Tenchu: Wrath of Heaven – im Klassik-Test (PS2)

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Werdet Ihr dabei entdeckt, greift Ihr zu Schwert oder Doppeldolch, Tesshu kämpft auch ohne Waffen: Mit rund 20 Stichen, Schlägen, Würfen und Combos nehmt Ihr Samurais und Bogenschützen auseinander. Dabei könnt Ihr die Gegner anvisieren, um im Kampfgetümmel automatisch in die korrekte Richtung zu schlagen. Erbeutete Bogen, Blasrohre, Wurfsterne und Säbelstäbe erlauben vielfältige Strategien, klettert z.B. auf einen Turm und beschießt die Verfolger! Ihr entdeckt auch taktische Waffen wie Rauchgranate, Tretfalle, vergifteten Reis und explosive Wurfminen mit Fernzünder – allerdings nur, wenn Ihr Euch clever anstellt: Wer die Wachen alarmiert, bekommt Punkteabzug, dann werden im folgenden Level weniger Extras zu finden sein.

Ähnlich Metal Gear Solid halten die Wachen nach Euch Ausschau und rufen sich gegenseitig zur Hilfe. Die Flucht in den Schatten ist dank der akrobatischen Talente Eures Schützlings aber wesentlich einfacher: In wenigen Sekunden seid Ihr über zwei Dächer und um drei Ecken verschwunden – dann drehen die Wachen noch eine Runde und gehen wieder auf ihre Posten.

Lautloses Anpirschen und überraschende Hinterhalte geben Euch aber nicht nur einen taktischen Vorteil: Wer unentdeckt bleibt, beherrscht die spektakulären ‘Stealth Kills’. Ein simpler Tastendruck genügt, dann rollen Köpfe: In atemberaubenden Kameraschnitten, mit eindrucksvollen Farb- und Wischeffekten macht Ihr Eure Opfer mundtot. Arm-, Rückgrat- und Genickbruch verfolgt Ihr gar in Röntgenoptik – dazu erwarten Euch knackige Soundeffekte, die durch Mark und Bein gehen. Schafft Ihr zehn dieser Todesschläge in einem Level, lernt Euer Held eines von neun geheimen Manövern wie Rempler, 90°-Blick und Wutzauber – wird dieser ausgesprochen, vermöbeln sich die Wachen gegenseitig!

Neben den Soldaten erwarten Euch noch einige andere Überraschungen: Minen und Speerfallen weicht Ihr geschickt aus und versteckte Türen sowie Schächte fordern Euren Spürsinn. Je nach Handlung flüchtet Ihr auch unter Zeitdruck aus dem Kerker oder schleicht in die Festung eines Freundes, dort dürft Ihr natürlich kein Blutbad anrichten. Für jeden Level gibt’s zwei optionale Missions-Varianten, falls Ihr einen Level wiederholt spielen wollt – etwa um neue Manöver freizuschalten oder Extras zu sammeln, die dürft Ihr nämlich in Eurer Ninja-Hütte lagern. Grafisch ist Tenchu zwar duster, heizt aber mit Special­-FX die Stimmung an: Im Dorf prasselt der Regen auf Eure Schultern, der Wind weht die Tropfen in wechselnde Richtungen und grelle Blitze zucken dabei durch die schwarzen Wolken – schauderhaft.

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T3qUiLLa
3. Januar 2022 1:47

mir würde schon ein port von technu z reichen…auch wenn das nicht so dolle bewertungen bekam, ich hatte eine menge freude daran.

tetsuo01
3. Januar 2022 0:35

Tenchu war in weiten Teilen für from software das vorspiel zu Dark souls und vor allem sekiro. Gerade der erste Teil auf der psone hatte ein grandios düstere atmo.

Daddler
2. Januar 2022 16:13

Wie gern hätte ich ein neues Tenchu. Was habe ich diese Spiele gespielt und geliebt…