale in individueller Reihenfolge, mit eigener Handlung und Aufgaben – so muss sich Rikimaru in die Burg Amagai schleichen und eine Prinzessin retten, während Kollegin Ayame unter Zeitdruck aus derselben Festung flüchtet. Für einen hohen Wiederspielwert sorgen zudem ­jeweils drei Level-Layouts, in denen Extras sowie Feinde variieren.

Aber nicht nur die Umgebung kommt vielfältig daher, auch die drei Helden haben einige Tricks auf Lager. Das wichtigste Manöver ist der Seilwurf, mit dem Ihr Dächer, Türme und Klippen erklimmt: Im Vergleich zu Metal Gear Solid und Splinter Cell könnt Ihr mehr herumkraxeln und Euch verschiedene Wege zur Lösung der Aufgabe suchen. Das ist im Dorf besonders spannend, dort dürft Ihr mit den Wächtern übermütig herumspielen: Ihr hüpft über die Dächer und springt etwa einem von drei Feinden in den Nacken. Zwei Sekunden später seid Ihr schon wieder in der Nacht verschwunden: ”Where is he?“. Neben Faust-, Kick- und Klingen-Combos beherrschen die Ninjas tödliche Stealth-Manöver, die nur hinterrücks klappen: Zu schnellen Schnitten und Röntgenoptik tranchiert Ihr Samurais, Bogenschützen und Bodyguards – ein Fest für Fans der härteren Gangart.

Taktiker freuen sich dagegen über die vielen Extras, die Ihr in Tempel oder Schneeberg sammelt und in der Ninja­hütte verstaut. Wer fleißig abräumt, kann so bei schwereren Missionen eine reichhaltige Ausrüstung einstecken: Es gibt Waffen wie Blasrohr, Blitzgranate und Pyro-Wurfstern mit Fernzünder, aber auch Zaubersprüche und Fallen – ein clever platziertes Erotikpergament lenkt gelangweilte Wachen ab und vergifteter Reis spült ihren Magen durch.

Mit verbesserten Witterungseffekten, Online-Modus, neuen Arealen samt Feinden und Extras ist Return from Darkness zwar dezent umfangreicher, aber spielerisch kaum stärker. So hat Entwickler K2 weder die Kamera-Probleme ausgemerzt noch die Intelligenz der Feinde merklich verbessert. Im Gegensatz zu den Protagonisten in Splinter Cell können die Tenchu-Samurais z.B. Eure Schritte nicht hören. Und wenn sie Euch aus den Augen verlieren, bleiben sie oft stehen, statt einen Rundgang zu wagen: Verzieht Ihr Euch auf einen Balkon, wird der Alarm nach wenigen Sekunden abgeblasen. Trotzdem: Mit den vielseitigen Extras lassen sich tolle Hinterhalte planen und da habt Ihr auf der Xbox die größere Auswahl.

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Remo
I, MANIAC
Remo

Auf ein neues Tenchu hätte ich auch mal wieder richtig Bock. Habe bisher auch jeden Teil der Serie gespielt.

Dirk von Riva
I, MANIAC
Dirk von Riva

Die Tenchu Serie war damals echt gelungen