
Meinung
Ulrich Steppberger meint: Scarlett, du listiges Prachtstück! Bist sexy auf den ersten Blick, doch birgst auch grob aufgelöste Texturen und zu spät ins Bild ploppende Bodenobjekte. Bewegst dich elegant, doch variantenarme Nebenfiguren staksen hölzern durch Levelschläuche. Sprichst mit toller Stimme, aber warum redet die Magd mit gleicher Intonation? Venetica besitzt offensichtliche Macken und selbst mit weiteren sechs Monaten Entwicklungszeit wäre nicht alles ausgebügelt. Scheitert das Spiel letztlich an Überambitioniertheit? Ich sage: nein. Trotz Mängel lässt sich Venetica (übrigens im Gegensatz zur PC-Version) ohne Hänger angenehm in etwa 20 Stunden durchspielen. Die lineare, aber spannende Story und die rudimentäre Charakterentwicklung sind ideal für Rollenspiel-Frischlinge, auch wenn die flotten Kämpfe gute Reaktionen erfordern. Wermutstropfen: Gleichzeitig schwindet dadurch der Wiederspielwert.










