Top Spin 3 – im Klassik-Test (Wii)

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Meinung

André Kazmaier meint: Top Spin 3 ist wie ein Roger Federer, der unter Krämpfen leidet: Potenzial ohne Ende, nur sieht man nicht viel davon. Das neue Schwungsystem klingt klasse, in der Praxis sorgt es für einen schweren Einstieg und zähe (weil langsam ablaufende) Ballwechsel. Nur wenn Ihr nach einem Schlag sofort wieder ausholt, bekommt Ihr Druck hinter die Filzkugel – Realismus ist etwas anderes. Spaß kommt bei mir nur auf, wenn ich Kollege Schmid über den Sandplatz scheuche – dann fühlt sich Top Spin 3 zumindest in manchen Ballwechseln an wie echtes Tennis. Mein bitteres Fazit: Top Spin 3 ist für den Vorgänger keine ernst zu ­nehmende Konkurrenz. Besser als der vergurkte Wii-Ableger sind die Next-Gen-Versionen aber allemal.

Matthias Schmid meint: Mein erster Eindruck war denkbar schlecht: Ich meckerte über lahme Ballwechsel, belächelte die Schneckensportler und störte mich an meiner grauenvollen Punkteausbeute. Zum Glück habe ich mich durchgebissen: Nachdem ich den realistischeren Ansatz verstanden und die Lektionen umgesetzt hatte, konnte ich den Gegner plötzlich von einer Ecke in die andere schicken. Auch die Stopbälle und Aufschläge mittels rechtem Analogstick fühlen sich natürlich an. Leider fehlt in fast allen Belangen das letzte Quäntchen Feinschliff, die Perfektion, welche z.B. Pro Evolution Soccer über FIFA hebt. Auf lange Sicht werde ich Virtua Tennis 3 die Treue halten – der erfrischend andere Flirt mit Top Spin 3 tut aber gut.

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