Transistor – im Test (PS4)

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Manche Spiele übertreiben es einfach mit Erklärungen und Tutorials. Man denke da als Paradebeispiel nur an das jüngste RPG-Abenteuer von Mario &amp Luigi für den 3DS, bei dem jede Mechanik und jedes noch so kleine Rätsel so ausführlich erläutert wird, dass man meinen könnte, das Spiel sei für Marsianer gemacht.

Weiter könnte Transistor, das neue Spiel von Bastion-Entwickler Supergiant Games, davon kaum entfernt sein: Das wirft Euch und Eure Heldin Red in bester Indie-Manier mitten in die Geschichte, gibt Euch zu Beginn des Spiels so gut wie keinen Kontext und überlässt es Euch dann, die passenden Schlüsse zu Welt, Geschichte und Spielsystem zu ziehen. In die Kämpfe, das zentrale Element von Transistor, kommt man zum Glück noch ganz gut rein, unterscheidet sich das PS4-Abenteuer trotz Cyberpunk-Setting doch auf den ersten Blick nicht allzu sehr vom quasi-Vorgänger Bastion.

Mit einem dicken Schwert – dem namensgebenden Transistor – bewaffnet, läuft Red durch die düstere, in Neonlicht getauchte, isometrisch dargestellte Stadt Cloudbank und vermöbelt feindliches Robotergezücht. Dabei lernt sie neue Talente, die direkt auf die vier Knöpfe des PS4-Controllers gelegt und kreativ kombiniert werden. Jede Aktion hat ihre Vor- und Nachteile und so manche anfänglich eher unpraktisch wirkende Begabung erweist sich im Verbund mit anderen Aktionen als ebenso praktisch wie durchschlagend. Das Kampfsystem ermutigt zum ausgiebigen Experimentieren, wird doch nicht nur in typischer Action-Manier draufgekloppt. Mittels Schultertaste haltet Ihr das Geschehen an und plant wie in einem RPG Eure Aktionen voraus: Visiert in aller Ruhe die Schwachpunkte Eurer Gegner an, tänzelt um sie herum und fallt ihnen in den Rücken. Das Gefühl, wenn eine solche wohl geplante Aktion funktioniert, könnte befriedigender kaum sein.

Nachdem der begleitende Erzähler schon bei Bastion so gut funktionierte, setzt Transistor ebenfalls auf dieses Stilmittel, allerdings mit Veränderungen: Dieses Mal spricht kein alter Mann zum Spieler, stattdessen redet das ausgesprochen charismatisch vertonte Schwert mit der stummen Red und sorgt nicht nur für Abwechslung beim Gegner-Hacken, sondern liefert auch die nötige Exposition. Ordentliche Englischkenntnisse sind trotz vorhandener deutscher Untertitel empfehlenswert Letztere lenken bei den Kämpfen doch etwas ab.

Thomas Nickel meint: Über das Storytelling von Transistor mag man streiten, spielerische Qualitäten hat das Zweitwerk von Supergiant Games aber zweifelsohne in Hülle und Fülle. Die Steuerung ist griffig, die zahlreichen Fähigkeiten von Heldin Red laden zum Experimentieren ein. Bei der intelligenten Mischung aus Actionkämpfen und taktischer Planung fragt man sich, warum vorher noch niemand darauf gekommen ist – wer sich Actionspiele mit einer besonderen strategischen Note wünscht, wird von ”Transistor” so schnell nicht mehr loskommen. Schade nur, dass die Technik auf der PS4 nicht so ganz rundläuft: Wenn viel auf dem Bildschirm los ist, geht die Bildrate gerne mal in die Knie – ein Beinbruch ist das nicht, aber von der edlen neuen Sony-Hardware erwartet man doch etwas mehr.

Stark inszeniertes Action-Abenteur mit viel Taktik-Anspruch.

Singleplayer8
Multiplayer
Grafik
Sound
Gast
n00b

für mich kommt TRANSISTOR zwar nicht ganz an die Qualität von BASTION ran, ein gutes Spiel ist es dennoch geworden – vor allem Sound und Grafik sind toll, das Gameplay recht gewöhnungsbedürftig wie ich finde. Begeistert bin ich vom Kampfsystem nicht (obwohl es nach Eingewöhnung wirklich Spaß macht) und auch die Story ist mir etwas zu undurchsichtig, ich hab es hauptsächlich gezockt, weil mir der Stil gefällt und mich fasziniert.

Pariah
I, MANIAC
Maniac
Pariah

Eines der coolsten Download-Abenteuer ever. Innovatives Kampfsystem, eigenständiges Design und der von meinem Vorredner erwähnte Soundtrack ebneten Transistor trotz der etwas kurzen Spielzeit einen Platz in meinem Videospielerherz.

DGS
I, MANIAC
Gold MAN!AC
DGS

Ich muss schon sagen, Transistor ist etwas besonderes und das merkt man dem Spiel an allen Ecken und Kanten an. Das Design ist fantastisch und der Soundtrack der bis dato beste des Jahres! Und wie Herr Nickel geschrieben hat, wird einem auch spielerisch so einiges geboten. Nur manchmal wünscht man sich, dass die Geschichte etwas straffer erzählt wird. Doch das trübt den großartigen Gesamteindruck kaum. Mir hat das Spiel getaugt und nachdem der Abspann das erste Mal über den Bildschirm geflimmert ist, musste ich erstmal tief durchatmen, um wieder runter zu kommen…