The Surge 2 – im Test (PS4)

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Nun gut, Konzentration, Ruhe ins Geschehen bringen. Per Druck auf den Analogstick visiere ich den rechten, dick gepanzerten Arm des Kerls an, finde dank genauer Beobachtung den richtigen Rhythmus aus offensivem und defensivem Vorgehen, bis mein Gegenüber schließlich, begleitet von einer stattlichen Blutfontäne, seine Extremität und schließlich auch sein Leben verliert.
Neben meinem innerlichen Triumph belohnt mich das Spiel endlich mit meiner ersten Waffe sowie einigem Tech-Scrap, welches ich an der nächsten, rar gesetzten Medibay-Station sofort in das umfangreiche Upgrade-System investiere. Hier steigere ich zunächst die Lebensenergie und Ausdauer meines Alter Egos, um im nächsten Kampf vielleicht nicht ganz so schnell schlapp zu machen und stecke den Rest in die Verbesserung meiner Exo-Rig-Ausrüstung oder den Bau selbiger. Entsprechende Konstruktionspläne sowie benötigte Materialien erhalte ich allerdings nur, wenn ich den damit ausgestatteten Gegnern das passende Körperteil entferne – ein mitunter sehr zeitintensives Unterfangen, wenn mir die nötige Ausdauer für ausreichend Angriffe und lebensrettende Ausweichrollen fehlt.

So ziehe ich leicht genervt, aber trotzdem motiviert wieder los, hacke geeignetem Gesocks freudestrahlend und zugleich etwas vorsichtig die Rübe oder den Arm ab und bete zum Surge-Gott, dass ich in der verwinkelten Welt von Jericho City nicht wieder wie so oft die Orientierung verliere. Zwar teilt mir der sich zusehends füllende Missionsreiter stets zuverlässig mit, was ich für wen der vielen schrägen Auftraggeber zu erledigen habe, doch eine Karte oder gar Routenführung gibt es nicht. Wege und Abkürzungen einprägen lautet die Devise, auch wenn ich mich von den ansehnlich inszenierten Umgebungen allzu gerne ablenken lasse. Immer wieder entdecke ich zwischen eingestürzten Gebäuden, belebten Sicherheitszonen und überfluten Tunneln gut versteckte Passagen und Geheimnisse, die die Spielwelt auch vertikal gekonnt erweitern und mit kleineren Geschicklichkeitsaufgaben locken – oder den sicheren Tod in Form besonders fieser Gegner bedeuten. Gut, dass ich nach dem Ableben an der nächsten Medibay erwache, um mich sofort an die Bergung der verlorenen Beute zu machen – selbstverständlich mit einem engen Zeitfenster im Nacken. Bin ich zu langsam oder sterbe unterwegs erneut, ist das wertvolle Gut verloren. Also nutze ich Seilbahnen, meine Drohne und Boni diverser Rüstungssets, um mich ein ums andere Mal durch das Abenteuer voller Blut, fliegender Körperteile und knackigen Kämpfen zu wühlen. Immer und immer wieder…

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Daddler
26. September 2019 17:59

Sehe es wie einige andere hier, der Fokus sollte auf den Standard Modellen liegen. Auch wenn mir z.Bsp. Control Spaß gemacht hat, so haben die zahlreichen Slowdown (fast Daumenkino) doch merklich den Spielspaß getrübt und das Spielen an sich erschwert.

Zu the Surge 2, scheint tatsächlich besser zu sein, eines der Mankos scheint behoben, gibt deutlich mehr und bessere Boss Fights…

ghostdog83
26. September 2019 10:59

Mit anderen Worten – sie schreiben am Leser vorbei.

Rudi Ratlos
26. September 2019 10:56

Ist dann langsam analog zur PCMR: Die Redaktion spielt auf der feinsten Hardware, während der Pöbel sich mit Rucklern und anderen unschönen Begleiterscheinungen auf seiner Low-End-Hardware rumärgern muss ;D

Bort1978
26. September 2019 10:43

Zumindest Erwähnung sollte es finden, gerade wenn ein Spiel auf den Standardkonsolen ggf. deutlich unrunder läuft oder z. B. nur 30 fps, anstatt 60 fps bietet. Bei 4players werden mittlerweile auch häufig die älteren Konsolenversionen nicht extra erwähnt.

ghostdog83
26. September 2019 10:21

Die Mehrheit spielt in der zweiten Klasse. Der Hauptfokus sollte darauf liegen, auch wenn es in der ersten Klasse bequemer ist.

25. September 2019 11:16

, eigentlich sollte es bei größeren Testportalen Gang und Gäbe sein, dass auf die technische Seite aller Plattformversionen eingegangen wird. Schön, dass manche Titel auf der Pro vielleicht nur geringe Probleme haben. Freut mich für die Pro/X-Besitzer. Ich mit meiner Proleten-Normal-PS4/One bin mir aber selbst der Nächste. 😉

ghostdog83
24. September 2019 18:48

Danke Bort. Es ärgert mich jedes Mal, wenn ein technischer Bezug hergestellt wird, dann aber nur eine halbe Sache dabei rauskommt. Der 2-Klassenstatus bei Sony und MS erlaubt es eigentlich nicht, solche Details zu vernachlässigen (“Also ich zocke auf der Pro (…)”).

Bort1978
24. September 2019 14:27

Also ich zocke auf der Pro im Leistungsmodus (60 fps, 1080p). Ich hab zwar bisher nur kurz gezockt, trotzdem sind mir die nachladenden Texturen aufgefallen. Die haben sich allerdings recht zügig scharf gestellt. Hat nicht wirklich gestört. Vielleicht verbessert das ja noch ein Patch. Den Auflösungsmodus (4k mit 30 fps) meide ich lieber noch. ?

FirePhoenix
24. September 2019 13:23

Also Teil 1 fand ich spitze, hat Spaß gemacht bis auf ein paar frustierende Bossgegner. Hätte ich 80 % gegeben.
Wenn Teil 2 jetzt besser ist, immer her damit, bin gespannt.

ghostdog83
24. September 2019 13:07

Über kleinere technische Mängel wie nachladende Texturen oder längere Ladezeiten kann man angesichts der ansonsten hübschen audiovisuellen Inszenierung inklusive gelungener Sprachausgabe gut hinwegsehen.

Ihr sollte bei solchen Angaben auch darauf verweisen, um welche Version es sich handelt (PS4, Pro, Beides). Ansonsten sind die Aussagen wenig hilfreich, wo die Basis PS4 des Öfteren schlechter abschneidet siehe zuletzt Control.

Bort1978
24. September 2019 12:22

Mir ist heute morgen in meiner kurzen Anspielsession gar nicht aufgefallen, dass die verschiedenen Chararktere im Editor auch ne Vita haben… 😀 War das ein Witz? Falls nicht, hat das Auswirkungen auf das weitere Spiel?
Schade finde ich, dass der eigene Charakter jetzt keine Stimme mehr hat. Aber das ist wohl dem Editor geschuldet, sonst hätte man ggf. mehrere Stimmen einsprechen müssen.
Den S-Grad empfand ich bisher als zu leicht. Hab den Tutorial-Boss und auch den 1. richtigen Boss im 1. Versuch geschafft und mich dabei nicht sonderlich herausragend angestellt. Dank Heilingsimplantat, was man gleich zu Beginn finden kann, kann man sich zumindest beim 1. richtigen Boss immer wieder heilen, auch wenn man ordentlich aufs Maul bekommt. Da war der Vorgänger-Teil anspruchsvoller und der war schon gefühlt um einiges leichter als Dark Souls und Konsorten. Aber gut, ich lasse mich überraschen, was noch kommt.
Vermutlich wird dann meine Wertung tendenziell wieder eher im Bereich von der 4players-Wertung liegen.

Max Snake
24. September 2019 12:02

Deck 13 besseren Werk nach ungefähr 10 Jahren.

Maverick
24. September 2019 11:56

Wieder mal ein Beispiel das je mehr tests man liest umso bananiger wird man in der birne.
Bei gamepro steht „story nur mittel zum zweck und schwache charakter entwicklung“ bei 4players ists hingegen generel in allen belangen ziemlich gut.

Naja meins war teil1 nicht u.a. scifi setting und charakter auflevel system, glaub auch nicht dass ich nach Darksiders3 mir dass noch antun werde bzgl, nachholen und so.

Allen anderen viel spass bei teil 2.

Bort1978
24. September 2019 10:55

Oh cool, schon der Test da. Den muss ich nachher mal in Ruhe lesen. Nachdem mir Teil 1 schon deutlich besser gefallen hat, als hier bewertet, bin ich mal gespannt, wie meine eigene Wertung für Teil 2 ausfallen wird. Aber fein, dass Teil 2 hier dieses Mal etwas besser bei weg kommt.