Tony Hawk’s Proving Ground – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Die große neue Idee von Proving Ground ist die Dreiteilung des Storymodus: Zwar arbeitet Ihr immer auf das gleiche Ziel hin (werdet bekannt und ein Star etc.), auf dem Weg dahin beschreitet Ihr aber verschiedene Pfade und erwerbt je nach Ausrichtung der gewählten Aufgaben andere Fähigkeiten. Als Karriere-Skater lernt Ihr nicht nur den vom Vorgänger bekannten ’Nail the Trick‘-Zeitlupenmodus, dazu kommen auch noch ’Nail the Grab‘ und ’Nail the Manual‘, mit denen Ihr spektakuläre Aktionen aneinanderreiht – allerdings braucht gerade Letzteres eine Menge Feingefühl. Im Hardcore-Sektor geht es grober zur Sache: Während Aggro-Kick (schnelles Anschieben) sowie Carve und Slash Grind (neue Trickarten) noch harmlos sind, wird Euch von den Experten hier beigebracht, wie Ihr Störenfriede und andere Sportler mit Schwung umrempelt. Für kreative Köpfe reizvoll ist die Rigger-Sektion, die Euch neue Freiheiten in der Tony Hawk-Welt eröffnet: Ihr könnt dann nämlich Rails, Rampen und andere Objekte (fast) völlig frei in der Landschaft platzieren und so ganz neue Lines aus dem Boden stampfen – selbst das Modifizieren bereits existierender Bauwerke ist möglich.

Natürlich erwarten Euch jede Menge Aufgaben, die den speziellen Einsatz der gelernten Fähigkeiten erfordern. Nicht alle sind gleich gut umgesetzt, so fallen z.B. vorgeschriebene Klettereinlagen etwas fummelig aus, ingesamt gibt‘s dadurch aber jede Menge Abwechslung. Und in welcher Reihenfolge Ihr die einzelnen Story-Teile angeht, bleibt weitgehend Euch überlassen.

Eine spezielle ’Freeskate’-Option hat sich Neversoft aus unerfindlichen Gründen gespart, deshalb müssen zwanglose Erkundungen der Umgebung eben im Rahmen der Handlung stattfinden. Macht aber nichts, denn so habt Ihr mehr Grund, die verstreuten ’Street’-Herausforderungen zu erledigen: Die reichen von Foto- und Filmsessions über Rennen bis hin zu Spielautomaten: Hinter denen verbirgt sich der ’Klassik’-Modus, bei dem es wie früher um hohe Punktzahlen und andere traditionelle Ziele (’Sammle S-K-A-T-E ein!’) geht.

Kann Tony Hawk’s Proving Ground” die selbst gesteckten Ziele erfüllen? Ja – weltbewegende Innovationen gibt’s zwar keine, aber die durchdachten Neuerungen fügen sich gelungen ein und machen viel Spaß. Und wie geht der Vergleich mit skate. aus? Der kann eigentlich nur hinken, dazu ist die Ausrichtung der beiden Rivalen fast zu unterschiedlich. Weil Tony Hawk in Sachen Abwechslung, Trick-Repertoire und Einsteigerfreundlichkeit die Nase aber doch (noch) vorn hat, erklären wir ­Activisions Rollbrett-Beitrag ganz knapp zum Punktesieger.

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JACK POINT
I, MANIAC
JACK POINT

Da gehts mir wie Mayhem. Tony Hawk 3 hab ich geliebt und mit allen Skatern komplett durchgezockt. Teil 4 nervte mich mit dem Open-World-Rumgefahre dazwischen, obwohl ich das zuvor bei Aggressive Inline noch mochte. Aber viell. wars auch irgendwie das teils weniger ansprechende Aussehen mancher Levels oder so manche zu schwere Aufgabe. Das hat mich schon bei Teil 2 manchmal genervt.

Ab da hab ich aufgehört mit der Reihe bis auf Tony Hawk‘s Sk8land auf DS. Bereue aber Underground 1 und 2 nicht gespielt zu haben. Achso American Wasteland hab ich mal auf der Xbox angezockt. Aber selbst das Slim-Pad taugt für Tony Hawk nicht so. Hab ein paar weitere nachgekauft und bis heut nicht gespielt. Proving Grounds ist eins davon.

Das Remake von Teil 1 und 2 hat mich maßlos enttäuscht, als ich gesehen hab, dass man die Stats einfach Skater- übergreifend aufmotzen kann- Dauermotivation adieu! Außerdem ist der Dual Shock 4 viel zu klobig mit seinen dicken runden Griffhörnchen. So völlig ungeeignet wie das Gamecube-Pad für Funsportspiele ist, ist das sicher nicht, aber der Dual Shock 2 ist um Welten besser geeignet, als der Dual Shock 4.

Von Proving Ground, das natürlich gegen das um Welten bessere Skate keine Chance mehr hatte, hab ich die 360-Version sogar zweimal, aber da alle Xbox Gamepads wegen dem Platz des Steuerkreuzes fürs Genre weitgehend ungeeignet sind, hab ich mich noch nach keinem Gamepad-Adapter umgesehen. Die PS2-Version soll ja klassischer, aber gut sein oder verwechsel ich das gerade mit einem anderen Teil?!

Gast

Teil 4 mag ich bis heute eigentlich noch ziemlich gerne und die beiden Undergrounds waren zumindest ganz witzig gewesen. American Wasteland fand ich später sogar nochmal richtig gut, aber danach war bei mir dann leider die Luft raus gewesen.

Mayhem
I, MANIAC
Mayhem

Für mich war Teil 4 schon der letzte Sargnagel. Danach hab ich die Reihe nicht mehr angefasst. Umso besser fand ich dann das Remake von 1 + 2.

Gast

War für mich leider kein wirklich gutes Tony Hawk mehr und der letzte Sargnagel für die Reihe…