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| Spiel: | The Almost Gone |
| Publisher: | Playdigious |
| Developer: | Happy Volcano |
| Genre: | Denken |
| Getestet für: | Switch |
| Erhältlich für: | Switch |
| USK: | 12 |
| Erschienen in: | 8 / 2020 |
Der große Kritikpunkt vorneweg: The Almost Gone rühmt sich einer ”fesselnden Geschichte”, die von einem ”preisgekrönten Autor” verfasst wurde – allerdings hat der wohl mehr Kunst als Verständlichkeit im Sinn gehabt. Denn es bleibt stets das Gefühl, dass die verstreut erzählten Splitter mehr Wirkung gehabt hätten, wenn sie weniger kryptisch ausgefallen wären. Aber genug darüber gemeckert, denn zum Glück steckt im Abenteuer mehr als genug interaktives Grübel-Material, das die deutlich wichtigere Rolle spielt.
In fünf Kapiteln erkundet Ihr jeweils eine Umgebung, die in isometrisch dargestellte, miteinander verbundene Würfel-Dioramen aufgeteilt ist. Die sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch auf eine gewisse Art flexibel: Zwischen ihnen könnt und müsst Ihr wechseln und sie vor allem in 90-Grad-Schritten drehen – das ist wichtig, denn oft entdeckt Ihr erst durch die anderen Blickwinkel wichtige Dinge, die zur Lösung eines Rätsels gebraucht oder dafür eingesetzt werden. Das Knobelniveau ist nicht von Pappe und überzeugt mit kniffligen wie logischen Aufgaben, die Ihr Euch aufmerksam erarbeiten müsst. Schnell kann es sonst passieren, dass Ihr ein relevantes Detail überseht – Hinweise gibt es keine und durch die Drehungen fällt es nicht so leicht, den Überblick zu behalten, was Ihr wie schon inspiziert habt. Fällt aber dann der Groschen, ist die Befriedigung groß – und das zählt letztlich mehr als die Verwunderung über die Story.




















