
Meinung
Ulrich Steppberger meint: The Outfit spaltet offensichtlich Meinungen: Während die werten Kollegen sich an den (zweifelsohne teils alles andere als ideal gelösten) Steuerungsmacken aufreiben, bin ich damit ganz ordentlich zurecht gekommen. Klar, die biestigen Kontrollen vieler Vehikel und die etwas schwammigen Zielmechanismen sorgen gelegentlich für Ärger, doch insgesamt hat mir die Solokampagne trotzdem gefallen. Die Story ist solide inszeniert und wartet etwa zur Hälfte mit einem überraschenden Kniff auf, der sogar die Spieldynamik beeinflusst, auch der weitgehend lineare Aufbau der Levels stört mich nicht. Tatsache ist aber, dass die große Stärke von The Outfit im Mehrspieler-Sektor liegt: Wenn bis zu acht Leute durch die Normandie rennen, ihre KI-Unterstützung bei sich haben und per praktischem Schnellkauf noch Waffen oder Vehikel anfordern, dann geht richtig die Post ab – hier kommen auch die taktischen Elemente deutlich mehr zur Geltung und die Kontrollmacken fallen weniger ins Gewicht. Wer also gerne mit Kumpels oder via Xbox Live Krieg spielt, der sollte sich The Outfit nicht entgehen lassen – Solo-Soldaten spielen besser Probe.
Janina Wintermayr meint: Wenn sich Panzer, Kettenfahrzeug und Jeep in der Realität ebenso steuern würden wie in The Outfit, dann hätte der Zweite Weltkrieg ein anderes Ende gefunden. Selbst mit viel gutem Willen geht die Vehikelkontrolle nicht als akzeptabel durch – die schlecht manövrierbaren Gefährte sind die häufigste Ursache fürs Ableben. Für Unverständnis sorgen neben der bockigen Steuerung auch einige Design-Entscheidungen: Warum muss ich erst aus einem Fahrzeug aussteigen, um es reparieren zu können? Was bleibt, ist ein mäßig unterhaltsames Action-Spektakel, dessen größte Herausforderung im Beherrschen der Steuerung besteht und seine Stärken alleine im Multiplayer-Modus ausspielt. Sogar die Grafik schließt sich dem unspektakulären Gesamteindruck an.








