Warcraft II: The Dark Saga – im Klassik-Test (PS / SAT)

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Vorausschauende Feldherren beugen der Gefahr vor, indem sie parallel zu Heeresplanung Verteidigungstrup­pen ausbilden: Recken wie Fußsoldaten, Ritter oder Bogenschützen werden in der Kaserne geformt. Wer seinen Gegner außerdem mit Feuerbällen, Donnerge­krache und höllischen Verbündeten in Schach halten will, investiert in einen Tempelbau: Das göttliche Bollwerk spendet nicht nur geistigen Beistand, sondern bildet außerdem Heiler und mordlustige Kampfpriester aus – für Fantasy-Freaks mit einem Händchen für magische Einheiten der sicherste Weg zum Sieg. Wenn Eure Gegenspieler auf dem Echtzeit-Schlachtfeld von untoten Klauen zerfetzt werden und tödlich verwundete Widersacher ungerührt weiterknüppeln, wird auch der organisierteste Feldzug zum heillosen Durcheinander. Wollt Ihr noch auf die letzte Sekunde die Überlebenden in Sicherheit bringen oder Eure versprengten Truppen neu formieren, müßt Ihr schnell reagieren: Entge­gen konventioneller Rundenstrategie werden die Warcraft 2-Scharmützel ­weder mit Menüwust noch diffiziler Datenplanung gesteuert – statt dessen laufen sämtliche Ereignisse in Echtzeit ab. Wer seine Ballista nicht rechtzeitig zur Mauer­bresche karrt oder sich an einen übermächtigen Drachen heranwagt, hat den Feldzug in nullkommanichts ­verloren: Jede Sekunde zählt, und Eure Wider­sacher reagieren flux auf jeden ­Gegen­zug.

Wo flinke Truppen-Selektion und Einheitenpositionierung gefragt sind, greift der Konsolenspieler wie sein PC-Kollege am besten zur Maus: Zwar lassen sich einzelne Soldaten und Ziel­gebäude auch mit dem Joypad kontrollieren, mit dem Computer-Zubehör geht Euch der Feldzug allerdings we­sent­lich flotter von der Hand. Besonders die Truppen-Gruppierung artet mit dem Pad in pixelgenaues Manövrieren aus: Anstatt wie gehabt eine Einzelfigur zu kommandieren, haltet Ihr den Auswahl-Button gedrückt und umrahmt eine komplette Gruppe. Die Kämpfer Eurer Wahl reagieren auf jede Order wie ein Mann: Drängeln sich die Soldaten in den vorderen Rängen, sucht sich die Nachhut selbständig einen anderen Weg. Aller­dings ist bei Gruppen­manövern Vorsicht geboten: Wenn Ihr zwanzig Mann auf ­eine gegenerische Einheit hetzt, konzentrieren sich Eure Leute nur auf das Wunschziel – Hinterhalte werden oft ignoriert und Eure Schar rennt stur ins Verderben. Auch wenn die Über­lebenden nicht in die nächste Mission übernommen werden – jeder Soldat ist bare Münze und Highscore-Punkte wert.

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Rudi Ratlos
4. Februar 2019 15:53

Puh, Beyond the Dark Portal hatte aber schon einige schwere Missionen mit zig Figuren – stelle ich mir mit Pad nicht sonderlich spaßig vor oO*

Croc
4. Februar 2019 12:56

Wieder was gelernt! Danke, greenwade 🙂

greenwade
4. Februar 2019 12:47

ich hab damals auch nur die PC version gespielt, kenn aber auch die Saturn fassung. die ist gut, kommt aber wegen der pad-steuerung und dem fehlenden karten editor nicht ans orginal ran.

The Dark Saga war sowas wie heute eine complete edition oder GOTY. also Tides of Darkness + Beyond the Dark Portal.

Croc
4. Februar 2019 12:34

Genau wie Nipponichi, kenne ich Warcraft 2 nur vom PC. Und mir hats auch sehr gut gefallen. Dass es eine Konsolenfassung gab, wusste ich bis jetzt noch gar nicht. Was mich wundert, is der Titel-Zusatz, “The Dark Saga”. Ich kenn bloß “Tides of Darkness”.

Rudi Ratlos
4. Februar 2019 11:27

“Immer nur Arbeit, Arbeit, Arbeit” – “Er war’s – nein er” 😀 So! Geile! Sprüche!

Aus dem Test: “Dabei ist die Campaign eine Enttäuschung: Ihr dürft die angehäuften Truppen nicht ins nächste Szenario mitnehmen, sondern fangt stets von vorne an.”

Oh Mann… oO* Da hat Herr Forster das Konzept des Spiels wohl nicht so recht verstanden, zumal es – im Gegensatz zur Fortsetzung – ja auch keine Levelaufstiege o.ä. gibt und eine Mitnahme der Figuren sinnlos wäre (und das Balancing komplett zerstören würde…).
Habe es aber auch nur für den PC gespielt, keine Ahnung wie kompetent letztendlich die Konsolenportierung war.

MadMacs
4. Februar 2019 11:15

Ich hatte es bei einem Freund auf dem PC als erstes gezockt. War ich froh als das Spiel endlich auf Konsolen raus kam. Und es wurde richtig gut umgesetzt.

Nipponichi
2. Februar 2019 8:46

Ich kenne das Spiel nur vom PC. Die Konsolenversionen habe ich genau wie Bei C&C nie gezockt. Aber eines kann ich sagen. Ich fand das Spiel verdammt gut und mir gefiel es ebenfalls deutlich besser als Teil III. Die recht coole Optik und das ganze Drumherum hat einfach nur irre viel Spaß gemacht. Was hatte ich das früher oft durchgezockt. In dieser Zeit habe ich noch wirklich extrem gerne am PC gezockt.

Saldek
1. Februar 2019 23:09

Im Sega Magazin wurde so geschwärmt, dass ich es mir kaufen musste. Und es hat sich gelohnt. Die Kämpfe waren viel komplexer als bei C&C.

Insgesamt bevorzuge ich trotzdem C&C, mit seiner coolen SciFi Militäratmosphäre und dem antreibenden Soundtrack. Katapulte und Äxte können da nicht ganz mithalten für mich.

Aber trotzdem natürlich ein Spitzenspiel, dass auch super portiert wurde.

greenwade
1. Februar 2019 21:46

ich weis noch genau wie groß die vorfreude auf das spiel war. und die erwartungen wurden voll erfüllt! alleine, koop, karten erstellen… viele durchzockte nächte. rückblickend hat mir kein anderes Echt­zeit-Strategiespiel jeh mehr spaß gemacht.

8BitLegend
1. Februar 2019 16:20

Mochte ich viel lieber als den dritten Teil. Richtig schönes Bitmap-Gemetzel 😀