The Witch and the Hundred Knight: Revival Edition – im Test (PS4)

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Die Hexe Metallia mag Hüte mit breiten Krempen, das Gemeinsein und ihren grünlich blubbernden Sumpf. Was sie dagegen nicht leiden kann, ist züchtige Kleidung, andere Hexen und… na ja, den Rest der Welt, den kann sie eigentlich auch nicht ab. Deswegen beschwört sie den Hundred Knight – ein Kämpfer von solch grausiger Gestalt und solcher Wildheit, dass ganze Armeen bei seinem Anblick erzittern. Was sie allerdings wirklich bekommt, ist ein kleines, knuffiges Kerlchen, das sie sogleich in eine Rüstung steckt. Das seid natürlich Ihr, Euer Dasein steht von nun an ganz im Dienst von Metallia, deren Drecksarbeit Ihr übernehmt.

In der Praxis verkloppt Ihr in bester Action-Rollenspiel-Manier Gegner mit Euren Waffen, dringt in die Häuser unschuldiger Bürger ein und macht generell viele gemeine Sachen. So unkompliziert ist das allerdings nicht, gilt es doch zahllose Systeme, Energieleisten und andere Anzeigen im Auge zu behalten. Besonders wichtig sind dabei die Giga-Kalorien, abgekürzt als GCals, welche die Ressourcen des Hundred Knight darstellen und als Zeitlimit fungieren. GCals werden mit jeder Aktion verbraucht: Selbst Stillstand kostet, Selbstheilung oder Spezialattacken schlagen dann so richtig zu Buche. Sind sie leer, sinkt Eure Lebensenergie. Ist diese weg, geht es zurück zu Metallias Hütte.

Für PS4 wurde das 2014 auf PS3 erschienene Spiel nur leicht verändert: Es ist minimal hübscher (was allerdings nicht viel heißt), bietet einen umfangreichen neuen Turm zum Erforschen und ermöglicht es nun, verschiedene Waffenkombinationen zu speichern und durchzuschalten. Auch der Speicherbug des PS3-Originals wurde nun behoben, sodass Ihr ein wenig sorgloser spielen könnt.

Thomas Nickel meint: Es gibt viele PS3-Spiele, die ich gerne auf der PS4 sehen würde – dieses gehört nicht unbedingt dazu. Die meisten Spieler werden aufgrund der exorbitanten Textmengen, der wenig sympathischen Figuren und des so komplexen wie unnötig komplizierten Spielsystems schnell abwinken, andere aber aus den gleichen Gründen Stunde um Stunde darin versenken. Wer es schon auf PS3 gespielt hat, denkt über den Kauf dreimal nach: Die Verbesserungen und Erweiterungen halten sich doch arg in Grenzen. Lediglich die Aussicht, in ein paar Abschnitten auch als Hexe Metallia spielen zu können, ist verlockend.

  • GCal-System sorgt für Frust und Stress
  • Erklärungen nur sehr unzureichend
  • Textmengen teilweise exorbitant

Die Grafik ist unansehnlich und das Spielsystem des Action-RPGs oft unnötig kompliziert, trotzdem haben Metallia und ihr Ritter ihre Qualitäten.

Singleplayer62
Multiplayer
Grafik
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Zetsubouda
7. Juli 2016 18:04

Wenn ich das Teil nicht schon vor zwei Jahren unter derbsten Flüchen (dank permanenter Absturz-/Systemfrittierungsgefahr) innerhalb von 2 Wochen platiniert hätte, wäre wohl ein Kauf in Erwägung gezogen worden.Der Ansatz ist auf jeden Fall gut gelungen, wird aber durch einige schwerwiegende Entscheidungen – und damit sind jetzt weder das GCal-System noch die sadistische Grundeinstellung von Metallica oder gar “”Textmengen”” gemeint – infrage gestellt. Es fehlt eine gehörige Menge Feinschliff…