Twisted Metal – im Test (PS3)

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Die wüsten Twisted Metal-Schlachten im Mad Max-Stil gibt es seit 17 Jahren für alle Sony-Konsolen: Schon 2002 ging die Serie mit dem PlayStation-Network (jetzt Sony Network Entertainment genannt) online. Schauplatz der neuesten Episode sind acht verwüstete Endzeitkarten, die sich durch ein- und ausblendbare Areale zu insgesamt 30 Arenen variieren lassen. God of War-Schöpfer David Jaffe hat sie mit zahlreichen zerstörbaren Elementen gespickt, die experimentierfreudigen Piloten einige Bonuskammern und Abkürzungen bescheren: Wer z.B. bestimmte Schanzen nimmt, kann durch Wände brechen und dann in Gebäuden auf Extrasuche gehen. Gespielt wird nach vier Regelwerken, wobei sich die ersten drei auch als Teamvarianten wählen lassen: Beim ’Deathmatch’ müsst Ihr eine vorgegebene Anzahl an Abschüssen erreichen, ’Letzter gewinnt’ ist eine Survival-Variante und im ’Gejagt’-Modus knüpft sich die Meute einen Einzelkämpfer vor – nur der bekommt Punkte für Abschüsse! Im einzigartigen ’Nuke’-Modus schützt jeweils ein Team eine Statue, welche der Feind durch Raketenbeschuss zerstören muss – beide Teams spielen abwechselnd Angreifer und Verteidiger.

Weil gute Orientierung das A und O ist, bringen sich Einsteiger in Herausforderungsrennen mit Bots, diversen Trainingsmissionen und der übersichtlichen Kampagne in Form. Letztere dürft Ihr übrigens auch kooperativ im Splitscreen-Modus spielen. Bei diesen Modi erwarten Euch zusätzliche Aufgaben, z.B. gilt es, das Fahrzeug innerhalb eines virtuellen Käfigs zu halten, der seine Position wechselt. Überleben könnt Ihr natürlich nur, wenn Ihr die vielen Waffen wie im Schlaf beherrscht: Die 15 Fahrzeuge lassen sich mit einigen Standardwummen wie Shotgun, Raketenwerfer und montierte MGs ausrüsten. Letztere schießen nur nach vorn, während die handlichen Waffen vom Beifahrer auf Feinde rundum gerichtet werden. Zudem verfügt jedes Fahrzeug über Spezialfunktionen wie ausfahrbare Minigun, Transformerangriff und Dashattacke. Des Weiteren führt Ihr Minen, Schutzschild und EMP-Rakete mit Euch. Zusätzlich ergattert Ihr Extrawaffen, die sich auch horten lassen: Mit den Schultertasten wechselt Ihr taktisch zwischen den gesammelten Knarren – vom Scharfschützengewehr über verschiedene Zielsuchraketen bis hin zur Fernzünderbombe ist alles dabei. Bezüglich der Fahrzeugphysik hat man dagegen wenig Feingefühl walten lassen: Die meisten Vehikel steuern sich wie ein rasender Metallklotz, der per Schleudertaste kantige 90°- und 180°-Wenden hinlegt – das ist für Rennspieler mehr als gewöhnungsbedürftig!

  • krasse Endzeitrennen mit vielen Waffen
  • 7 explosive Mehrspieler-Modi
  • Koop-taugliche Kampagne (nur Splitscreen)
  • EU-Version mit entschärften Story-Szenen
  • Soundtrack von N.W.A., Sepultura u.a.

Oliver Ehrle meint: Die unkomplizierten Rempelrennen locken sowohl Einsteiger als auch Profis, da man mit der Zeit jede Menge fieser Tricks entwickeln kann: Streckenkenntnis ist wichtiger als Fahrtechnik, denn die Boliden halten sich sehr stabil auf der Strecke – die Lenkung ist fast zu klobig. Das gilt nicht für den Heli, der sich dank der allseits verfügbaren Fernlenkwaffen zum Glück nicht übermächtig spielt. Online verplempere ich leider viel Zeit mit Nase bohren, weil man in laufende Ranglisten-Matches (die meisten Räume spielen auf Liste) nicht einsteigen kann. Folglich muss man oft warten, bis sich entsprechend viele Piloten für ein Match einfinden. Mit der Cut-Version kann ich leben, die Schnitte betreffen vor allem Zwischensequenzen – im Spiel wird der Bildschirm reichlich mit dem Blut der zuschaltbaren Fußgänger besudelt.

Das ”Mario Kart” der Apokalypse entzückt mit zahlreichen Waffen und Spezialmodi, enttäuscht aber mit klobigem Fahrgefühl.

Singleplayer77
Multiplayer
Grafik
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9. April 2012 13:25

ersten beide Teile gespielt…Verstehe bis heute nicht die damals schlechte Bewertung der Maniac(wenn ich mich nicht täusche waren das um die 60%).Hat mir damals sehr sehr viel Spass gemacht, und es freut mich das dieser Teil eine recht hoche Wertung bekommen hat.Werde mir dieses Spiel nicht zulegen, nicht weil es nicht gut ist oder so, sondern weil ich einfach darauf kein bock habe.Mich würde dennoch die Verkaufszahlen dieses Teils interessieren^^

Thrashmaster
6. April 2012 12:14

@knicksfanwie recht du doch hast…

Knicksfan
6. April 2012 2:02

ich habe damals den ersten teil geliebt. würde aber niemals mehr einen neuen teil der serie kaufen. so ist es mit kultspielen, sie werden mit neuauflagen nicht besser….

Beeberman
5. April 2012 21:04

für ein twisted metal ist das ja schon eine recht gute wertung… wobei verrückterweise bei der serie die wertungen eh totaler quatsch sind, twisted metal 2 world tour zock ich immer noch mit freunden auf der psone und macht laune ohne ende trotz schrecklich schlechter grafik und einer steuerung aus der hölle…twisted metal rockt einfach 🙂